Zitat von willan:Die Reihenfolge ist falsch. Du musst jemand erstmal emotional kriegen, dann entwicklen sich GEMEINSAME Pläne. Und ja, gut aufgestellt zu sein ist ein Merkmal das helfen kann, aber reichen wird es nie und nimmer.
Du meinst also, dass wenn keine
Anziehungskraft vorhanden ist, dann kann man mit der Erfüllung des "alten Regelbuchs", in dem man also
nach den Regeln spielt, keinen Blumentopf gewinnen?
Mal angenommen, so ein Exemplar Mann, der mit dem Glauben an das alte Regelbuch aufgewachsen ist, ein Mann also, der Investiert und alles richtig macht, so wie es ihm die Gesellschaft ja auch verbal bestätigt, kommt in eine Situation, in der die Frau auf einmal einen anderen Mann ins Spiel bringt. Was würde sich so ein Mann wohl denken?
Komisch, ich habe doch alle Regeln befolgt und dennoch geht die Gleichung nicht auf.Diese Denke kann man beim TE, ob Fake oder nicht, an Hand der unzähligen Beiträge mal als gegeben voraussetzen. Und die Lösung, damit die Sache einen Sinn ergibt, liegt natürlich in einem anderen Mann. Also ein anderer Mann übt destruktive Dinge aus, die die Beziehung kippen. Schon an der Stelle erlaubt der ganze Unterbau, der tief verwurzelte Glaube an das alte Regelwerk keine Deutung, bei der die Frau die Hosen anhat. Denn es würde ja bedeuten, dass der gedankliche Unterbau falsch ist oder man viele Dinge rund um Frauen nicht auf dem Kasten hat.
Wenn also der Unterbau so lange im Leben installiert ist, dann kannst Du den mit rationaler Logik nicht kippen, dann argumentierst Du mit dem Ego und der Persönlichkeit, die schon seit fast 50 Jahren in Stein gemeißelt wurde.
Da fragt man sich nun, was denn wahrscheinlicher ist:
- Eine Frau, die keinen eigenen Willen hat und auch keine Bedingungen an ihren Partner stellt?
- Eine Frau, die Bedingungen an der Partner stellt und bei Nichterfüllen die Partnerschaft auflöst?
Und da Frauen eher auf Sicherheit bedacht sind und Emotionen flüchtig sind, werden tiefgreifende Entscheidungen (in der Konsequenz!) nicht über das Knie gebrochen. Und was macht man denn als Frau, wenn man den Verdacht hegt, dass der Partner vielleicht doch nicht so optimal ist? Man schaut ganz genau hin. Und es häufen sich Situationen, in denen Ungewissheit durch Gewissheit ersetzt werden sollen. Und wenn man nur lange genug am eigenen Ast sägt, in dem man der Frau etwas liefert, was ihr Gewissheit gibt, dass der Partner nicht optimal ist, beispielsweise gezeigte Angst im Angesicht von Konkurrenz, dann ist die Beziehung vorerst Geschichte. Die Wege der Frauen sind da reichhaltig, aber die wirklichen wirksamen Werkzeuge lassen sich an einer Hand abzählen. Sie sind berechenbar.
Die ganzen weiteren Spielarten, die sich aus so einem Ablauf ergeben, beispielsweise die Vermeidung eigener Verantwortung der Dame, weil der Mann ja ihre freie Entfaltung blockiert, das Offenhalten von Kommunikationswegen, um bei einem groben Auswahlschnitzer doch noch heim ins Reich zu kommen und idealerweise dabei auch noch Zugeständnisse bekommt, die sind dann eher etwas für spätere Zeiten, in denen man verstanden hat, dass es das alte Regelbuch im Kontext zur Anziehungskraft nicht gibt.