Tin_
Gast
Zitat von cien:Ich glaube ich bin alt genug den Unterschied zu kennen.
Vielleicht... Vermutlich sogar. Aber deine Bewertung der verschiedenen Dinge ist zu hinterfragen. Was ist dir wichtig und WARUM ist das so?
Zitat von cien:Und von "Liebe" hab ich nie geredet.
Ist es ja auch nicht. Es ist Begehren. Punkt.
Zitat von cien:Und die Liebe zu meinem Mann ist auch noch da, aber eher brüderlich. All das was du da schreibst ist da. Es reicht aber nicht für partnerschaftliche Liebe, da fehlt das Verlangen, die körperliche Anziehung und auch die romantischen Gefühle. Das gehört für mich einfach dazu.
Der andere gibt dir einfach etwas anderes und dockt bei dir an anderen Stellen an. Hier ist wieder deine Bewertung relevant: was ist dir wichtiger. Und vor allem: was erzeugt dein Begehren?
Zitat von cien:Das was mich jetzt unglücklich macht ist die Tatsache daß es dennoch nix wird (aber vielleicht wird's ja doch was ).
Und da ist die Antwort - in Klammern. Deine Hoffnung. Auf und ab, Drama, Freude, Lust und all die Gefühle, die das Butterbrot zum Butterbrot machen. Genau davon hat @Fanta1 gesprochen. Sie bewertet es aber (in meinen Augen) gesünder als du. Woher kommt dein Anspruch, wie "Partnerschaftliche Liebe" auszusehen hat? Hollywood? Romane? Denk mal drüber nach.
Zudem differenziert der Alltag. Ein Ferrari ist auch so lange begehrenswert, wie man ihn nicht hat. Wenn man ihn kaufen kann, wird er nach einiger Zeit trivial....
Hier geht es nur um deine Bewertung, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du für dich ohne zu hinterfragen diesen Hormoncocktail brauchst, dann wirst du dein Leben lang einer Sache hinterherlaufen, die dir deine Energie und somit deine Zeit und dein Leben entzieht. Das was du da willst, ist ein Zustand, der NICHT dauerhaft möglich ist. Da macht uns unser Körper schon einen Strich durch die Rechnung, weil er die Hormonausschüttung reguliert.
Ich möchte das gar nicht verurteilen, mach wie du denkst. Aber zufriedener wirst du damit (auf Dauer) nicht.