Zitat von Armin86: Wenn ich aber auszieh, steht der nächste auf der Matte,und dann hat sie ihren Traumprinzen.
Und dann soll sie zu mir zurück kommen?
Ja, vielleicht muss sie ja erst mal einen Traumprinzen verschleißen, bevor sie sieht, dass da auch nicht alles Gold ist, was glänzt.
Vielleicht wird sie auch mit dem Traumprinzen happy für den Rest ihres Lebens.
Vielleicht kommt der Traumprinz auch wenn du im Keller hockst, und sie schmeißt dich für den Traumprizen raus.
Vielleicht darfst du dir auch vom Keller aus anschauen, wie sie mit dem nächsten Traumprizen grillt.
Vielleicht kommt aber auch gar kein Traumprinz daher, obwohl du ausziehst.
Es besteht hier kein ursächlicher Zusammenhang.
Du hast es nicht in der Hand. Da ist nichts, was du kontrollieren kannst. Du kannst weder deine Frau beeinflussen, noch einen potentiellen Traumprinzen.
Was du kontrollieren kannst ist, ob du ein erstrebenswerter Partner wirst, oder ob du dich wieder und wieder und immer noch weiter ins Abseits schießen willst.
Und, um nochmal meine Bauchschmerzen anzubringen: "Wenn ich sie nicht bekommen kann, dann darf sie auch um keinen Preis einen anderen haben", "Ich darf keinesfalls die Kontrolle verlieren!"
Tschuldigung, ich weiß, das willst du schon gleich dreimal nicht hören, aber das ist der Stoff, aus dem "Familiendramen" gemacht sind.
Zitat von Armin86: Weil sie dann jemand kennen lernt und glücklich ist.
Wieso soll sie dann wieder zu mir kommen?
Sie hat dich nicht verlassen, weil sie mit einem anderen glücklich werden wollte, sondern weil sie mit dir kreuzunglücklich war.
Schau, ich möchte dich auf noch eine Zwickmühle hinweisen, vor der du bezüglich Ex Zurück stehst:
Du sagst, dass du ihr so richtig noch nie vertraut hast.
Z.B. weil sie auch in deiner Anwesenheit regelmäßig geflirtet hat. (Ob jetzt deine Eifersucht "pathologisch" war, oder ob ihre Flirterei "too much" war, das wäre getrennt zu betrachten)
Dann hat sie dir letztlich bewiesen, dass sie nicht vertrauenswürdig ist, indem sie die Nießbrauchssache durchgezogen hat.
Und jetzt vertraust du ihr nicht, dass sie dich im Falle einer Trennung halbwegs fair behandelt, und du vertraust ihr nicht, dass sie sich nicht dem nächsten an den Hals schmeißt, wenn du das letzte Bröselchen SCHEINkontrolle aufgibst.
Auf ihrer Seite so ähnlich.
Sicher trägt Eifersucht nicht dazu bei, ein vertrauensvolles Miteinander zu etablieren.
Es wird für sie bestimmt nicht vertrauensbildend gewesen sein, dass du mit eurem größeren Sohn so schlecht konntest.
Es wird für sie sicher nicht vertrauensbildend gewesen sein, dass du den Schwager vom Hof gemobbt hast, usw.
Und die Affaire, die Selbstmorddrohung und deine weiteren Aktionen beweisen umso mehr, dass du nicht vertrauenswürdig bist.
Eine Beziehung ohne Vertrauen funktioniert nicht. Ihr habt ein komplettes Leben miteinander aufgebaut, ihr habt monetäre und ideelle Werte geschaffen, ihr seid enorme Verpflichtungen eingegangen... Wie soll das gehen, ohne Vertrauen?
Und wenn kein Klima des Vertrauens mehr da ist, wird sich mindetens einer, meistens beide, rausziehen. Das wäre auf ihrer Seite z.B. die Nießbrauchsgeschichte, und auf deiner Seite Wutausbrüche, Eifersucht, Affaire.
Wenn du jetzt, wie du es gerade tuts, auf dem Boden kriechst, und alle Schuld auf dich nimmst, ist die Partnerschaft zum Scheitern veruteilt, selbst wenn es nochmal was wird. Deine Ideen mit Paarzeit usw. ändern nichst am Vertauensproblem. Auf beiden Seiten.
Ich könnte mir vorstellen, aber das ist weit aus dem Fenster gelehnt, dass das der Grund war, warum du nochmal zu deiner Affaire zurück bist: Du hast festgestellt, dass du jetzt erst mal ganz lange im Büßerhemd laufen musst, dass aber die Vertrauenskrise, die auf BEIDEN Seiten ja immer noch besteht, genauso weiterbesteht, und sich ihre Bereitschaft, daran zu arbeiten eher noch verringert hat.
Und in genau dieser Situation bist du immer noch:
Du kriechst konsequent im Büßerhemd auf dem Boden rum, aber wenn das was werden soll, muss ja auch sie nicht nur dich wieder als Partner akzeptieren, sondern auch selber akitiv daran arbeiten, dass die Vertrauenskrise gelöst wird.
Dazu reicht es nicht, dass du sie weichkochst. Das kannst du nicht durch Druck erreichen. Sie muss von sich aus wollen, und auch bereit sein, ihre Anteile an der Vertrauenskrise anzuschauen.