Zitat von Käptn Nemo: Meine Tochter ist damals immer unter den Tisch gekrabbelt, wenn Ex kam. Das war echt ne furchtbare Zeit und hat Monate gedauert um ihr die Angst zu nehmen. Trotzdem ist aus der Zeit was hängen geblieben.
Ja Nemo letztendlich ist es egal was sie hat, nicht egal ist wie sich jemand verhält und ob er uns gut tut oder schadet. Zum Verständnis kann es hilfreich sein zu erkennen was mit einem Menschen los ist, das kann erklären warum er sich so verhält und das dieses Verhalten sein Ding ist, nicht meins, meins ist etwas anderes.
Erkenntnis ist der erste Teil, der zweite ist daraus zu lernen, sich selbst zu hinterfragen um dann für sich selbst die nötigen Veränderungen vorzunehmen, d.h. zu hinterfragen : Ist das jetzt gut für mich, was kann ich tun um das auszudrücken was mir fehlt, was ich nicht in Ordnung finde und wie nach angemessenen Lösungen gesucht werden kann, gemeinsam mit dem Partner oder allein für sich.
Deine Kleine hat in ihrem kurzen Leben schon sehr viel durchmachen müssen, klar hinterläßt es auch Ängste, es dauert bis sie diese loswerden kann. Das allerbeste ist dann eine Person(du), zu der sie Vertrauen hat, die ihr Beständigkeit und Sicherheit vermitteln und mit dem sie über ihre Ängste offen sprechen kann und der sie in ihrer Angst ernst nimmt, jemand, der ihr den Freiraum gibt ihre Ängste auszudrücken, allein das kann ihr den Druck schon nehmen. Das kann über ein Spiel gehen, z.B. der Angst eine Farbe, einen Geruch, Größe, Beschaffenheit geben und ein Schutztier oder Schutzhöhle vor dessen Eingang Ihr Hüter und Beschützer steht, o.a., das wird ein guter Psychologe mit ihr herausfinden können was sie brauch um diese Ängste zu überwinden.
Am besten kannst du ihr helfen in dem du selbst deine Ängste überwindest, sei auch darin ihr Vorbild.
Zitat von Käptn Nemo: Zum Beispiel war bei meiner Mutter (als ich klein war) der Standardsatz "Ich werde sterben, aber ich sag Dir nicht warum" - in mir hat das Angst ausgelöst und ich wusste, dass ich immer lieb und nett sein muss, weil jeder Tag der Letzte sein könnte.
Schrecklich Nemo, da gibt es einige Parallelen, ähnlich ging es mir mit meiner Mutter, zwar etwas anders, aber mit ihrer Erkrankung hat sie uns Kinder ständig ruhig gehalten und wir wären Schuld, dass sie sich dann aufregt und sterben muss. Davor hatte ich auch Angst und war lieb und brav so wie es von uns Kindern erwartet wurde und wenn ich es mal nicht war, weil ich z.B. mal wütend wurde, bekam ich Schuldgefühle.
Diese Seite von deiner Mutter finde ich ganz schlimm, du warst Kind und dann so eine harte, lieblose und rücksichtslose Äusserung, die für dich viel offen lies weil du damit noch gar nicht umgehen konntest, da friert es mich innerlich wenn ich das jetzt schreibe.
Und auf der anderen Seite hatte sie wahrscheinlich auch gute Anteile in sich, wie auch meine Mutter.
Mir hatte lange dieses widersprüchliche zu schaffen gemacht, bis ich langsam begriff, das beide Seiten zu ihr gehörten, so war sie als Ganzes und so konnte ich sie (und mich) irgendwann auch annehmen.
Auch du wirst es schaffen damit Frieden zu machen, vor allem auch mit dir, du bist oft genau so hart mit dir umgegangen wie so manchesmal deine Eltern mit dir. Dieses kannst du jetzt ändern in dem du dir vergibst und dich akzeptierst, so wie du bist, denn so bist du genau richtig.
Du bist noch jung und zusammen mit deiner Tochter kannst du es schaffen euch von Ängsten zu befreien, gemeinsam seid ihr ein starkes Team und hat eure Liebe, die euch trägt und euren Zielen näher bringt.