Zitat von Armin86: Sie hat Klipp und klar gesagt das wird nix mehr egal was ich tue + ich soll und muss bei ihr nichts mehr tuen.
Du...
Ja, sie hat ihr Verhalten geändert.
Nachdem du heulend in Carport lagst, und ganz deutlich gezeigt hast, dass du mit der Situation nicht umgehen kannst, mit der durchaus im Raum stehenden möglichen Konsequenz, dass sich der Vater ihrer Kinder das Leben nimmt, oder aber sie mit zunehmender Intensität stalkt. Ja. Stalkt.
Mit ihrem jetzigen Verhalten kann sie dich halbwegs stabil halten, auch für ihre Kinder, und kann zumindest für den Augenblick verhindern, dass du allen das Leben zur Hölle machst, sei es durch blöde Aktionen oder dadurch, dass du deine Familie zum Mitleiden zwingst.
Also, in meinen Augen gibt es zwei Möglichkeiten:
A: Es ist der Anfang von einem Anfang
B: Es ist der Anfang vom Ende und der Versuch, dich stabil und halbwegs berechenbar zu halten.
Was es ist, können weder du, noch wir hier wissen. Ich halte Möglichkeit B für Wahrscheinlicher.
Aber gehen wir es logisch an.
Du gehst aktuell ganz fest von Möglichkeit A aus. Ich werde dir erklären, warum das ein Problem ist, und warum es in jedem Fall schlauer ist, von Möglichkeit B auszugehen.
Wenn wir es kombinieren, gibt es 4 Kombinationen von Ihren Absichten und deinen Annahmen.
1. Es ist ein Anfang vom Anfang, und du gehst von einem Neuanfang aus.
2. Es ist ein Anfang von einem Anfang, und du gehts davon aus, dass es ein friedliches Ende sein soll
3. Es ist der Anfang vom Ende, und du gehst von einem Neuanfang aus
4. Es ist der Anfang vom Ende, und du gehst davon aus, dass es ein friedliches Ende sein soll
Kombination 1.
Kann kurzfristig erst mal gut gehen.
Kann.
Großes Aber: wenn überhaupt ist der Anfang noch so fragil, dass der Traum jederzeit wie eine Seifenblase platzen könnte. Und dann wirst du, nach deiner eigenen Einschätzung, komplett zusammenbrechen. Und das je mehr, je länger die Seifenblase existiert.
Weiter sind deine/eure Probleme ja zu einem guten Teil eben aus deiner Arbeitswut entstatnden, mit der du jetzt versuchst, von dir zu überzeugen. Sprich, du versuchst, das Problem mit dem Verhalten zu lösen, mit dem das Problem entstanden ist.
Und schlussendlich vergibst du dir/ vergebt ihr euch die Chance, wirklich zu schauen, wirklich zu heilen, wirklich auf Null zu setzen, wirklich zu schauen, was will ich, was willst du, wie kann ein gemeinsames Leben ausschauen, wenn ihr jetzt einfach nach und nach zur Tagesordnung übergeht, was ja zumindest deine Taktik zu sein scheint.
Schlussendlich, wie dir ja langsam selber dämmert, wirst du nie wissen, ob deine Frau aus Liebe und freiem Willen mit dir zusammen ist, oder ob nur deine emotionale Erpressung funktioniert hat. Du wirst dich am Ende des Tages vermutlich wieder nicht wirklich geliebt fühlen.
Ich habe es für mich mal auf den Punkt gebracht: Um wirklich "JA" zu einer Beziehung zu sagen, müssen beide Partner die innere und äußere Freiheit haben, auch "NEIN" sagen zu können. Sonst ist das Ja nichts wert. Sich die innere und äußere Freiheit für das "Nein" zu erkämpfen, ist ein wahnsinnig wichtiges und lohnendes Ziel.
Kombination 2: Gibt dir die Möglichkeit, dich erst mal zu schützen, falls die Seifenblase doch platzt. Gibt dir ein Minimum an Flexibilität, nicht über jedes Stöckchen zu springen, das sie dir hinhält. Gibt dir die Möglichkeit, persönlich weiter zu wachsen, und die neu aufkeimende Beziehung aktiv mitzugestalten, anstatt lediglich zu reagieren.
Also, selbst wenn ihr Verhalten ein gutes Zeichen ist, macht es Sinn, sich zumindest innerlich auf den worst case vorzubereiten. Selbst wenn es gut und wie gewünscht ausgeht, wird die Sache viel nachhaltiger, oder überhaut erst mal nachhaltig sein, wenn du dich weiger auf die Beziehung konzentrierst, sondern mehr darauf, wie du ein stabiler Partner sein kannst, und was du willst, und was nicht.
Kombination 3: Aus naheliegenden Gründen katastrophal, und genau der Zug, den wir Foris hier gerade mit Vollgas auf den Abgrund zurasen sehen. Du würdest, nach deinen eigenen Worten, das überhaupt nicht verkraften. Wirklich der Worst Case.
Kombination 4: Nicht schön für dich, aber immerhin könnt ihr dann gemeinsam an einer friedlichen Elternebene arbeiten. Dadurch, dass du dich schon mit dem möglichen (wahrscheinlichen?) Ergebnis auseinandergesetzt hast, wirst du wohl sehr lange traurig sein, aber nicht komplett abstürzen. Es ist brutal wichtig, nicht komplett abzustürzen, wenn es nicht so ausgeht, wie man es geplant hat.
Du siehst also, ganz egal wie es ausgeht, es ist NIE von Nachteil, sich innerlich auf eine mögliche Trennung vorzubereiten. Es ist IN JEDEM FALL von Nachteil, wenn du dich nur auf die Beziehung und darauf, wie du ihr kurzfristig gefallen kannst, zu fixieren.
DAS ist der Grund, warum wir dir hier so ziemlich einhellig raten, was wir dir raten.