Heyho, ich nehme mal ein paar Fragen aus einem allgemeinen Thema rüber.
@WoKa
Zitat: Absolut! Kann dir das nicht ein Freund, Mutter oder Bruder geben? Ich weiß, dass für euch Männer die Freundin oft die Komponente ist, wo ihr auch intime/emotionale Dinge teilt und ihr das sonst nicht so gerne macht - allerdings ist genau DAS nicht gesund.
Es ist nie gesund sich auf andere Menschen zu verlassen. Die Stärke und Glück sollte immer aus einem selbst kommen. Egal ob Partner oder Familie. Theoretisch kann einem jeder den Rücken kehren. Es ist auch das was @HerrZ beschrieben hat (dessen Beiträge ich übrigens in allen Threads sehr schätze).
Im aktuellen Zustand kann ich all das nicht aus mir gewinnen. Ich habe es versucht. Ich scheitere daran (Ja, ich versuche es weiter, aber ist wie ein Motorstart bei -50 Grad. Wird dauern)
Ich rede und unternehme mit Freunden, teilweise auch mit meiner Familie. Mein Verhältnis zu meiner Familie beruhte aber sehr selten auf emotionaler Ebene. Bestes Beispiel ist meine Mutter, die schon nach kurzer Zeit meinte, man müsse ja langsam einfach mal wieder funktionieren. Sie meinte es immer gut, aber sie war nie ein emotionaler Ansprechpartner für mich.
Zitat: Ich habe das Gefühl, dass du mit deinem Leben generell gerade überfordert und unzufrieden bist. Das überträgst du auf sie und glorifizierst sie somit als deine „Retterin“.
Ja, und es wird zum Problem, weil ich selbst merke, dass ich bereits Sachen vergesse, die mich gestört haben.
Dennoch war meine Liebe ja vorhanden. Da ich eben ein Bild von ihr gesehen habe aus unserer Anfangszeit kommt mir das ganze an sich einfach noch surrealer vor, wie das passieren konnte.
Es geht auch gar nicht so ums Retten. Fact: Jeder hat seine Macken und jeder könnte fast immer in Therapie (Hab mal ein sehr interessantes Gespräch mit der Amtsärztin für Schulen gesprochen, die sich dagegen aussprach jeden Bums zu therapieren). In vielen Fällen reicht eben diese eine Schulter, bei der man sich vertraut fühlt. Die einem Sicherheit bietet und beim Heilen hilft. War ich für meine Ex ja auch, was alles irgendwie noch so bekloppter macht. Jemand so dumm zu behandeln, der sich auf mich verlässt. WTF, ist mir noch nie passiert. (mir ist generell vorher nichts passiert, was ich wirklich bereuen müsste. Vielleicht auch deswegen mein aktuelles Problem)
@Amaible
Zitat: Ein Partner ist nie ein Therapeut. Ich denke auch, du solltest an deinen anderen Baustellen ansetzen. Zieh die Zufriedenheit nicht nur aus der Partnerschaft. Da musst du als erstes bei dir anfangen.
Absolut richtig, aber wie oben geschrieben, manchmal findet Heilung auch einfach über eine starke Schulter statt. Meine Ex suchte auch einen Therapeuten, aber im normalen Leben war ich ja trotzdem auch für sie da und man erträgt all das mit ihr. In der aktuellen Lage fehlt mir all das. Ich denke in meinem "geplanten Szenario" mit ihr hätte ich das nicht gebraucht, aber aktuell suche ich auch einen Therapeuten.
Zitat von HerrZ: Vorschlag. Definiere Deinen Verlust. Also welche Deiner Bedürfnisse jetzt nicht mehr gestillt werden.
Schreib sie auf. Und dann schau, ob diese Bedürfnisse wirklich einmalig, nur durch sie erfüllbar sein können.
Oder ob nicht vielleicht auch woanders. Durch jemand anderen.
Beispiel:
Ich habe mich verstanden gefühlt. Alternative Sichtweise: Ist (vllt.) auch mit Therapeut, bester Freund, ... möglich. Manchmal sogar hier.
Anmerkung: Lass das Körperliche raus. Wenn da neben Dir nur ihr lebloser Körper hinge, würde Dich das, außer bei ner nekrophilen Prägung, wohl kaum anmachen oder Deine Bedürfnisse stillen.
Es hat bei mir auf jeden Fall auch viel mit Zukunft und Romantik zu tun.
Füreinander da zu sein. Es scheinen mir Sachen zu sein, die ich bisher nicht auslagern kann, weil ich Zeit so oft es geht, außerhalb und mit Freunden verbringe.
Ich hab irgendwo schon mal erwähnt, dass ich jemand bin, der seinen Safespace braucht. Das ist eben auch zu Hause. Und das ist ein Safespace, in dem eine Person fehlt, den andere nicht ersetzen können. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Es liegt unter anderem an Introvertiertheit und einer recht schwachen sozialen Batterie.
Gerade in der aktuellen Situation laugen mich soziale Kontakte noch deutlich mehr aus. Zusätzlich sind meine Gedanken eh meist woanders.
Es sind halt nur wenige Personen, die meine soziale Batterie trotz ständiger Anwesenheit nicht geleert haben, um dieses Gefühl ihrer Anwesenheit genauer zu beschreiben.
Aber ja, all das fehlt und auch wenn ich das versuche, kann ich es schwierig auslagern. Auch deswegen habe ich mich um einen Therapieplatz beworben.