Mit so vielen Antworten habe ich nun gar nicht gerechnet, erstmal vielen Dank dafür!
Natürlich kann man sagen, dass ich selbst Schuld bin, wenn ich keine Kond. verwendet habe. Ja, im Nachhinein frage ich mich auch, wie ich so unvorsichtig sein konnte, jetzt bereue ich natürlich, nicht zusätzlich verhütet zu haben.
Ich wollte sie ja verwenden, mehrmals sprach ich dieses Thema an, sie wollte absolut nicht, dass wir sie zusätzlich benutzen, das kam mir anfangs komisch vor, weil es damals auch kein Problem für sie war, aber irgendwo hatte sie ja auch recht, als sie sagte, dass diese nur stören würden, sie sagte auch mehrmals, dass sie keine Lust mehr hätte, wenn wir diese auch noch verwenden, erstens wären sie ihr zu nervig und zweitens bräuchte sie dann keine Pille mehr nehmen. Mir war nicht sonderlich wohl dabei, da sie mir aber versicherte, dass sie die Pille regelmäßig einnimmt und weil ich ihr glaubte, dass sie definitiv noch kein Kind möchte, habe ich die Kond. weggelassen, eigentlich mehr ihr zuliebe, etwas Angst war immer dabei.
Ich werde gerade schon wieder sauer, weil ich nicht verstehe, wie man so dreist sein kann, ich kann es einfach nicht begreifen.
Morgens sah ich wie gesagt immer, wie sie die Pille nahm, meist verschwand sie im Anschluss direkt im Badezimmer, kam aber recht zügig wieder, heute glaube ich, dass sie dort die Pille wieder ausspuckte, geschluckt hatte sie diese sicher nicht, auch wenn sie mir dies vorspielte.
Ich bin doch nicht darauf gekommen, dass sie so etwas tut, ich habe an alles gedacht, nur nicht daran, dass sie mich mit der Pille belügt.
Heute fällt mir vieles auf, was ich einfach nicht bemerkte. Sie wollte auch immer häufiger mit mir schlafen, meist fand ich es schon zu viel, sie hatte es wohl einfach nur darauf abgesehen, möglichst schnell wieder schwanger zu werden. Als es dann soweit war, war ich sofort abgeschrieben.
Vielleicht war ich blind und ich hätte durch einige Anzeichen darauf kommen sollen, doch wer denkt daran? Ich hatte ihr sehr vertraut, ich hatte nie an ihrer Ehrlichkeit gezweifelt, sie klang wie gesagt sehr glaubwürdig. Sie ging mit mir zum Frauenarzt und nahm die Pille vor meinen Augen, zumindest tat sie so, da dachte ich nicht, dass sie mir etwas vormacht.
Für das Kind werde ich da sein, das steht fest, das Kind kann nichts dafür. Wahrscheinlich wird noch so einiges auf mich zukommen, wenn sie mir den Kontakt zum Kind verbieten möchte.
Momentan ist nichts zu machen, sie lässt nicht mit sich reden, blockt mich ab und ist wahnsinnig aggressiv, ich erkenne sie nicht mehr wieder.
Noch sind es ein paar Monate, das Kind ist ja noch nicht da, aber wenn es da ist, möchte ich mich gerne drum kümmern, ich werde nicht sagen, dass ich mit dem Kind nichts zutun haben will, auch wenn es nicht geplant war.
Später hätte ich gerne Kinder mit ihr gewollt, ich mag Kinder, es war immer mein Wunsch, irgendwann Kinder zu haben, das weiß sie auch. Nur jetzt wollte ich halt noch keins, dafür gibt es noch zu viele Baustellen und auch fühle ich mich noch nicht bereit.
Nun ist es passiert, wenn auch ungewollt, nun werde ich die Verantwortung tragen, wenn sie es zulässt.
Mit ihr kann ich mir keine Beziehung mehr vorstellen, auch wenn ich sie noch immer sehr liebe, sie hat mich zu sehr enttäuscht, ich glaube, dass ich das nicht verzeihen könnte.
Damals habe ich mich nicht gut verhalten, ich habe ihr viele Vorwürfe gemacht, ich habe Dinge gesagt, die weh taten und mir heute leid tun, es waren Dinge, die ich nicht hätte sagen dürfen. Ja, ich habe auch mal gesagt, das ich nicht weiß, ob ich die Beziehung weiterführen kann, ich weiß, dass es ein großer Fehler war, es war aber nur der Schock, ich wäre nicht gegangen!
Ich hätte sie mehr unterstützen sollen, ich hätte mehr für sie da sein sollen, an manchen Tagen war ich das nicht. Ich war einfach so überfordert, dass ich selbst nicht mehr klar denken konnte,
ich war mit allem überfordert, ich hatte auch Schwierigkeiten, mich in ihre Gefühle hineinzuversetzen, sie war ungeplant schwanger und freute sich, was ich nicht verstehen konnte, da es in mir ganz anders ausschaute. Sie war nurnoch am weinen, machte mir ebenfalls haufenweise Vorwürfe, die immer wieder im Streit endeten, sie hatte viele Beschwerden, ihr ging es psychisch und auch körperlich schlecht, sie hatte halt einige Beschwerden, die in der Schwangerschaft typisch sind. Ich konnte nicht damit umgehen, das gebe ich zu, es hatte mich total aus der Bahn geworfen, ich war nicht mehr ich selbst.
Ich habe ihr aber nie gesagt, das sie abtreiben soll, diese Worte habe ich nie ausgesprochen, ich habe ihr immer nur klar gemacht, dass ich dieses Kind nicht möchte, dass ich es nicht kann, dass es mir zu früh ist. Sie hatte vieles versucht, um meine Meinung zu ändern, sie war überzeugt davon, dass wir es schon hinkriegen werden, heute tut es mir leid und weh, dass ich es nicht einsehen wollte.
Mein Verhalten war schäbig, so viel ist mir klar.
Ich sagte ihr, dass ich es akzeptieren werde, wenn sie es behält und auch, wenn sie es nicht behält, ich sagte ihr, dass es an ihr liegen würde.
Einen Vaterschaftstest werde ich natürlich machen. Ich gehe aber davon aus, dass es von mir ist, zeitlich passt es zumindest genau. Aber vertrauen kann ich ihr nicht mehr, daher werde ich diesen Test einfordern.
Schwanger ist sie definitiv, sie hatte mir ein Foto gesendet und auch den Test, unsere gemeinsame Freundin sagte mir auch, dass sie mit zum Frauenarzt fuhr, es besteht kein Zweifel.
Sie zog meine Reaktion ins lächerliche, sie machte sich sogar darüber lustig, dass ich auf sie reingefallen bin, ich hätte wirklich platzen können, ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe und auch noch immer fühle.
Ich weiß natürlich, dass die Pille nicht zu 100% schützt. Daher war mir auch nie so ganz wohl dabei. Wäre es durch einen "Unfall" passiert, dann wäre es auch nicht toll gewesen, aber weniger schlimm, als es jetzt ist, dann hätte ich gesagt, dass wir es schon schaffen werden, ich habe aus meinen Fehlern und meinem damaligen Verhalten gelernt gehabt.
Aber das, was jetzt ist, ist gerade einfach die Hölle.
