Heffalump
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Zitat von Sleipmir:Warum habe ich soviel in diese Beziehung investiert? Die Antwort ist klar weil ich diesen Menschen mit ganzem Herzen liebe.
Ich merke auch jetzt wie ich mir selbst entgleite und ich kann nichts dagegen tun.
Bitte sei nicht böse mit mir.
Du liebst ihn oder das, was du in ihm sehen wolltest? Wären nicht seine Schulden, seine Baustellen, sein Fluchtmodus - wäre er bestimmt genau das, was du lieben wolltest, konntest und Dich befreien, von dem, was dich an dein vorheriges Leben band.
Ich bin die letzte, die das nicht nachvollziehen kann. Der Teil in mir, der sich auch an einem Menschen heftete, der mir nachweislich nicht gut tat, versteht Dich total.
Jedoch der Teil in mir, der diesem bereits entkommen ist, sieht eine wunderbare Frau, die sich für einen Mann aufarbeitet und sich ihm zur Seite stellt, als Mülleimer, als Seelenklempner. Helfersyndrom in Reinkultur.
Du hättest ihn retten können, ja? Aber wollte er sich retten lassen? Bedingt mit Tendenz zu Nein.
Hier im Forum heißt es gern, man lernt einen Menschen immer zweimal kennen, wenn er in dein Leben tritt und wenn er es wieder verlässt. Und die Zeit dazwischen ist entweder wunderbar oder destruktiv.
Du kannst viel für Dich tun. Zur Ruhe kommen. Dein Leben sortieren. Dich wiederfinden, in dem Zustand, wo du dich gerne hattest. Erkennen, wo du den holprigen Weg genommen hast - um deine investierte Liebe zu verfestigen.
Frage:
Als du diese vermüllte Wohnung geputzt hast, hat er geholfen? Was tat er in dieser Zeit? Kam dir nicht ein Gedanke, das wer so lebt, dieses Chaos auch in sich trägt? Kein Stimmchen aus dem Bauch, das vorsichtig mit der weißen Fahne wedelte und Vorsicht rufte?
Wir neigen dazu, unseren Bauch zu überhören, seine feinen Signale zu missachten und landen meist genau dort, wovor das Stimmchen warnte.
Du willst ihm immer noch helfen. Verständlich. Aber nur er kann sich helfen (lassen), wenn er innerlich dazu in der Lage ist, weil vorher besteht keine Notwendigkeit irgendetwas zu ändern. Sein Leidensdruck ist noch nicht hoch genug. Er flüchtet lieber. Und nicht jedem von uns ist es vergönnt allem davon zu laufen.
Zitat von Zweizelgänger:Bitte schieb aber nicht alles mit Medikamenten weg.
Das hilft vielleicht kurzfristig, aber das echte Verarbeiten wird da auch unterdrückt.
ja
doch es ist auch noch nicht viel Wasser die Isar runter geflossen, das sie schon darauf verzichten sollte, gib Ihr noch ein wenig Zeit.
