Sabine-49
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ich finde auch, du hast das gut gemacht. Klar hat deine Frau versucht, ihre Vorstellungen durchzusetzen: einfach weitermachen, Alltag leben. Aber du hast genau an der Stelle ja dann gesagt, was du brauchst und dir wichtig ist und das obwohl sie nicht danach gefragt hat.
Sie weiß jetzt um deine Unsicherheit, deine Angst, dein Zögern. Klar wollte sie am liebsten keine Paartherapie, da würde ja bearbeitet werden was schief gelaufen ist, bei euch, bei dir und hauptsächlich bei ihr. Gib ihr Zeit, das sacken zu lassen. Ich hoffe, sie versteht in den nächsten Tagen, wie wichtig dir das ist und wie wichtig eine Paarberatung bzw. die Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Affäre für euch ist.
Am wichtigsten ist heute, dass ein bisschen Ruhe eingekehrt ist und Normalität bei euch: Handy nicht mehr immer präsent, Gemeinsamkeiten. Das brauchen eure Kinder und das brauchst du und auch deine Frau. Versuche einfach jede Stunde, die dir nicht so irre viel Kraft abverlangt zuhause, bewusst zu leben. Atme durch. Es werden bestimmt auch wieder andere Tage kommen, wo das wieder aufbricht.
Gut, dass du ihr den Vorschlag zur Kinderbetreuung vorgelegt hast. Daran sieht sie, wie weit du schon gedacht hast und auch, wie unsicher du als dauerhafter Ehemann für sie doch bist und es an ihr ist, Einsatz zu zeigen. Bleib bei deiner konsequenten Linie und zeig ihr deine Zugewandtheit, so weit du das kannst und es für angemessen erachtest. Sie ist mit dem Gesprächsangebot und dem Gespräch endlich auf dich zugegangen, jetzt solltest du das auch signalisieren.
Ich halte es prinzipiell für eine gute Idee, in den nächsten Tagen vielleicht doch noch einen Ehevertrag anzusprechen, auch um dir mehr Sicherheit zu geben und einen Teil deiner Ängste zu minimieren. Jetzt würde ich aber versuchen, erstmal ein relativ entspanntes Adventswochenende zu verbringen.
