whynot60
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Zitat von Gefühlsmensch88:Dadurch bin ich schon wieder dabei mich zu fragen, ob es wirklich die richtige Entscheidung war und sie sich nicht doch noch ändern kann bzw. will.
Um nur mal diesen Punkt herauszugreifen: Was würde passieren, wenn sie sich ändern würde? In dem Sinne, wie es Dir vorschwebt? Dass da eben diese Anziehung ist, liegt eben daran, dass sie ist, wie sie ist.
Wenn Du Dir sozusagen eine Partnerin auf dem Reißbrett ganz für Dich selber zusammenzimmern könntest - meinst Du, Du würdest die dann auch nur im Geringsten lieben, begehren usw.?
Eine solche "Partnerin" wäre ein Nichts, eine schwache Blaupause von Dir selber.
Das Sinnvolle ist vielmehr, möglichst gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie man damit umgeht, wenn eben ein Konfliktfall eintritt.Oder einer von beiden in eine melancholische, einsamkeitsbedürftige, zurückgezogene oder sonstige Stimmung verfällt. Ohne dass wieder gleich diese Trennungsdrohungskarte gezogen wird - und damit eskaliert.
Liebe ist doch, zumindest nach meinem Verständnis, den anderen noch dann einfach in den Armen zu halten und ihm das Gefühl zu geben, nicht alleine auf dieser Welt zu sein, selbst wenn sie untergeht.
Nun kenne ich Deine Freundin natürlich nicht, und natürlich mag sie, wie man sagt, ein "schwieriger" Mensch sein. Aber jedenfalls, generell gesagt, sind gerade die "schwierigen" Menschen immer weitaus interessanter als die "unschwierigen", weil eben ihre Natur, wenn man so will, eine deutlich vielfältigere ist.
Und wenn man damit selber etwas anfangen kann, dann wird das eigene Leben ja nur bereichert dadurch.
Aber klar - manche haben zwar einen Garten, aber machen daraus einen Rasen, den sie dann noch mit der Nagelschere nachstutzen, und bekommen schon die Panik samt Unkautvernichtungsmittelzwang, wenn sich da vielleicht mal ein Bennnesselchen zeigt.
Ich hoffe, Du verstehst mich richtig! Es liegt an Dir, wie weit Du seelisch schwingen kannst (und auch das bitte wieder richtig verstehen und nicht im Sinne der Esoterik), ohne dass es Deine Grenzen zersprengt.
Das heißt ja beileibe nicht, sich alles bieten zu lassen, aber es heißt, seine Grenzen klar zu machen und nicht, gewissermaßen als Vorsichtsmaßnahme, gleich einmal Trotzreaktionen abzufeuern.
Und dann noch etwas, weil Du das auch erwähnt hast (in der Art: manipuliert sie mich (oder so etwas in dieser Art)).
Das ist ja auch so eine Geschichte, diese Manipulation. Wie soll Dich jemand manipulieren, wennn Du selber Dich nicht manipulieren lässt und immun bist dagegen?
Man kann sich doch nicht immer in die Opferrolle begeben und meinen, in dem Fall, der andere sei gewissermaßen der Manipulationstäter.