Sven1980
Gast
ich hoffe sehr, Ihr könnt mir mit meiner vertrackten Situation weiterhelfen, denn ich finde einfach keine Lösung.
Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich meine Ex-Freundin warm gewechselt.Wir waren 10 Jahre zusammen, Jugendliebe,
auseinander gelebt, na ja, der Klassiker halt.
Ich weiss, dass die Trennung für sie extrem schmerzhaft war und ich habe mich ihr gegenüber in der Trennungsphase auch nicht besonders menschlich verhalten. Ich wollte einfach nur sofort mit ihr und meinem alten Leben abschliessen.
Sie hat in unserer Beziehung Teilzeit gearbeitet und die restliche Zeit ehrenamtlich meine Firma mit aufgebaut.
Ich habe Sie mit meinem aprubten Weggang auch in eine wirtschaftlich prekäre Situation gebracht.
Zu diesem Zeitpunkt war ich der Überzeugung, dass dies nicht meine Angelegenheit ist.
Da wir im selben Ort leben und unsere Freundeskreise sich überschneiden, höre ich gelegentlich etwas über sie.
Sie hat es in den letzten Jahren wohl sehr schwer gehabt. Hat sich einen Zweitjob gesucht und einen Mitbewohner um über die Runden zu kommen, Autounfall und diverse Schicksalsschläge.
Das tat mir zwar Leid für Sie, aber ich befand immernoch, dass dies mich nichts anginge. Im Laufe dieses Jahres erfuhr ich, dass sie sich immermehr von ihren Freunden und ihrer Familie zurückzog.
Letzte Woche hörte ich, dass es bei ihr einen Polizeieinsatz gab, wegen häuslicher Gewalt. Sie ist jetzt wohl im Krankenhaus. Auf dem dorf spricht sich sowas schnell rum.
Seitdem fahren meine Gefühle Achterbahn. Sie war immerhin viele Jahre ein enger Mensch in meinem Leben und es tut mir unendlich weh, dass sie so leidet. Hinzu kommen extreme schuldgefühle weil ihr Abstieg mit unserer Trennung begann. Ich würde ihr so gerne helfen oder zumindest Kontakt mit ihren Freunden aufnehmen um über Dritte zu helfen.
Aber ist das angemessen? Meine Freundin hat kein Verständnis für meine Gedanken.Sie sagt das ist nicht meine Angelegenheit.Hat Sie recht? Ich bin einfach verunsichert, was das Richtige ist.
VG Sven