Zitat von Fenjal: wenn du im Forum etwas quer liest, wirst du etliche Beziehungen oder Ehen finden, in denen der fremdgehende Part zurückgenommen wurde, vor allem dann, wenn Depression im Spiel war.
Mit deiner Einschätzung der Monogamie führst du die 2.0er ad absurdum.
Nein das tue ich eigentlich nicht. In monogamen Beziehungen ist Treue eine Grundvoraussetzung an die sich grundsätzlich beide Partner halten. Hält sich ein Partner nicht daran, so ist dem anderen Partner selbst überlassen, ob er/sie verzeihen möchte oder nicht. Tanja hat sich beim ersten Mal entschieden zu verzeihen und beim zweiten Mal nicht. Das ist legitim, aber irgendwie scheinst Du ihr das Absprechen zu wollen à la, sie soll sich mal nicht so anstellen.
Zitat von Fenjal: Natürlich hat er Fehler gemacht, das räumt er auch ein,
Für meinen Teil zu wenig. Wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt, es wirkt einstudiert und nicht wirklich reflektiert. So als hätte man ihm beigebracht, Du musst nur dies und jenes sagen und dann kommst gut. Für mich ist da keine echte Reue zu erkennen, leider...
Zitat von Fenjal: nur ich persönlich glaube nicht dass Charaktereigenschaften wie Grundprägung sich in 18 Jahren grundlegend verändert haben.
Das denke ich grundsätzlich auch, aber wenn die beiden sich kennenlernten und er damals eben noch treu und kein Trinker war, dann war mal schon vieles ok. Dann hat sich aber der Alk. entwickelt und die Untreue kam und dann ist das sehr wohl einschneidend für eine Partnerschaft. Und so wie ich las, hat er Tanja so oft Besserung und Veränderung versprochen und nie geschah was. Just in dem Moment, als sie sich trennte wollte er dann die Veränderung. Und selbst jetzt geht diese eigentlich so gut wie nicht voran. (Ausser die Trinkerei)
Zitat von Fenjal: Natürlich kann man Eigenschaften verstärken oder abschwächen, meine logische Schlussfolgerung ist, der Te hier hat in den 18 Jahren Ehe den Hof auf Vordermann gebracht, sonst hätte ihm der Altbauer gezeigt, dass er im Silo landet, wenn er die Frucht betritt.
Das mit dem Altbauer ist eine Spekulation. Aber ja, da hast Du nicht unrecht, dennoch hätte Armin nicht zu allem ja und Amen sagen müssen. Er hätte die Bereiche separat betrachten können.
- Haus: Hier hätte er nicht ins Grundbuch gemusst und nicht die Kredite bedienen müssen ohne Mitspracherecht
- Nebenerwerb: Eigene Firma gründen die auf seinen Namen läuft (wäre ja dann nicht ortgebunden im Falle der Trennung)
- Wild: War ganz offensichtlich sein Hobby
Zitat von Fenjal: Jetzt muss er sich natürlich sortieren und es sollte zu fairen Abfindung kommen, hier heisst es immer noch, wer jahrelang die Felder bestellt hat, sollte nicht ohne Korn vom Hof gehen.
Da gehe ich mit und hier sehe ich auch die einzige Verantwortung bei Tanja, dass sie sich ebenfalls bewegen muss.