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Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

Worrior
So wild scheints doch nicht gewesen zu sein mit dem Bedürfnis nach Erfahrungsaustausch!?

#46


M
@Worrior meinst du mich? Ich bin berührt davon hier so viele Geschichten lesen zu dürfen und sehr dankbar, dass Menschen diese teilen. Ich möchte auch noch auf einige Beiträge antworten, aber wollte das nicht zwischen Angel und Tür machen, sondern in einem ruhigen Moment

x 2 #47


A


Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

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Worrior
@Mini94

Na da isse ja.

#48


M
@Essiah das finde ich wirklich schön zu hören, dass du da die Hoffnung nicht aufgibst und so viel Vertrauen in dich und deine Liebe hast. Diesbezüglich finde ich den Spruch: ,,du bist die Liebe, die du gibst und nicht die Liebe, die du bekommst.“ sehr schön, weil es zeigt dass der eigene Wert in der eigenen Fähigkeit zu lieben liegt und nicht darin, was dir andere Menschen zurückgeben.

#49


M
@Blind-Meg Dankeschön für deine Geschichte, das gibt einem Hoffnung. Würdest du sagen, dass du bisher deine Partner alle unterschiedlich geliebt hast? Ich meine nicht in der Stärke, da man das nur schwer messen kann, aber irgendwie in der Art und Weise? Man hört ja oft, dass man jeden Partner anders liebt.

Ich denke eine Sache, die mir in meinem Beziehungsbild tatsächlich nicht zu Gute gekommen ist, ist die Tatsache dass meine Eltern seit 37 Jahren verheiratet sind. Ich habe dadurch gelernt, dass man, egal was kommt, gemeinsam durch Dick und Dünn geht. Aber erst spät habe ich erkannt, was für Lasten meine Mutter teilweise durch die Ehe tragen musste. Die Scheidung stand auch schon mal im Raum, aber dann kam doch die Kurve. Ich denke, wenn deine Eltern dir das vorleben, dann tust du dich mit deinen eigenen Trennungen auch schwerer.

x 1 #50


M
@Worrior danke für deine Worte und ich denke du hast damit ins Schwarze getroffen. Beziehungen heute sind nicht mehr die Beziehungen von früher. Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, dass Verbindlichkeit immer weiter verschwindet und der Egoismus steigt. Damit soll nicht gemeint sein, dass man für den anderen sich selbst vollständig zurücknimmt, aber eine Beziehung geht auch mit einer gewissen Kompromissbereitschaft und Verantwortung einher. So denke ich jedenfalls. Und diese Verantwortung fällt vielen Menschen, gerade in meiner Altersklasse, schwer. Ich sehe ständig Beziehungen in meinem Umfeld zerbrechen und auch ich habe zwei Beziehungen, die gescheitert sind. Und manchmal habe ich Angst, dass ich mit jeder weiteren gescheiterten Beziehung, Teil des Problems werde. Ich merke auch, dass meine Angst, verletzt zu werden, steigt. Gleichzeitig weiß ich auch, wie tief ich eigentlich lieben könnte.
Vielleicht haben wir jetzt die Zeit, wo man unendliche Möglichkeiten hat, Menschen und Partner kennenzulernen, aber vielleicht ist auch das deshalb die schwierigste Zeit, um den Partner fürs Leben zu finden.

#51


M
@Manchmal_Hexe das freut mich so eine schöne Geschichte zu lesen und auch, dass ihr quasi zusammen aufgewachsen seid und euch nie endgültig verloren habt <3

#52


ElGatoRojo
Zitat von Mini94:
aber eine Beziehung geht auch mit einer gewissen Kompromissbereitschaft und Verantwortung einher.

Ist das nicht erine Binsenwahrheit? Allerdichtestes Basic? 🤔👍

#53


Balu85
Zitat von Mini94:
Ich merke auch, dass meine Angst, verletzt zu werden, steigt. Gleichzeitig weiß ich auch, wie tief ich eigentlich lieben könnte.

Tja..könnte. Irgendwann überwiegt die Vorsicht als Folge der Erfahrung.
Aber ganz allgemein denke ich leben wir in einer Zeit der Superlative...hoher schneller weiter, besser mehr usw. Es ist kein HOchwasser, es ist eine Jahrundertflut, Es ist nicht mal 4 Tage warm....sondern ein Dürresommer, Social Media: Übertreibung zum KLicks generieren. Kurz, alles normale kickt nicht mehr. Ist langweilig usw.
Auf der andere Seite sollen Menschen sich für etwas entscheiden was sie noch garnicht kennen. Bzw.eher für jemanden....das geht gar nicht.

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Ragna
Zitat von Balu85:
das sehe ich etwas anders. Denn auch im Alltag kann man in einem gewissen Rahmen eine Auszeit von diesem nehmen. Paarzeit ist sowas z.B. Aber ...

Richtig, die Kunst in einer Beziehung besteht darin, nicht den Alltag das Leben und die Beziehung beherrschen zu lassen, sondern den Alltag zu beherrschen, den Zauber des besonderen Momentes zu erkennen und genießen zu können und den Alltag, einfach Alltag sein zu lassen.

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M
@ElGatoRojo nicht jeder ist bereit Kompromisse einzugehen oder langfristig Verantwortung zu übernehmen

#56


M
@Balu85 nicht jeder technische Fortschritt kommt uns zu Gute

#57


ElGatoRojo
Zitat von Mini94:
nicht jeder ist bereit Kompromisse einzugehen oder langfristig Verantwortung zu übernehmen

Bedauerlich -- da hilft nur eine gewisse Vorsicht

#58


Balu85
Zitat von Mini94:
nicht jeder technische Fortschritt kommt uns zu Gute

Es ist nur ein Werkzeug, wie man es verwendet hängt von uns ab. Aber ich glaube manchmal das Menschen mit zu vielen OPtionen, Reizen nicht klar kommen....sie wollen mehr und immer mehr.

#59


Worrior
Wir sind vernetzt und sind mobil.
Das Netzt gaukelt uns vor zahlreiche Bekanntschaften und Freunde zu haben.
Die meisten davon kennen noch nicht mal unsere richtigen Namen.
Oft haben wir diese Menschen niemals live gesehen.
Im Prinzip sind wir ihnen so egal wie sie uns, wir sind in dieser Welt nur Daten.
Uns wird also Überfluss und Fülle an möglichen Kontakten vorgegaukelt.
User und Influencer die ein tolles Leben darstellen in Fülle und Überfluss.
Der heimliche Gedanke nagt, warum wir nicht so ein tolles Leben führen, im Vergleich zu ihnen fühlt sich unser Leben mittelmäßig an.
Der Schrei nach Selbstoptimierung drängt und dann vielleicht die Frage auf ob der/die jetzige Partner(in) überhaupt noch in dieses neue Leben passen würde?

Wieder können wir Verantwortung abgeben, haben dann sogar eine(n) vermeindlich Schuldigen.
Den jetzigen Partner, er bremst alles aus.
Dann wird die ganze Beziehungsgeschichte innerlich umgeschrieben, damit sie ins Narrativ passt.
Der fürsorgliche, aufnerksame Partner wirkt dann einengend und/oder kontrollierend.
Die Ruhe die er Beziehung gebracht hat, die Stabilität, macht ihn bequem und langweilig.
Der Fleiß und die Zielstrebigkeit die geschätzt wurde macht ihn plötzlich abwesend und emotional nicht erreichbar.
Man fühlt sich nicht gesehen.
Die Beispiele könnte man noch ewig fortsetzen

Manche Dinge, manche Menschen, weiß man erst zu schätzen wenn man sie nicht mehr hat.
Dann kommt da der Affärenmann / die Affärenfrau, Erlösung alles wird so spannend und nan redet sich ein endlich wieder gesehen und gefühlt zu werden.
Ja und die "Gefühle" natürlich.

Wenn man dann erkennt, dass man etwas Echtes gegen eine Illussion getauscht hat, dann ist schon zu viel kaputt.
Dem / der Partner(in), der/die betrogen wurde ist nur zu empfehlen die Tür zu schließen und nach sich selbst zu schauen, so weh es auch tut.

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