Gast2000
Gast
Zitat:Zitat Helgehe:
Zitat von Gast2000:
Das wäre wahrscheinlich jetzt der falsche Zeitpunkt und daher kontraproduktiv. Sie trägt die Verantwortung für ihre Affäre, für ihr Verhalten und sie hat die Trennung ausgesprochen. Für sie, da spricht vieles für, ist ihr AM und Adorno dafür verantwortlich, dass es ihr jetzt so schlecht geht und alles in Scherben liegt und sie ist wütend.
Erst sollte sie auf den Boden der Tatsachen ankommen und erkennen, dass ihr alle Fälle wegschwimmen und sie es selber war die dafür überwiegend verantwortlich ist. Vermutlich ist sie erst in einigen Tagen an diesem Punkt. Schon allein um nicht zu tief zu fallen und zuviel zu verlieren, wird sie vermutlich dann erst versuchen zu retten was zu retten ist.
@ Adorno, nur wenig davon was sie in ihrem Zustand seit der Affäre gesagt hat, wird wahrscheinlich stimmen. Bedenke, sie wollte verletzen und Dich dazu zu bringen, ihr Ziel, Dich zu trennen. Das macht es nicht besser,
dennoch sollte man das berücksichtigen.
Du bist aber auch geladen und Grundstimmung anti, weil hier die meisten dich in dieser Richtung beeinflussen.
Den Meissten ist ihr Stolz wichtiger, als aufeinender zugehen! Seine Mitschuld einzugestehen, dass es soweit kommen konnte.
Fraglos ist das alles eine Gratwanderung in einer solchen Situation. Wie handeln? Was eher gut oder eher schlecht ist, kann jeder Betroffene/Betrogene nur bedingt in einer solchen Ausnahmesituation richtig zuordnen. Wie auch, den LP, den man glaubte zu kennen, gibt es nicht mehr. Nichts ist mehr wie es war, die Beziehung/Ehe liegt in Scherben.
Auch uns Usern fehlt die Sichtweise des anderen Partners und es steht keine Gestik und Körpersprache zur
Verfügung. Dennoch kann aus bestimmten Verhaltensweisen zumindest meist eine Richtung erkannt werden.
Entscheidend ist, dass der hier Hilfe suchende TE das für sich stimmige, richtige oder hilfreiche heraussucht.
Die Entscheidung kann ihm niemand abnehmen.
@ Helgehe, bei Dir hatte Deine Strategie, und wie Du in der Situation damit umgegangen bist, Erfolg. Für den
TE ist Deine Erfahrung zur Findung seines eigenen Weges sicher wertvoll. Allerdings war Deine Situation nur
bedingt vergleichbar mit der des TE´s.
Für den Zustand - ich spreche da ganz bewusst nicht von Schuld - einer Beziehung/Ehe sind beide LP verantwortlich. Sind Kinder im Spiel, kommt diese Verantwortung hinzu. Wer sich für dieses Lebensmodell Familie entscheidet, sollte das nicht nur wissen.
Für Fremdgehen/Affäre trägt ausschließlich der Betrüger die Verantwortung, daran hat der Betrogene nicht den
geringsten Anteil. Eheprobleme lassen sich ganz sicher nicht in fremden Betten lösen. Es macht also keinen Sinn für den Betrogenen nach seinem Anteil an der Affäre des LP zu suchen. Diesen Anteil gibt es nicht.
Ich denke, ein vernünftiges, zielgerichtetes und befriedendes Gespräch ist in der Verfassung der Ehefrau des
TE´s, in ihrer Enttäuschungs- und Wutphase bei gleichzeitiger Verdrängung ihrer eigenen Verantwortung,
momentan nicht möglich.
Ohne abklingen ihrer Wutphase und erkennen ihre eigenen Lage, wird das, was Du vorschlägst, wohl eher
nicht funktionieren und sogar das Gegenteil mit noch mehr Verletzungen, in der augenblicklichen Situation, bewirken.
Ich denke, nicht auf einander zu gehen in einer solch schwierigen, emotionalen Situation, hat mit Stolz, wenn
überhaupt, nur wenig zu tun. Da sind ganz andere Gefühle im Spiel. Zu seinen Werten zu stehen würde ich
nicht mit Stolz in direkter Verbindung stellen.