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Fehlende Mutterliebe

Spreefee

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Zitat von Lebensfreude:
zum Glück können unsere Eltern ihren Enkeln die Liebe geben, die wir gebraucht hätten.
Als würde die Liebe eine Generation überspringen.
Was daher kommen kann, dass unsere Eltern einen emotionalen Bruch mit ihren Eltern hatten.


Das kann ich so nicht sagen. Meine Kinder hat meine Mutter, außer den Ältesten abgelehnt. Er war das erste Enkel meiner Eltern. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass sie mir ihn entfremdet hat, mit Geld und anderen Zuwendungen.

Sie behandelte meine anderen Kinder ganz anders. Auch Zuwendungen bekamen sie nie gleich. Ob Schokolade, Geschenke oder anderes.

Zitat von Geheimnis:
Ich glaube das können nicht alle Großeltern. Die machen bei den Enkeln dort weiter wo sie bei den eigenen Kindern aufgehört haben.


Je nach dem, wer so macht, wie sie wollen.

28.05.2020 19:23 • #181


Grätchen

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Zitat von KBR:
@Grätchen

So habe ich das noch nie gesehen. Ich denke mal darüber nach.

Bisher ging ich davon aus, dass es um das reine Nicht-Genügen ging.


Also, für mich ist das klar wie Kloßbrühe. Er verpasst dir einen Dämpfer, damit der Erfolg dir nicht zu Kopf steigt. Du hast trotz aller Widrigkeiten geschafft, wozu er nicht die Chance, den Mut oder das Talent hatte.
Vielleicht warst du sogar noch so überheblich und hast ihm sein Versagen unter die Nase gerieben, als du freudestrahlend von deinem Erfolg erzählt hast.

28.05.2020 19:34 • x 1 #182



Fehlende Mutterliebe

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KBR


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Zitat von Grätchen:
Also, für mich ist das klar wie Kloßbrühe. Er verpasst dir einen Dämpfer, damit der Erfolg dir nicht zu Kopf steigt. Du hast trotz aller Widrigkeiten geschafft, wozu er nicht die Chance, den Mut oder das Talent hatte.
Vielleicht warst du sogar noch so überheblich und hast ihm sein Versagen unter die Nase gerieben, als du freudestrahlend von deinem Erfolg erzählt hast.


Nein, das habe ich wohl nie. Denn da schließt sich der Kreis wohl zu einigen von uns. Meine Erfolge waren für mich immer selbstverständlich i.S.v. oft mit harter Arbeit erworben.

Mein Weg war eher, ihm deutlich zu machen, dass er alles in seiner Macht stehende für seine Familie getan (was die Versorgung angeht) und es keinen Grund für seine Minderwertigkeitsgefühle gibt, die ihn eben zu diesem bitteren Menschen machen. Mein Weg war bisher, ihm deutlich zu machen, dass ich das anerkenne.

Ein Beispiel: Ich schrieb ja schon, dass ich das Camping hasste. Ich wurde auch nicht müde, das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu betonen, so lange ich denken kann. Heute weiß ich, dass es weniger das Camping war, das mich abtörnte, als die familiären Rahmenbedingungen. Denn natürlich gab es schöne Zeiten. Ich war frei zu tun, was Kinder damals tun wollen. Ich konnte durch die Wälder streifen, toben, baden und wir hatten immer Boote. Ich habe stundenlang in Büchern vergraben am Strand verbracht. Ich kam erst abends hungrig, schmutzig und verbrannt zurück.Wir fuhren nachts mit unserer kleinen Segelyacht aufs Meer, um ein Feuerwerk von dort aus zu sehen oder auf eine Insel, die genau so war, wie Kinder sich eine Pirateninsel vorstellen. Dort grillten wir in einer kleinen Bucht usw. Zu diesen Anlässen sind meine liebsten Familienbilder entstanden. Für all das bin ich dankbar. Ich bin auch dankbar dafür, dass ich sowohl auf dem platten Land, als auch am Meer und in der Stadt aufwachsen konnte.

Wie dem auch sei, ich nörgelte bis ins Erwachsenleben über das Camping herum. Wie gerne wäre ich auch mal woanders im Urlaub gewesen. Ich war neidisch auf die Klassenkameraden, die nach Spanien, Griechenland oder Ägypten flogen.

Als ich erwachsen war, ergab sich aus einem Gespräch, dass die Geldnot meine Eltern zum Camping veranlasst hatte. Sie wollten, dass wir wenigstens irgendeinen Urlaub haben konnten, dass wir eine Kindheit in der Natur erleben konnten und Toben, Schwimmen, Segeln, Rudern, Kajak fahren, Zelten etc., wenn schon das andere nicht ging. All das sparten sie sich mehr oder weniger vom Munde ab. Als ich den Antrieb meiner Eltern plötzlich verstanden hatte, habe ich mich geschämt für meine ewige Meckerei.

Mein Blick auf das alles ist also heute ein anderes als als Kind und Jungerwachsene. Ich versuche seitdem meine Wertschätzung für das Ansinnen meiner Eltern zum Ausdruck zu bringen. Manchmal versuche ich, meinem Vater das Selbstbewusstsein zu geben, dass er nicht hat. Natürlich gelingt das nicht und es ist auch nicht meine Verantwortung, aber überheblich habe ich mich wohl allenfalls ihm gegenüber verhalten, wenn er seine Stammtischparolen zum Besten gegeben hat.

28.05.2020 20:15 • x 3 #183


Grätchen

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@KBR

Entschuldige, ich wollte damit nicht sagen, dass du dich tatsächlich überheblich verhalten hast, sondern dein Vater es womöglich so empfunden hat.
Sieh es mal so: Dein Vater hat sich (zeitlebens?) minderwertig gefühlt, weil er das nicht erreicht hat, wovon er geträumt hat und das Geld nur zum Campen reichte. Vielleicht fand er Campen auch gar nicht so toll und hat es, wie du schon sagtest, nur den Kindern zuliebe gemacht, weil es besser als nichts ist. Und dann kommt von allen Seiten nur Genörgel.

Ist ja nur eine Vermutung. Aber was denkst du, wie dein Vater sich gefühlt haben muss? Er gibt sein Bestes, und statt Dankbarkeit, wird ihm indirekt seine eigene Unzulänglichkeit um die Ohren geworfen.
Und dann machst du auch noch Abitur, studierst, du hast ein Diplom. Erfolg auf voller Linie.
Für jemanden mit geringen Selbstwertgefühl kommt das doch fast einer Provokation gleich. Schaut her, was ich aus meinem Leben gemacht habe! Was ich erreicht habe!
Dass du nachträglich deine Wertschätzung zeigst und versuchst, ihm zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen, macht es vielleicht noch schlimmer, nach dem Motto: Naja, Paps, du hast zwar nichts im Leben erreicht, aber passt schon. Hast dein Bestes gegeben (hat halt nur nicht gereicht).

Ich kann auch total daneben liegen. Ich kann mir nur gut vorstellen, dass es so sein könnte. Jemand mit geringem Selbstwertgefühl hat oft irrationale und verquere Gedanken und versteht völlig harmlose Aussagen oder Verhaltensweisen als versteckten Angriff auf sich selbst. Und da spreche ich jetzt aus eigener Erfahrung.

28.05.2020 20:51 • x 1 #184


KBR


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@Grätchen

Danke für Deine Überlegungen. Ich habe das nicht als Vorwurf genommen. Im Gegenteil, ich nehme es, um darüber nachzudenken und werde das auch weiterhin tun. Es lohnt sich immer, die Dinge auch von anderen Seite zu betrachten und für sich zu prüfen.

Tatsächlich glaube ich aber bis heute tatsächlich, dass mein Vater seinen Kindern nur den größten Erfolg wünscht und nicht missgünstig ist. Ich finde, das widerspricht dem nicht, dass er sich vielleicht aus sich selbst heraus, aber sicher nicht von uns, auf seinen Platz verwiesen sieht. Wie viele Eltern versteht er natürlich nicht, was Erfolg heute bedeutet und wie das Berufsleben sich verändert hat. Es ist einfach nicht mit damals vergleichbar. Ohne Wertung, denn das würde zu weit führen. Ich habe auch viel von ihm gelernt; vor allem Handwerkliches. Manchmal überrasche ich mich selbst wegen der Fachgespräche, die ich mit dem Personal führe, und wundere mich, woher ich das eigentlich habe. Das kann nur von ihm sein.

Ja, was das Genörgel mit meinen Eltern gemacht hat, kann ich mir lebhaft vorstellen. Aber unabhängig vom Camping bleibt, dass sie es ausgerechnet da machen mussten, wo es immer Streit gab, wo die Kinder und die Frau immer zwischen die Fronten gerieten. Davon kann ich das, was meine Eltern uns zu ermöglichen versucht haben, nicht trennen, denn alles stand unter dem Einfluss negativer, oft aufgewühlter, Atmosphäre und Drama.

Sie hätten es ja auch sein lassen können oder einfach auf einen anderen Campingplatz gehen. Es gab immer Gründe, warum das nicht geht. Genauso wie es seit 20 Jahren Gründe gibt, warum man ausgerechnet jetzt nicht umziehen kann, obwohl man totunglücklich ist mit seinem Vermieter, seinen Nachbarn usw. Es gibt keine Gründe als eben den, dass Empörung und Bewertung bezogen auf das Verhalten anderer Lebensinhalt ist.

Aber alle litten. Meine Mutter mochte nicht gern aufs Wasser, die Tochter nörgelte ständig herum, der Sohn .. weiß ich nicht mehr .. blieb jedenfalls bei mir zuhause, sobald meine Eltern das erlaubten (fand ich ätzend. Da hatte ich dann auf einmal an den Wochenenden mit der mühsam erkämpften Unabhängigkeit die Verantwortung für einen 10jährigen, und war noch dazu unter Beobachtung, während meine Eltern an die Küste fuhren).

Zitat von Grätchen:
Naja, Paps, du hast zwar nichts im Leben erreicht, aber passt schon. Hast dein Bestes gegeben (hat halt nur nicht gereicht).


Da bin ich schon einen Ticken subtiler unterwegs Naja, es ist auf jeden Fall nicht die Intention meiner Botschaften, aber Du hast natürlich Recht, dass es dennoch so ankommen könnte.

Ich habe kein Problem damit, ihm zu sagen, dass ich manches erst heute verstehe und anders sehe oder mich für mein Genörgel zu entschuldigen, weil ich erst spät die Absicht hinter allem erkannte.

Ich finde, daran ist nichts Herablassendes. Herablassend wäre es, wenn ich sagen würde: Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht.

Aber ich fürchte, ich okkupiere hier mit meinem Famiien-Bla den Thread. Das wollte ich gar nicht. Es ging ja eigentlich um die Mütter.

Sorry dafür! @all

28.05.2020 21:20 • x 3 #185


Grätchen

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Zitat von KBR:

Aber ich fürchte, ich okkupiere hier mit meinem Famiien-Bla den Thread. Das wollte ich gar nicht. Es ging ja eigentlich um die Mütter.

Sorry dafür! @all


Finde ich übrigens gar nicht
Ich finde eure Geschichten alle total interessant. Nicht nur wegen der Gemeinsamkeiten, die sich da ab und an heraus kristallisieren, sondern auch, weil es mir hilft, meine eigene Situation zu beleuchten. Als Außenstehender kann man fremde Geschichten objektiver betrachten.

Es gibt bestimmt Erlebnisse in meiner Kindheit, wo es nötig wäre, sie genau so objektiv zu analysieren, wie ich es bei dir gemacht habe (und ich hoffe, das war nicht anmaßend von mir). Vielleicht sehe ich manche Dinge dann auch mit ganz anderen Augen -auch wenn das nichts entschuldigt.

28.05.2020 21:39 • x 2 #186


KBR


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Zitat von Grätchen:
ich hoffe, das war nicht anmaßend von mir


Nein, im Gegenteil. Ich freue mich immer über andere Sichtweisen und Anregungen. Als Alleinstehender hat man ja auch oft kein Regulativ, also niemanden, der einem mal sagt: Das könnte man aber auch so und so sehen. Oder: Da hast Du jetzt aber wirklich überreagiert. Oder: Ich verstehe Dich. Oder, oder, oder.

Umso schöner, wenn man es dann von außen bekommt.

28.05.2020 21:49 • x 2 #187


Emma75


Zitat von KBR:
Ich konnte durch die Wälder streifen, toben, baden und wir hatten immer Boote. Ich habe stundenlang in Büchern vergraben am Strand verbracht. Ich kam erst abends hungrig, schmutzig und verbrannt zurück.Wir fuhren nachts mit unserer kleinen Segelyacht aufs Meer, um ein Feuerwerk von dort aus zu sehen oder auf eine Insel, die genau so war, wie Kinder sich eine Pirateninsel vorstellen. Dort grillten wir in einer kleinen Bucht usw. Zu diesen Anlässen sind meine liebsten Familienbilder entstanden.

Das klingt toll und auch danach, dass Deine Eltern Euch mit ihren kleinen Mitteln einen wirklich schönen Urlaub bereiten wollten - diese Bilder kannst Du wie ein Schatz in Dir behalten!
Gerade im Urlaub zeigt sich oft die Familienstruktur sehr deutlich. Meine Mutter sah Urlaub immer als 'Pause von den Kindern' - obwohl mein Vater auch im Alltag zu Hause das meiste übernahm, trotz 14 Stunden Praxis am Tag.
Im Urlaub las sie, sonnte sich, inszenierte sich im Bikini und mein Vater spielte mit uns am Strand, schwamm usw. Er brachte mir schwimmen bei, mit ihm baute ich Sandburgen und er brachte uns auch im Urlaub wie immer ins Bett, während sie nörgelte, dass das zu lange dauert.
Aus den Urlauben habe ich meine Mutter nur als entfernte Person mit großen Sonnenhüten und schicken Bikinis in Erinnerung.
Erstaunlicherweise spielten sich die Urlaube mit meinem ExMann und meinen Kindern exakt genauso ab - ich spielte mit den Kindern am Strand, brachte ihnen schwimmen bei, baute Burgen und mein Exmann saß weit entfernt mit Handy in der Hängematte und meckerte, wenn das ins Bett bringen zu lange dauerte. Meine Kinder erzählten mal, dass sie gar nicht mehr genau sagen können, welcher Urlaub vor oder nach der Trennung war, da der Vater quasi nicht anwesend war. Mist! Ich habe meine Mutter geheiratet! Krass!

29.05.2020 07:19 • x 4 #188


KBR


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@Emma75

Jetzt musste ich lachen über Deinen letzten Satz. Sorry dafür. Er las sich so entgeistert.

Ich kann nicht erkennen, ob ich jemals in Partnern meine Mutter oder meinen Vater gesucht habe. Nach meiner Wahrnehmung immer eher das Gegenteil - also entschlusskräftige Macher mit Ideen und Esprit und Ambitionen.

Dass es eben auch die guten Seiten gab, machte es ja immer alles so schwierig. Das lesen wir hier im Forum ja auch oft genug, wenn es um Paarbeziehungen geht. Ich denke, in verwandtschaftlichen Beziehungen bzw. bei denen von Kinder zu ihren Eltern ist aber das Gehen fast nicht möglich, weil es eben die Eltern sind und alle Kinder ihre Eltern erstmal lieben. Zum Kontaktabbruch kommt es da selten. Bei partnerschaftlichen Beziehungen ist, glaube ich, gar nicht so sehr das Verlassen des Partners das Problem, sondern das Verlassen des eigenen Musters.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass ja auch mein letzter Ex schon seit vielen, vielen Jahren den Kontakt zu seinen Eltern abgebrochen hatte. Er hatte immer das Gefühl, dass sie sich nicht sonderlich für ihn interessieren. Sie haben ihn durchgefüttert, bis er fast 30 war. Als er seinen sicheren Job hatte und einen Sohn bekam, scherten sich seine Eltern nicht um den Enkel (seine Schwester hingegen war das Vorzeigekind). Irgendwie spielte da Geld eine Rolle. Ich habe es vergessen. Jedenfalls ließ er den Kontakt nach einem Vorfall, der nach seiner Schilderung in meinen Augen gar nicht sooo schlimm aber für ihn wohl das Tröpfchen war, das das Fass zum Überlaufen brachte, einfach sein. Es gab keinen Krach o.ä. Er meldete sich einfach nicht mehr und seine Eltern meldeten sich auch nicht. Als ich ihn kennenlernte war sein Sohn 15 und die Geschichte fast genau so lange her. Das finde ich auch verstörend irgendwie; so haben wir doch alle das Bedürfnis irgendwie Tschüß zu sagen und hinter Beziehungen eine Punkt zu setzen, aber bei denen passierte das nicht. Von heute auf morgen keinen Kontakt mehr.

Mich zog unter anderem an, dass er meine Problematik verstand. Dennoch ermunterte er mich stets, den Kontaktabbruch zu meinen Eltern noch einmal zu überdenken, was zu der Zeit für mich aber keine Option war. Ich verließ meine Eltern Anfang April und Anfang Mail lernte ich den Ex kennen. Ich glaube, das sollte so sein. Damals glaubte ich, ich hätte jetzt meine Wahlfamilie gefunden. Dem war ganz offenbar nicht so, aber irgendetwas sollte ich wohl dennoch aus dieser kurzen Beziehung lernen.

29.05.2020 09:09 • x 3 #189


Emma75


Zitat von KBR:
Ich verließ meine Eltern Anfang April und Anfang Mail lernte ich den Ex kennen.

Ich stelle mir dieses Verlassen als unglaublich schweren, aber befreienden Schritt vor und habe große Hochachtung vor Menschen, die das konsequent durchziehen. Aber wie gesagt, ich persönlich will einen anderen Weg gehen.
Ich weiß, dass es unmöglich ist, mit meiner Mutter über die Vergangenheit zu sprechen - sie verklärt ihre Mutterrolle, so wie sie ihr Verhalten in allem verklärt (sie macht grundsätzlich alles richtig), aber für mich kann ich versuchen zu verstehen und mich abzugrenzen. Ein kleines Stück ist mir das schon gelungen, aber für mein Alter sicher viel zu wenig. Mein narzisstischer ExMann hat sich für seine Eltern schrecklich geschämt - der Kontakt zum Vater war abgebrochen, vom Vater aus, weil ich inzwischen glaube, dass der erkannt hatte, was er da für ein 'Monster' in die Welt gesetzt hat. Meinem ExMann waren seine Eltern viel zu 'dörflich und gewöhnlich', wo er sich doch für einen intellektuellen 'Performer', geistigen Überflieger und nebenbei noch 'Künstler' hielt. Die Eltern passten einfach nicht in dieses Image, obwohl es sehr warmherzige und aufrichtige Menschen sind, bis heute sehr liebevolle Großeltern.
Ich hielt engen Kontakt zu meinen Schwiegereltern und zu meiner Schwägerin während der Ehe, danach brauchte mein ExMann seine Mutter und Schwester noch zum Babysitten. Jetzt sind die Kinder groß, seine Schwester schwer erkrankt und er hat sie fallen gelassen, wie heiße Kartoffeln - gibt ja nix mehr zu holen und eine Schwester im Rollstuhl ist dem Image nicht zuträglich. Er ist wirklich ein entsetzlicher Mensch. Aber ich schweife schon wieder ab...

29.05.2020 09:32 • x 4 #190


Grätchen

Grätchen


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@Mienchen

Hast du deine Mutter besucht und wie war es?

29.05.2020 23:16 • #191


Grätchen

Grätchen


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Das hat zwar jetzt nicht direkt etwas mit dem Thema zu tun -wobei..irgendwie doch..aber ich hatte heute einen echt verrückten Traum.

Ich träumte, ich würde noch (oder wieder?) bei meiner Mutter leben. Sie war arbeiten und teilte mir mit, sie würde in einer Std. nach Hause kommen. Ich wartete und wartete. Plötzlich stellte ich fest, dass mein kleines Zimmer eine riesige Halle war, ähnlich wie eine Flughafenhalle. Auf eine der Sitzreihen saß ein Pärchen, das übergangsweise bei uns einziehen sollte, weil es durch einen Brand Hab und Gut verloren hatte. Sie warteten wie ich darauf, dass meine Mutter nach Hause kommt. Meine Mutter kam 2 Stunden später als verabredet nach Hause und ich war sauer. Als ich mich wütend auf mein Bett verkrümelte, las ich hier im Forum und es stellte sich heraus, dass das Pärchen ebenfalls in diesem Thread aktiv war. Sie schrieben über ihre Lage und über mich: Wie ich mit mürrischem Gesicht auf dem Bett sitze und dass man das Jugendamt verständigen würde, wenn sich die Kommunikation zwischen meiner Mutter und mir nicht verbessere. Und ich dachte nur: WTF? Ich bin erwachsen. Was soll da das Jugendamt ausrichten?

Was für ein seltsamer Traum.

29.05.2020 23:42 • x 4 #192


Mienchen

Mienchen


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@grätchen, leider ist es nicht zu diesem Gespräch gekommen, weil meine Mutter einspringen musste auf Arbeit und ich das nicht zwischen Tür und Angel besprechen wollte.

30.05.2020 05:32 • x 1 #193


KBR


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Guten Morgen!

Ich wollte Euch noch etwas zu Euren letzten Beiträgen schreiben, aber meine Mutter ist wieder im Krankenhaus und ich stehe wieder vor der Herausforderung, wie ich jetzt einen Umgang mit meinem Vater finde, der insgesamt nützlich ist, aber mir am wenigsten schadet.

Manchmal gönnt das Leben einenm keine Pause.

30.05.2020 06:20 • x 2 #194


Scheol

Scheol


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Zitat von Mienchen:
Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man merkt, daß sich andere Mütter anders verhalten, als die eigene..

Man hat plötzlich das Gefühl, das man so allein ist



Vielleicht interessiert es den ein oder anderen hier....

Ich dachte letztens an das Thema hier , wie ich ein Video von Franz Ruppert gesehen hatte.

Franz Ruppert ist Trauma Spezialist.

Er geht davon aus das fast alle Menschen im Leben ein Trauma erleiden.

Trauma werden sehr oft falsch eingeschätzt , grundsätzlich kommt es auf die Person an wie diese eine Situation empfindet.

Er sagte in einem Beitrag auf eine Frage ,.......In meinen Worten sinngemäß......

Wenn eine Mutter auf eine Situation hin, für ein Kind ( Empfindungswelt des Kindes ) , nicht die ( körperliche , emotionale , verbale ) Antwort der abzuluten liebe , des Schutzes , gegenüber des Kindes zeigt, wird das Kind sich allein fühlen und traumatisch sein.


Kinder Seelen könne diverse Situation nicht so einschätzen wie erwachsen.

Er sagte , das dieses Trauma oft das ganze Leben , mitgeführt wird und im zwischenmenschlichen Probleme macht.


Auch eine andere Erklärung auf eine Frage fand ich interessant ,...... er sagte ....

Wenn ein paar zusammen lebt , und sich ein Partner plötzlich zurück zieht , und sagt , ich möchte mich trennen , aber ich kann sie keinen Grund sagen , ich weiß es wirklich nicht, können sie davon ausgehen das der trennende unter ein Trauma leidet was gerade hoch kommt.......

Vielleicht hilft es ja jemanden weiter sein Handeln und seine Gefühltswelt besser zu verstehen.

Allen ein schönes Wochenende und schöne Feiertage....

30.05.2020 08:07 • x 3 #195



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