KäptnNemo
Mitglied
- Beiträge:
- 4134
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 8141
- Mitglied seit:
ich musste wieder erst einmal über Eure Zeilen nachdenken.
Zitat von Heffalump:Manche waren danach nicht mehr, das was Sie vorher waren.
Puh. Das klingt schon erschreckend, aber genau davor hab ich auch ein wenig Angst.
Zitat von tina1955:Mitunter macht Therapie noch mehr kaputt, kramt im Unterbewusstsein rum , in der Kindheit und dann kommen Dinge zum Vorschein, die alles nur noch schlimmer machen.
Ja, so ist das wohl und manchmal muss man vielleicht die Dinge auch einfach nur akzeptieren, weil man sie eh nicht ändern kann.
Zitat von Charla:Was bedeutet es denn für dich "nen Kerl" zu sein ?
Ich glaube, ich habe es schon einmal erwähnt in meinem Thread und ich müsste eigentlich dafür weiter ausholen um diese Frage zu beantworten. Mein Vater war halt ein Kerl, der war hart im Nehmen, alles prallte irgendwie an ihm ab, er hat sich nicht lange an traurigen Ereignissen festgekrallt und seine Gefühle hatte er auch im Griff bzw. er hat sie eigentlich so gut wie nie gezeigt. Er stand eben mit beiden Beinen im Leben und wusste genau was er wollte. Für ihn gab es keine Sackgasse und bis auf meine Mutter hätte ihn auch niemand "erreichen" können.
Über Gefühle zu reden war halt auch einfach immer ein absolutes Tabu-Thema. Das macht nur schwach.
Naja und er meinte eben oft zu mir, dass ich endlich mal ein Kerl werden soll. Ich sei viel zu weich etc.
Beispiel:
Mein Vater wäre jetzt mit der ganzen Sache ganz anders umgegangen. Der hätte auch nicht darunter gelitten, dass "Sohn" nicht von ihm sei. Er wäre sehr viel weiter als ich und würd nicht ständig rumeiern und sich nen Kopf machen und ganz bestimmt hätte er sich auch nicht vorm AM "versteckt".
Zitat von Charla:Das meinte ich übrigens als ich dir mal schrieb, du gehst meiner Ansicht nach zu hart mit dir um, hast zu wenig Mitgefühl und Verständnis für dich.
Ich weiß, es wurde hier ja schon gesagt, dass es so lange dauert wie es eben dauert. Aber mein Gefühl sagt mir eben, dass es vollkommen unnormal ist und ich doch langsam mal wieder in die richtige Spur kommen sollte. Und Mitgefühl? Wozu? Weil ich mich hab verarschen lassen? Weil ich zu blöd war es zu merken, obwohl es doch mehr Anzeichen gab (wie ich ja erst später festgestellt habe).
Zitat von Charla:Kann sein um von sich selbst abzulenken und es passt dann auch nicht wirklich, denn solange ich nicht weiss wie ich mir selbst helfen kann wird es schwierig sein anderen zu helfen.
Naja, das sehe ich schon ein wenig anders. Ich kann mir vielleicht nicht selbst helfen, aber ich kann anderen Menschen zuhören. Hier im Forum sowie auch privat. Und oft merke ich dann ja auch was mein Gegenüber genau braucht. Manchmal reicht eben auch schon einfach ein Ohr, Verständnis und einfach da zu sein. Egal wie verloren man gerade selbst ist.
Zitat von Charla:Denn wenn eine Beziehung sich überwiegend nur auf Altlasten des einen konzentriert ist der andere Partner oft damit überfordert und es fehlt die Leichtigkeit im Leben miteinander.
Das stimmt. Aber wir gehen da anders mit um und ich selbst will gar nicht, dass es permanent ein Thema ist. Ich brauche eben auch das Glück, die Leichtigkeit, die Freude daran so einen wunderbaren Menschen an meiner Seite zu haben und ganz bestimmt nicht, dass wir rund um die Uhr über Probleme, Sorgen und Ängste sprechen. Das machen wir natürlich auch, aber nicht ständig!
Zitat von Gast2000:Nemo, vor allen Dingen zwischen den Zeilen lesend, ist bei dir eine andere, viel bessere Grundstimmung zu erkennen
Das stimmt. Mir geht es auch definitiv besser als noch vor ein paar Wochen und ich weiß ja auch, dass irgendwann vielleicht wirklich alles zur Vergangenheit gehört. Nur gerade eben noch nicht ganz so vorstellbar.
Tut mir auch leid, dass ich hin und wieder so rumeiere. Ich wünschte ja selbst ich wäre schon weiter. War auch halt einfach wieder ne echt besch*ssene Nacht.
