@Ninchen, hab ich auch nur geklaut. Ist aus dem YT-Kanal "Healthy Gamer".
Zitat von Armin86: Mich wunderts langsam selbst nicht mehr das was mit mir nicht stimmt seit wir in der Therapie meine Kindheit durchnehmen
Gut, dass Du Dir langsam bewusst wirst, warum Du tust, was Du tust. Dann kommst Du auch an die Stelle, an der Du das für Dich ändern kannst.
Zitat von Armin86: Ich möchte ja nur das sie mich anhört
Stimmt nicht. Du möchtest, dass sie dich 1. anhört, 2. ihre Meinung ändert, 3. Dir wieder Zugang zu ihren Ressourcen gewährt und 4. Dir 2 Tage lang besteht, wenn Deine Gefühle mit Dir Schlitten fahren und Du in Depression und Nerveninfarkt versinkst.
Sei ehrlich zu Dir selber.
Blödes Beispiel, aber: ich wollte auch nicht "nur diese eine" Ziga*ette, sondern dass der Suchtdruck nachlässt. Also 1 Schachtel pro Tag an jedem Tag oder neue Synapsen im Kopf.
Zitat von Armin86: Ja, das ich ihr sagen kann was ich ändern möchte und sie dann darauf aufmerksam wird bevor sie nicht mehr hinschaut
Weiß Sie doch alles schon längst. Hast Du ihr schon hundert Mal gesagt und versprochen. Musst Du ihr nicht nochmal erzählen. Wird sie nicht beeindrucken bzw. wenn, dann nur negativ.
Und geh mal getrost davon aus, dass sie, solange Du eure gemeinsamen Kinder bei Dir hast, ganz genau hinschauen wird. Auch wenn sie unbeteiligt wirkt, entgeht ihr mit Sicherheit nichts.
Zitat von Armin86: Vielleicht habe ich erst dadurch gemerkt das trotz Probleme, Tanja die Frau ist die ich möchte.
Ich wünschte, man könnte diese Stelle markieren und sie Dir in 3 Jahren zum nochmal lesen zuschicken. Gegen das Gefühl, das Dich dann fluten wird, ist der offene Hosenstall in der 8. ein Spaziergang.
Sei ehrlich. Tanja ist nicht die Frau, die Du möchtest, sondern die Frau, die Du (aktuell noch) brauchst.
Frag mich mal, wie lange ich "leidenschaftlicher Raucher" war. Als wäre das eine bewusste, gut abgewogene Wahl meinerseits gewesen. Alles Selbstbetrug.
Wenn Du tief in Dich reinschaust, wirst Du erkennen, dass Du gar nicht der Mann sein möchtest, dem eine Frau 18 Jahre lang den Rücken streicheln muss, damit er halbwegs aufrecht durchs Leben gehen kann.
Wenn Du sie liebst, willst Du nicht, dass das ihr Job ist.
Dann willst Du nicht, dass sie die Demütigung, von Dir zwei Mal betrogen worden zu sein, einfach vergisst oder verdrängt. Dann wünschst Du ihr einen stabilen Mann, der sie auffangen kann, wenn ihr alles zu viel wird und sie am Rad dreht. Der dann nicht ebenfalls ausflippen muss, weil sein Fels in der Brandung zu wanken droht.
Armin, vielleicht bist Du in 3 Jahren der Mann, den Tanja verdient hat. Aber vielleicht ist es auch leichter für alle Beteiligten, die verbrannte Erde nicht weiter umzugraben und die Aschehaufen festhalten zu wollen, sondern woanders auf besserer Erde nochmal neu anzufangen.
Ich verwette meinen Couchtisch, dass Du nicht erst so zu ihr bist, wie Du derzeit (immer noch) zu ihr bist, seit sie den Nießbrauch hat eintragen lassen. Ich glaube, dass Du schon länger als 18 Jahre so bist und ihr euch immer mehr gegenseitig angetan habt.
Und was bei ihr schief gegangen ist, dass sie sich in einen so farbblinden Mann wie Dich verliebt hat, wird sie auch nochmal für sich klären müssen, wenn sie nicht in dieselben Muster wieder reintappen will.
Was aus meiner Sicht Deine größte Motivation sein sollte, ein besseres Leben mit oder ohne Tanja führen zu wollen, sind Deine Jungs.
Auch die dienen Dir derzeit noch zur Co-Regulation. Wenn Du deren Vater sein darfst, geht es Dir besser. Und wenn Du keinen Zugang hast, geht es Dir schlechter. Und derzeit ist Dir der Zugang zu Deinem Ehemedikament noch wichtiger als das daneben stehende heulende Kind.
Sobald es Dir aus eigener Kraft besser geht, kannst Du die Haustür loslassen und es ertragen, dass Tanja den Jungen tröstet und nicht Dich.
Und dann lastest Du auch nicht mehr zentnerschwer auf Deiner (Ex-)Frau. Und dann werden ihre und Deine Kapazitäten frei, den Jungs wirklich zugewandt zu sein. Sonst verschleppen sich Deine Kindheitstraumata ungebremst in die nächste Generation und Du wirst als alter Mann Deinen Kindern dabei zusehen müssen, wie sie um Zuwendung betteln und dabei Scheiben zu Bruch gehen, oder sie sich beim Co-Regulieren ihrer Partner verausgaben und ständig Scherben zusammen kehren müssen.
Zeig den Jungs, dass es anders geht. Und dafür brauchst Du Tanja nicht. Es fühlt sich derzeit nur so an.