Hey @Käptn_Nemo ,
sag' mal, stört es Dich sehr, wenn ich Dich zutexte?
erst einmal halte ich dein Vorgehen hier für den falschen Weg.
Zitat von Käptn Nemo: Zumindest habe ich alles versucht, meine Gedanken immer wieder beiseite geschoben. Mir selbst gesagt, ich darf mich daran nicht aufhängen.. aber egal was ich tu, es schmerzt trotzdem immer.
Wer einem nichts bedeutet, den kann man schnell vergessen. Das ist normal.
Bei Dir trifft das Gegenteil zu.
Versuchst Du das Fehlen deines Sohnes zu verdrängen, leugnest Du in meinen Augen damit auch seine Bedeutung.
Das nutzt nichts.
Außerdem bist Du keine Tasse aus der ein Stück herausbrach, sondern deinem Herzen fehlt ein Stück.
Damit bist Du ein wenig komplexer.
Ehre deinen Sohn und seine Bedeutung für Dich und deine Tochter.
Der Schmerz ist ein Teil von Dir. Willst Du ihn nicht haben, willst Du
dich nicht in Gänze annehmen.
Darum: Lass' ihn zu.
Wie ich Dich einschätze, wirst Du dich nie dauerhaft daran "aufhängen".
Auch könnte es Dir und deiner Tochter gut tun gemeinsam zu trauern.
So ihr das nicht bereits tut. Denn ich vertraue auf deine Fähigkeiten als guter Vater.
Zitat von Käptn Nemo:Hauptsächlich mache ich mir Gedanken wegen meiner Tochter. Ich treffe eben nicht nur eine Entscheidung für mich, sondern auch für sie. Sie hat so viel verloren und ich möchte ihr nicht noch etwas nehmen an dem sie hängt.
Du fällst deine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen.
Nun hast Du gesehen, was deine Tochter alles gewinnen könnte.
Zitat von Käptn Nemo: Sie wird neue Freunde finden, neue Hobbys etc - aber ich habe das Gefühl, dass sie eben JETZT gerade das so dringend braucht und Corona macht es ja nun auch nicht wirklich einfacher.
Es tut mir Leid, aber ich habe einen ähnlichen Eindruck wie @Heffalump , denn in meinen Augen sind Freunde, Hobbys usw. eher hilfreich zum Behandeln
von Symptomen bei ihr.
Nur können sie
nicht die Ursache heilen.
Und so sehr Du auch dein Bestes geben wirst, um unbeschwert & zufrieden im Alltag gegenüber deiner Tochter zu wirken...
Meinste nicht, dass sie die schwarze Wolke in deinem Geist bemerkt?!
Abgesehen davon will SIE bestimmt auch Ihren Papa glücklich wissen.
Zitat von Käptn Nemo: Wegen meiner Tochter habe ich alles geklärt - aber eine Sicherheit dafür, dass sie nicht vielleicht auch noch zu Schaden kommt, gibt es leider nicht.
Ich find's super, dass Du Vorsorge für dein Kind sichergestellt hast!
Gut getan.
Was sagen RA und Therapeut zum Thema Sicherheit der Tochter?
Gab' es da Vorschläge, ja / nein?
Es mag eine verrückte Idee sein, aber, hast Du mal daran gedacht einen anerkannten Sicherheitsberater und einen Marketing / PR -Menschen zu konsultieren?
Denn beide Thematiken sehe ich bei Dir.
Bei beiden würde ich schriftlich sicherstellen, dass alle Informationen deinerseits streng vertraulich behandelt werden.
Zitat von Käptn Nemo: Aber es gibt eben immer noch diese 2 Seiten und ich will auf keinen Fall eine Entscheidung treffen, die ich dann später bereue.
Nichts für ungut, versteh' ich schon, aber, wie groß ist die aktuelle Reue?
Zitat von Käptn Nemo: ich kann wirklich sagen, dass es doch eine starke Veränderung ist zu dem was ich "Zuhause" empfinde.
Joa, freies Leben kontra bedrücktes - auf- der- Hut- sein- Leben.
Zitat von Käptn Nemo: Und kaum bin ich wieder Zuhause... merke ich, dass es hier einfach nicht mehr aushaltbar ist.
Zitat von Käptn Nemo:Ich merke ja schon, dass ich auch körperlich an meine Grenzen stoße.
Bitte teste mal für euch, ob es bereits einen Unterschied macht, NICHT mehr in deinem Haus zu wohnen.
Falls das umsetzbar ist.
Der Ort darf ungefähr der selbe bleiben, Testdauer ca. 5 Tage.
Es sei denn, Du fühlst Dich im Haus sicherer als in einer Wohnung.
Ist es denkbar, dass Du zeitweise am WE z.B. woanders bist?
Um richtig entspannen zu können und neue Kraft zu schöpfen.
Was hieltest Du von einer Vater - Kind - Kur?
Würdest Du eine bewilligt bekommen?
Zitat von Käptn Nemo: wenn ich etwas geeignetes gefunden habe würde es mir auch sicherlich bei meiner Entscheidung helfen.
Klar.
Ich drück' Dir die Daumen, dass Du was anderes findest, wenn es soweit ist.
Zitat von Käptn Nemo: Eins würde ihr wohl erstmal reichen.
Ach so?!
Mensch, da kommste ja günstig weg.
Ich dachte, da wird viel mehr verlangt.
Okay, dann ist doch ganz einfach, am neuen Wohnort, -egal wo der ist-, erwartet sie eine Hottehü.
Pferd zahlst Du, Pflege und Unterbringung deine Tochter.

Unterschätze nicht die positive Wirkung eines Pferdes um neue Leute kennen zu lernen.
Zitat von Käptn Nemo: Trotzdem ist da natürlich auch noch das was mein Anwalt sagt - nämlich solange hier zu bleiben und das auszuhalten, bis alles vom Tisch ist und ich nichts mehr zu befürchten habe.
Ich denke er und @Gast2000 haben damit im Wesentlichen Recht.
Nur, muss es denn exakt in DEINEM Haus sein?
Konnte Dir dein RA oder jemand aus der Justiz sagen, wie lange es noch
mindestens dauern wird, bis es bei Dir weiter geht?
Ja / Nein?
Oder ein Urteil zu erwarten ist?
Ja / Nein?
Damit Du die Belastung für Dich einschätzen und dein Handeln anpassen kannst.
Zitat von Charla: Du hast inzwischen so viel geleistet, bist die Dinge bewundernswert angegangen und hilfst auch noch deiner Tochter dabei über diesen Berg an Last hinwegzukommen und gibst dein Bestmögliches, mehr kannst du nicht tun.
Das sehe ich auch so!