Zitat von Armin86: Es ging darum wann wir kommen, weil sie noch Grillzeug hat das weg muss.
Wenn die Kinder zum Grillen heimkommen sollen, der Vater geplant hat auswärts zu essen, dann ist es legitim das man ihn mit essen lässt nach dem man seine Pläne durchkreuzt hat und man weiß er hat nichts zu Hause.
Wieso soll sie für Dich Grillzeug aus der TK auftauen, wenn sie welches hat, das weg muss?
Das ergibt keinen Sinn.
Kann es sein, dass Deine Wahrnehmung gerade nicht akkurat ist und aus den Begebenheiten vor Ort und den Filmen in Deinem Kopf eine Geschichte wird, die sich im realen Leben ganz anders abgespielt hat, aber zu schmerzhaft auf Defizite hindeutet, um sie erinnern zu können?
Das wäre jedenfalls nicht ungewöhnlich und passiert vielen mit Deiner Hormonstruktur.
Dann solltest Du jedoch Deinen inneren Stimmen nicht zu viel Gewicht geben und Dir viel aufschreiben, um nach 2 Tagen oder einer Woche Deine erinnerte Geschichte mit den Aufzeichnungen abzugleichen, bevor Du auf falscher Grundlage agierst.
Die Antwort jedes "normalen" Menschen in dieser Situation wäre gewesen: "Mein Umgang geht bis 19 Uhr und die Jungs haben bei Übergabe dann schon gegessen."
Fertig, aus, kein Streit und Bahn frei für einen schönen Tag mit den Jungs.
Dass Deine Ex mit ihrer Bemerkung, dass sie noch Grillfleisch hätte, Deine angeblich lang gehegten "Pläne durchkreuzt" ist ebenfalls nicht logisch.
Vereinbare mit Deiner Ex den Umgang auf feste Tage und feste Uhrzeiten und ob die Kinder gefrühstückt bzw. mit Abendbrot im Bauch übergeben werden. Fertig aus.
Aber Du willst ja im Grunde diese Anlässe, Dich an Deiner Ex abzureiben und ihr Dein Leid klagen zu dürfen und ihre Reaktion zu bekommen. Andererseits willst Du ihr aber auch zeigen, wie sehr Du Dich geändert hast. Und scheiterst mehrmals die Woche an diesem Spagat. Du gehst ihr ja nicht aus dem Weg. Du wirfst Dich regelmäßig wimmernd vor ihre Füße und verlangst Beachtung. Und verstehst nicht, dass Du aus ihrer Sicht ENDLICH GEHEN sollst. Du merkst das erst, wenn sie "verp. Dich!" schreit. Und dann ist Dein von der Beschimpfung verletztes Ego immer noch größer als der Verstand.
Damit bist Du zum Scheitern verurteilt. Bzw. verurteilst Dich selbst zum Scheitern.
Findest Du Dich denn selbst gerade liebenswert?
Und wenn Du schon seit Tagen nicht gegessen hättest, ist das dennoch nicht mehr ihr Problem.
Was Du verlangst, ist zum einen ein Elternumgang, wie er zwischen befreundeten Ex-Paaren üblich ist, die sich vor längerer Zeit friedlich getrennt haben und nicht mehr unter einem Dach wohnen. Und zusätzlich verlangst Du von Deiner Ex, dass sie Dich nach wie vor reguliert wie eine Mama ihr Kleinkind. Beides steht Dir aktuell nicht zu. Dafür müsstest Du sie in Frieden lassen und ausziehen. Das hat Dein Kopf auch verstanden. Doch Du gehorchst Dir selbst nicht, stehst Dir selbst im Weg.
Denn tatsächlich nimmst Du jeden Kontakt zum Anlass, Dich wieder in ihr Leben zu wanzen.
Und findest nachträglich Begründungen, warum Dir das zusteht:
"dann ist es legitim, wenn man ihn mit essen lässt".
Erkennst Du, dass Du damit zugibst, dass es Dir wieder nur darum ging, Deiner Ex auf die Pelle zu rücken?
Und was viel schlimmer ist: Nur dafür benutzt Du auch noch die Kinder. Die spüren ganz genau, ob sie um ihrer selbst Willen geliebt und versorgt werden, oder als Püppchen zu Demonstrationszwecken für andere herhalten müssen.
Du wolltest Deine Jungs nicht so verletzen, wie Du als Kind verletzt wurdest.
Dann tu es auch nicht.
Es liegt allein in Deiner Hand.
Ein Vater hat Essen für seine Kinder im Haus.
Du stehst es Dir immer so, dass Tanja Dir was schuldet. Und zwar genau das, was Du denkst, was Dir zusteht oder das, was Du aus Zwängen heraus glaubst, haben zu müssen. Wag es nie wieder von Liebe zu reden, wenn Du von Deiner Ex sprichst. Das, was Du empfindest und das, was Du mit ihr machst, hat mit Liebe nichts zu tun.