alleswirdbesser
Mentorin
- Beiträge:
- 30276
- Danke erhalten:
- 71595
- Mitglied seit:
Zitat von Pinkstar:Der Vater führt ein neues Leben und damit muss die Kindsmutter leider klar kommen. Alles andere ist kontraproduktiv für das Kind!
Ich verstehe trotzdem nicht warum man dem Vater so viel Spielraum einräumt: neues Leben, neue Partnerin, neues Kind, sein Job natürlich. Und die Mutter des gemeinsamen Kindes, kämpft lediglich um die Betreuungsmöglickeit des Kindes, wie es bereits zwei Jahre praktiziert wurde, damit sie lediglich arbeiten gehen und die Miete bezahlen kann. Was ist daran so abwegig? Sie schiebt das Kind nicht ab, um mehr Zeit für ihren neuen Partner zu haben, es geht lediglich um ihre Arbeitszeiten, die mit Kinderbetreuung schwer zu vereinbaren sind, da Schichtarbeit. Mein Exmann hat auch Schicht gearbeitet, wir komnten uns Kinder leisten, weil ich erstens zurück gesteckt hatte, zweitens Arbeitszeiten hatte, die mit Kita Vormittagsbetreuung kompatibel waren. Sowas schafft man zusammen. Hätte ich ihn verlassen und die Kinder bei ihm gelassen, wäre es ihm schier unmöglich sie allein zu betreuen. Er hätte sie bei seinen Eltern unterbringen müssen. Und das wäre sicher nicht sein Plan gewesen, so auch die TE, sie hat nicht beim Zeugen des Kindes daran gedacht, dass sie nach einem Jahr allein steht und die Schichtarbeit für sie zum Verhängnis werden würde. Und solange der Vater des Kindes sie unterstützt hätte, konnte sie es regeln. Seine neuen Forderungen stellen nun ihr Leben erneut auf den Kopf, wie vor zwei Jahren schon die Trennung mit einem einjährigen Kind. Sie muss erneut sich umstellen und umorganisieren, weil der Vater des gemeinsamen ! Kindes seine Lebensplanung ändert und ihr die Hilfe entzieht, die sie zwei Jahre lang bekommen hatte. Und zwar um arbeiten zu gehen und selbst für ihr Lebensunterhalt sorgen zu können wohl gemerkt. Sie hätte nach der Trennung zu Hause bleiben können und Trennubgsunterhalt kassieren und das nicht zu wenig. Wäre das der richtige Weg?
Und ich will nicht wissen, was man hier schreiben würde, wenn sie anstelle des Exmannes gegangen und ihm das Kind überlassen hätte, um am neuen Liebesnest zu basteln und weitere Kinder in die Welt zu setzen. Hätte man in dem fall dem Kindsvater gesagt heul und beschwer dich nicht, sie hat ein recht darauf, du und das Kind sind schnee von gestern, nur ihr neues Leben zählt? Sei froh, wenn sie das Kind jedes zweite Wochenende besucht, das tut nicht jede Mutter..... Hätte das hier jemand geschrieben? Soviel zum Thema Gleichberechtigung und Augenhöhe. Warum werden Väter, die ihre Kinder betreuen als Helden dargestellt. Sind sie nicht ebenso dazu verpflichtet, ist das falsche Wort, aber ihr wisst was ich meine? Warum hat ein Mann immer die Freiheit zu gehen und die Frau soll schauen wie sie von heute auf morgen das oder die Kinder komplett allein betreut, selbst wenn sie auch berufstätig ist. Ich weiß dass es schon immer so ist und war. Ich weiß auch, dass es genügend alleinerziehende Väter gibt oder solche, die das Wechselmodell ausüben. Ich verstehe nur die Vorwürfe nicht, mit denen die TE hier konfrontiert wird.