Gefühlsmensch88.
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Ex zurück ? Herz sagt ja/ Kopf sagt nein
ErstellerGefühlsmensch88
Erstellt am31 Juli 2025
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Gefühlsmensch88
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31 Juli 2025
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#1
Hallo an das Forum und alle Admins.
Ich bin Neuling und heute das erste Mal hier. Ich habe mich den ganzen Tag während meiner Arbeit durch diverse Themen gelesen.
Leider stecke ich gerade dermaßen im Gefühls - und Gedankenchaos fest, dass ich nicht mehr klar denken kann und die für mich hilfreichen Infos nicht wirklich aus diversen Beiträgen herausfiltern kann.
Ich hoffe daher, dass hier vielleicht der/die ein oder andere, mir in irgendeiner Art und Weise helfen kann. Mein nächster Schritt wäre ansonsten der weg zur Psychotherapie.
Ich muss einiges stark zusammenfassen, sonst würde der Text das Internet sprengen.
Um einige Fakten vorweg zu nehmen:
Ich bin 37 Jahre alt, Gesellig, offen, aktiver Lebensstil, einfühlsam, fürsorglich, Familienmensch, sensibel, viele Freunde, viel Kontakt mit Familie, schöne Kindheit trotz Scheidung der Eltern. Weiß was ich will und mir in einer Beziehung wünsche.
Meine Ex Freundin ist 34 Jahre alt und leider/zum Glück meine Arbeitskollegin. Außerdem hat Sie einen 4 jährigen Sohn.
Sie hatte eine sehr schwierige Kindheit, emotionaler Missbrauch von Vater und teilweise Mutter, schwarzes Schaf der ganzen Familie, kein Wunschkind, immer an allem Negativen schuld, alles nie mit professioneller Hilfe aufgearbeitet, nur durch Lesen von Büchern.
Keine Freunde bzw mit allen keinen Kontakt mehr, Ex Freunde waren meistens ehemalige Arbeitskollegen, keine Beziehung länger als 1 Jahr, emotional oft extreme, überraschende, scheinbar grundlose Überreaktionen, teilweise den Anschein erweckend als hätte sie 2 Persönlichkeiten.
Außerdem erzählte sie mir zeitversetzt 2 Versionen davon, wie ihr Sohn entstanden sei und warum es " keinen Vater" gibt, was ich ihr bis heute einfach blind vor Liebe glaubte und mein Mitgefühl zeigte usw usw.
Ich gab ihr trotz allem was sie mir erzählte , mein volles Vertrauen und meine ganze Liebe von Herzen. Versicherte ihr dass ich sie für nichts verurteile und ein besseres Leben für sie und mit ihr schaffen will.
Nach 4 Monaten Honeymoon Phase, wo auch mit ihrem Sohn alles perfekt lief und wir uns schon als kleine Familie sahen, begann auf einmal eine Abwärtsspirale, mit zwischenzeitlichen Höhen in Form von: 2 gute Wochen, dann wieder 2 schlechte Wochen, 1 gutes Monat, dann wieder ein schlechtes Monat.
Kein Vertrauen ihrerseits mehr, große Verlustängste ala ich komme nie wieder zurück wenn ich Mal mit Freunden fortgehe weil ich dort ja sicher ne bessere Frau kennenlerne. Große Eifersucht auf meine Familie usw usw.
Grund für diese Negativität war laut meiner Freundin, dass sie dachte ich würde schneller, "ruhiger" werden, meinen aktiven Lebensstil aufgeben, mich weniger mit Freunden treffen, nicht immer gleich springen wenn meine Familie mich braucht. Kurz gesagt wäre ihre ideal Vorstellung, wir 3 (Freundin , kind, ich) und sonst brauchen wir niemanden. In der Zeit merkte ich auch, dass sie nur sehr schwer mitfühlend sein kann und fast keine Empathie für andere Menschen zeigen kann.
Der einzige Mensch für den sie alles irgendwie hinbekommen hat und auch genug Energie hatte, war ihr Sohn.
Ich könnte hier noch etliche negative aber auch positive Momente aufzählen. Es war nach diesen 4 Monaten ein andauerndes Auf und Ab. Ich wollte aber nicht gleich aufgeben und den liebenswerten Menschen in ihr stärken.
Je mehr ich das versuchte, desto schlechter behandelte sie aber leider auch mich. Dann wieder ein Lichtblick, sie wüsste, dass sie emotional instabil ist und werde es schaffen sich zu ändern. Tags darauf dann plötzlich wieder mal eine totale Überreaktion inklusive Ritzen am Unterarm.
Ich denke man kann bis hierhin erahnen wie sehr ich mit mir kämpfen musste um nicht aufzugeben und trotzdem noch die Frau die ich liebte, zu sehen.
Natürlich ist bei allem was passierte auch klar, dass ich auch ein Mensch mit Fehlern bin und nicht immer richtig reagieren konnte , so wie sie es braucht
Irgendwann kam der Punkt an dem ich spürte, dass es ihr gut geht wenn es mir schlechter geht. An dem Punkt angekommen beschloss ich mich das erste Mal zu trennen. Erleichterung, Befreiung von dieser ganzen Negativität.
Ein paar Tage danach dann trotzdem das Gefühl, dass ich sie vermisse. Ich sah sie ab und zu in der Arbeit. Das Gefühl wurde stärker. Ich dachte mir, das kann nicht sein, sie ist ein so lieber Mensch, sie kann sich sicher ändern. Leider hatten wir auch telefonisch keinen Kontakt Abbruch vollzogen. Sie war also trotz Trennung meinerseits, allgegenwärtig.
Mittlerweile, nach insgesamt 9 Monaten Beziehung und 6 Monaten neuer Versuche und Trennungen, bin ich bei Trennung Nr4 angelangt. Alle Trennungen meinerseits. Diese Entscheidung musste immer ich treffen. Im Allgemeinen musste ich immer gefühlt alles entscheiden und wenn es nicht das war , was sie wollte, war es die falsche Entscheidung.
Alle neuen Versuche die Beziehung zu retten wurden übrigens aufeinanderliegend nach einem Schäferstündchen beschlossen. Der Sex war nämlich das einzig konstante, perfekte und Gute in unserer Beziehung.
Der Unterschied nach Trennung Nr4 ist der Kontakt Abbruch meinerseits, außerhalb der Arbeit.
Und gerade dieses "entgültige" 4te Mal, tut jetzt am meisten weh und ich vermisse sie so sehr.
Dadurch bin ich schon wieder dabei mich zu fragen, ob es wirklich die richtige Entscheidung war und sie sich nicht doch noch ändern kann bzw. will. Eine Paar Therapie war für sie übrigens nie denkbar, weil die würden sie ja alle nicht verstehen. Genauso wurde mein Vorschlag, sie soll ihre Kindheit in einer Einzeltherapie aufarbeiten, mit großer Abwertung abgelehnt.
Trotz all diesem Gefühlschaos und dem ewigen Auf und Ab, ist sie in der Arbeit mittlerweile schon wieder die nette Kollegin in die ich mich verliebt habe und mit der ich einfach super über alles reden kann.
Ich denke man kann den Text und der Art wie ich ihn geschrieben habe sehr gut entnehmen, wie chaotisch es in meiner Gefühlswelt aussieht und dass ich nicht mehr weiß was ich fühlen und denken soll bzw ob ich meinen Gefühlen und Gedanken gerade überhaupt trauen kann.
Daher meine Fragen an mich selbst und hiermit auch an euch:
Manipuliert sie mich schon wieder oder noch immer emotional ?
Wie kann man so jemanden eigentlich nach all dem.was passiert ist noch lieben bzw noch Gefühle für sie haben ?
Wie kann ich ernsthaft über den nächsten Versuch nachdenken die Beziehung zu retten, obwohl auch meine Familie und Freunde mir raten mich endlich von ihr zu lösen um wieder frei für eine neue Liebe zu sein ?
Wieso will ich immer noch nur die süße, nette , hübsche Kollegin in ihr sehen mit der ich mir ja schon so ein schönes Leben vorgestellt hatte ?
Vielen Dank im vorraus, dass ihr euch diesen langen, chaotischen Text antut.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen. LG euer Gefühlsmensch88