Zitat von bifi07: dass ich das Recht hätte, auch nach dieser Zeit noch verletzt zu sein.
Was hat das mit Recht zu tun? Verletztheit ist ein emotionaler Zustand und der fragt nicht danach ob er empfunden werden will. Er ist halt einfach da.
Die Verletztheit schadet nur dir, ihm nicht. Ich denke, du leidest darunter, dass er munter, flockig und locker sein Leben weiterlebt, zu neuen Ufern aufbricht, während du noch auf der Stelle trittst.
Auch du darfst mal einen Schritt weitergehen und dich von der kleinmütigen Verletztheit verabschieden. Loslassen ist auch eine Entscheidung für sich selbst.
Ob er jetzt die Affäre heiratet oder die Nachbarin oder sonstwen, müsste für dich keine Rolle spielen. Auch in dieser Ehe wird der Alltag eintreten und er wird wieder dieselben Fehler wiederholen, die er schon immer gemacht hat.
Gönne es ihm doch, aber das Verharren in der Verletzung blockiert dich und hindert dich dir ein besseres Leben zuzugestehen. Jeder hat sein eigenes Tempo, das ist wohl wahr. Aber wenn man will, kann man es auch ein wenig beschleunigen. Es kratzt halt am Ego, wenn der Ex. wieder heiratet, noch dazu die Exaffäre. Zu einer neuen Frau hat es halt nicht gereicht, also kramt er in der Mottenkiste rum. So kannst Du das auch sehen und schon ist es weniger schlimm.