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Ex heiratet seine damalige Affäre

Atomicblue
Hey liebe @bifi07

fühl Dich mal gedrückt - kann es sein, dass es Dir gar nicht so sehr um Gefühle oder um deinen Ex geht, sondern eher ums Prinzip?

Du schreibst ja selber, dass es Dir weniger ausgemacht hätte, wenn er eine andere Frau geheiratet hätte.
Vielleicht fühlst du Dich auch diesen letzten Schritt jetzt etwas "entthront", denn bisher warst Du diejenige, die mit ihm verheiratet war. Und jetzt sitzt die Next auch an dieser Stelle.

Komm, pfeif drauf, sieh was Du hast: einen lieben Partner seit Jahren an deiner Seite.
Mach Dir mit ihm ein schönes Wochenende. Kuschelt euch heute abend bei einem Glas Rotwein auf der Fernsehcouch zusammen oder geht am Wochenende mal ins Kino oder zum Essen oder einfach nur mal händchenhaltend durch die Stadt oder den Park.
Sei stolz auf Dich und auf ihn und auf euch. Herzen

Und vergiss die beiden.

Und by the way, ich sehe die Hochzeit auch ganz nüchtern:

Er wird ja sicher auch um die Ende 50 oder Anfang 60 sein?
Da kann eine Hochzeit auch ganz pragmatische Gründe haben. Ich habe das bei meiner Freundin gesehen, die nun Ende 50 ist und seit 20 Jahren mit ihrem Mann in "wilder Ehe" lebte. Die haben kürzlich auch ganz heimlich still und leise geheiratet.
Sie sagte uns bei einem Treffen, dass sie es mit dem Heiraten gar nicht so hätte, ihr Mann ist auch nicht so scharf drauf, deswegen haben sie auch niemanden eingeladen oder groß gefeiert.
Aber da sie beide nun aufs Rentenalter zusteuern und eben auch immer etwas sein kann (Krankheiten, Vollmachten usw), vereinfacht eine Hochzeit einfach rein rechtlich vieles. Und vor allem wollten sie dass sie gegenseitig abgesichert sind, wenn einer von beiden mal stirbt (Witwenrente). Rein aus Liebe brauchen sie keine Ehe, sie lieben sich auch so. Aber die Sache mit der Witwenrente ist eben nicht zu unterschätzen und sie sagte selber "doppelt hält besser!"



Aber genieße Du dein Leben mit deinem Partner.

x 2 #31


Rheinländer
Ich möchte den Thread hier nicht sprengen, aber durch den Beitrag von @Atomicblue bezüglich späterer Hochzeit und Absicherung, möchte ich folgenden Aspekt noch mit einbringen :
Ich kann die genannten pragmatischen Gründe für eine späte Heirat absolut nachvollziehen. Wenn man Jahrzehnte zusammenlebt und sich dem Rentenalter nähert, werden Themen wie Absicherung, Erbrecht, Witwen- oder Witwerrente einfach greifbarer. Dass man sich rechtlich besserstellt und vieles unkomplizierter wird, steht außer Frage. Das ist ein legitimer und verständlicher Gedanke.
Trotzdem möchte ich einen Aspekt ergänzen, den viele – glaube ich – nicht ausreichend bedenken.
Ich kenne aus meinem engeren Umfeld einen Fall, der genau die andere Seite zeigt. Zwei Menschen waren seit über zehn Jahren getrennt, haben sich aber bewusst nicht scheiden lassen, um sich im Alter finanziell abzusichern. Man wollte sich gegenseitig nicht „die Rente nehmen“. Klingt erstmal vernünftig.
Dann kam alles anders: Der Mann erlitt einen schweren Schlaganfall und kann seitdem nicht mehr alleine leben, er musste ins Pflegeheim. Und weil die beiden formal noch verheiratet sind, wird meine Freundin bis auf den Selbstbehalt finanziell herangezogen. Und zwar dauerhaft – solange, bis ihr (Noch-)Ehemann verstirbt oder sie selbst.
Das bedeutet konkret: Ein Großteil dessen, was sie sich über Jahrzehnte erarbeitet hat, fließt nun in die Heimkosten. Vermögenswerte werden herangezogen, Einkommen wird geprüft – alles. Und das kann sehr schnell gehen. Ein Schlaganfall, ein Sturz, eine Diagnose – gerade im höheren Alter ist das leider keine theoretische Möglichkeit.
Wenn man also mit dem Gedanken „Absicherung im Alter“ heiratet oder verheiratet bleibt, sollte man auch wissen: Diese Absicherung funktioniert in beide Richtungen. Sie kann Schutz bedeuten – aber eben auch finanzielle Verpflichtung bis an die Grenze des Selbstbehalts.
Ich möchte hier keine Angst schüren. Aber ich finde, man sollte die Entscheidung wirklich ganzheitlich betrachten.
Was die Themen Vertretung, Auskunft und medizinische Entscheidungen betrifft: Dafür braucht es nicht zwingend eine Ehe. Mit Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Auskunftsvollmachten kann man heute sehr viel regeln. Ich habe das selbst so gelöst – für meine Partnerin und meine Kinder – und es gibt keinen Bereich, in dem sie im Ernstfall weniger handlungsfähig oder informiert wären als ein Ehepartner.
Mir geht es einfach darum, dass man bei aller verständlichen Sorge um Witwenrente und rechtliche Vereinfachung auch die möglichen Risiken im Pflegefall mitdenkt. Gerade im höheren Alter kann das schneller Realität werden, als man glaubt.
Absicherung ist wichtig – aber sie sollte bewusst und mit Blick auf alle Konsequenzen erfolgen.

x 7 #32


A


Ex heiratet seine damalige Affäre

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Sonnenschein85
Zitat von Atomicblue:
Hey liebe @bifi07 fühl Dich mal gedrückt - kann es sein, dass es Dir gar nicht so sehr um Gefühle oder um deinen Ex geht, sondern eher ums ...

Genau. Oft gibt es pragmatische Gründe. Und selbst wenn nicht, du wirst keinen Unterschied spüren. Und du hast eine gute Beziehung. Fokussier dich darauf und genieße diese anstatt Energie in deinen Ex zu investieren.

x 3 #33


bifi07
Zitat von Rheinländer:
im Ernstfall weniger handlungsfähig oder informiert wären als ein Ehepartner.

Das ist bei dem Hausarzt meines Lg anders. Als ich einmal mit ihm hingefahren bin, durfte ich nur mit rein, wenn ich nichts sage Geschocktes Gesicht
Bei seiner Praxiskollegin war das ganz anders. Sie und auch die Helferinnen haben mich unterstützt, als er einen medizinischen Notfall hatte...der zum Glück gut ausgegangen ist Küssen

x 2 #34


bifi07
Zitat von Rheinländer:
Trotzdem finde ich ein Mindestmaß an Kontakt wichtig – allein wegen der Kinder

Unsere sind zum Glück schon erwachsen. Sollten wir uns wegen ihnen treffen (müssen), benehme ich mich ganz normal. Ich brauche nur keinen Kontakt (mehr) außerhalb.
Früher hab ich lange gehofft, dass wir irgendwann freundschaftlichen Kontakt haben könnten, aber dafür hatte er sich zu sehr verändert. Das ging innerhalb Minuten....von "normal" bis fremd.
Und dann ist so viel passiert, was mich auch verändert hat.

x 5 #35


C
Zitat von Atomicblue:
Und vor allem wollten sie dass sie gegenseitig abgesichert sind, wenn einer von beiden mal stirbt (Witwenrente).

Ja. Und da muss ich ehrlich sagen, dass mich das in unserem Fall (ein ganz klein bisschen) ärgert, also, dass Next die voraussichtlich einkassieren wird. Wird ein ordentliches Sümmchen sein - und ich glaube nicht, dass ein solcher Fall dem ursprünglich gedachten Konzept einer Witwenrente entspricht - also, dass diese die Partnerin bekommt, mit der man keinerlei "Aufbauarbeit" geleistet hat. Ist aber natürlich ein völlig anderer Fall als das von die beschriebene Paar, das schon lange zusammenlebt und sich dann noch entschließt, zur gegenseitigen Absicherung im Alter noch zu heiraten. Das kann ich gut nachvollziehen.
Zitat von Rheinländer:
Das bedeutet konkret: Ein Großteil dessen, was sie sich über Jahrzehnte erarbeitet hat, fließt nun in die Heimkosten. Vermögenswerte werden herangezogen, Einkommen wird geprüft – alles.

Das ist dann natürlich die andere Seite, das ist richtig. Wäre bei uns kein Thema gewesen, weil wir ja nicht verheiratet waren.

War jetzt aber auch etwas OT - sorry, möchte den Thread auch nicht sprengen.🌷

x 1 #36


bifi07
Ich war einmal verheiratet und das reicht mir auch, da bin ich etwas altmodisch.
Aber wer weiß, vielleicht ändere ich meine Meinung "auch"😉

x 1 #37


Milly85
Zitat von bifi07:
Vor nicht allzu langer Zeit beteuerte er, dass er nie wieder heiraten würde.

Wieso „beteuert“ er dir das? Was hat das denn mit dir zu tun? Ob er heiratet oder nicht, spielt doch in deinem Leben keine Rolle? Und du bist doch selbst wieder vergeben, da spielt es doch 3fach keine Rolle? Wieso solltet ihr überhaupt noch Kontakt haben, obendrein wo er auch noch eine Affäre hatte? Zu viele Fragezeichen tun sich bei mir auf….

x 3 #38


bifi07
Zitat von Milly85:
Wieso „beteuert“ er dir das? Was hat das denn mit dir zu tun? Ob er heiratet oder nicht, spielt doch in deinem Leben keine Rolle? Und du bist ...

Er hatte das nicht mir direkt beteuert, sondern auf der Hochzeit unserer Tochter während eines Gesprächs mit den Tischnachbarn gesagt. Mir wurde es von meiner Schwester zugetragen die den Eindruck hatte, dass sein weiblicher Part aber gerne wollen würde.

Mein Ex hatte schon immer Probleme damit, wenn ich keinen Kontakt wollte...und ich war zu gutmütig, um dann die Reißleine zu ziehen, auch aufgrund unserer Kinder und weil ich die leise Hoffnung hatte, dass wir irgendwann freundschaftlich miteinander umgehen konnten.
Das war etwas, was uns beiden nach der Trennung sehr gefehlt hatte.
Durch seinen Beruf als Reisebusfahrer hatten wir sehr viel Kontakt via Handy.
Für mich war es damals sehr schlimm durch die Trennung auch meinen besten Freund zu verlieren.

x 3 #39


D
das die EX großteils die sich Getrennt haben immer wissen wollen was der oder die EX macht verstehe ich nicht bei mir war sie Geschichte als sie die Türe geschlossen hat, während sie immer die Kinder ausgefragt hat,als meine Tochter sagte sie dürfen nichts von Daheim erzählen, obwohl ich nie gefragt habe, habe ich ihr gesagt das es mich nicht interessiert.

ganz interessiert war sie ja als Next auftauchten und wollte mir nur Prügel vor die Beine werfen, obwohl bei ihr schon der Next vor der Türe stand als sie ging

x 1 #40


bifi07
Direkt nach der Trennung fing er an von Ihr zu erzählen, leider zu viel🙄
Sie hatten damals eine "Pause", was wohl schon mal vorgekommen war. Er hat furchtbar drunter gelitten und da das nicht unbemerkt blieb, hat er mir gebeichtet. Wer weiß, wann es sonst herausgekommen wäre.

#41


Atomicblue
Zitat von bifi07:
Er hatte das nicht mir direkt beteuert, sondern auf der Hochzeit unserer Tochter während eines Gesprächs mit den Tischnachbarn gesagt. Mir wurde es von meiner Schwester zugetragen die den Eindruck hatte, dass sein weiblicher Part aber gerne wollen würde. Mein Ex hatte schon immer Probleme damit, wenn ich keinen ...


Okay, aber er kann vor zwei Jahren bei der Feier zum Thema heiraten X gesagt haben und nun überlegt er sich doch Y.

"Mein Ex hatte schon immer Probleme damit, wenn ich keinen Kontakt wollte...und ich war zu gutmütig, um dann die Reißleine zu ziehen, auch aufgrund unserer Kinder und weil ich die leise Hoffnung hatte, dass wir irgendwann freundschaftlich miteinander umgehen konnten."

Woran haperte es, dass ihr nach all den Jahren keinen wirklich freundschaftlichen Kontakt zueinander aufbauen konntet?
Er wollte ja auch den Kontakt, auch wenn er viel auf Achse war.
Liegt es daran, dass Du die Trennung nie so ganz akzeptiert hast und immer gehofft hast, dass es doch nochmal zwischen euch einen zweiten Frühling geben könnte?

#42


C
Zitat von Atomicblue:
Okay, aber er kann vor zwei Jahren bei der Feier zum Thema heiraten X gesagt haben und nun überlegt er sich doch Y. "Mein Ex hatte schon immer ...

Ich finde, "freundschaftlich" muss nicht sein. Ich möchte meinen Ex ganz sicher nicht zurück, schon lange nicht mehr - aber mein "Freund" ist er auch nicht. Ich behandle ihn und Next freundlich, höflich und respektvoll, wenn Interaktion nötig ist - das reicht vollkommen, finde ich.

Es mag sicher Fälle geben, in denen ehemalige Partner/innen befreundet bleiben. Dann passt das für die. Ich glaube aber nicht, dass man daraus, dass keine Freundschaft besteht, schließen kann, dass man nicht abgeschlossen hat.

x 1 #43


bifi07
Zitat von Atomicblue:
hast, dass es doch nochmal zwischen euch einen zweiten Frühling geben könnte?

Nein, das war ziemlich schnell klar, dass das nicht mehr passieren wird.
Als er damals meinte, er hätte sich für mich entschieden, kam aber gar nichts mehr von ihm, eher das Gegenteil. Und als ich dann meinte, dass es besser wäre, er würde gehen, meinte er, er hätte das Gefühl, dass er wieder zurück käme. Ich weiß auch nicht, aber da war mir schon klar, dass das nicht der Fall ist.
Seine Veränderung und meine Verletzung haben es wohl nicht möglich gemacht.

x 1 #44


Sonnenschein85
Zitat von bifi07:
Er hatte das nicht mir direkt beteuert, sondern auf der Hochzeit unserer Tochter während eines Gesprächs mit den Tischnachbarn gesagt. Mir wurde es ...

Meistens klappen Freundschaften nicht nach einer Trennung. Und wenn neue Partner im Spiel sind ist es umso schwieriger. Ich verstehe aber: Es ist eine schöne Vorstellung sich nicht ganz zu verlieren.
Wahrscheinlich ist ein loslassen aber irgendwann sinnvoll.

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A


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