Was ein verrückter Tag
Erstmal muss ich positiv festhalten, dass ich heute mal wieder sehr konzentriert arbeiten konnte trotz, dass ich öfter im Forum war.
Des weiteren muss ich positiv fest halten, dass ich mir heute Abend ne Wohnung angesehen habe (nicht die erste), die mir Mega gut gefällt sowohl von der Lage her als auch vom Schnitt und Ausstattung. Ich hoffe diese Wohnung zu bekommen, das wäre der Wahnsinn! Drückt mir die Daumen.
Darüber hinaus muss ich mitteilen, dass ich heute einen Quinoa-Anschlag von neuen Betthupferl des Kumpels überlebt habe (gerade so), bei dem ich zurzeit Hause. Kennt ihr das Zeug? Ekelhaft. Aber wie mit allem: Geschmacksache.
Und das beste kommt zum Schluss: E-Mail von meiner Frau.
Morus,
ich möchte dich nicht bedrängen weil ich dich verstehen kann. Aber ein paar Dinge muss ich loswerden. Fühle dich nicht gezwungen zu antworten, das erwarte ich gar nicht, die Zeilen sind zum lesen gedacht, nicht um dich umzustimmen, nicht um druck aufzubauen, nur für dich zum lesen.
Seit Monaten versuche ich zu verstehen was mit mir los ist, wo diese Unzufriedenheit herkommt obwohl ich mein perfektes Glück zu Hause hatte. Morus, auch wenn Dir das weh tut aber ich war nicht glücklich. Das verrückte ist, ich bin es jetzt noch weniger. Wie sollst du mich verstehen, wenn ich es selbst nicht tue?
Du musst wissen, du bist der wunderbarste Mann den ich mir hätte wünschen können. Langsam kann ich sogar S. verstehen. Es ist nur einfach so, dass ich nicht wusste wo diese Unzufriedenheit herkam, das zu Hause mit den Kindern sein, die immer gleichen Gespräche mit den andern Muttis, die immer gleichen Probleme, das alles für die nächsten 18 Jahre. Noch jetzt scheitere ich bei jedem Erklärungsversuch weil sich alles bescheuert anhört, auch für mich. Was ich dir sagen möchte ist einfach, ich will gar keinen anderen Mann an meiner Seite, weder ihn noch einen anderen. Alles was ich mir wünschen kann bist du. Alles was ich mir von einem Mann wünsche bist du. Und ich wünschte ich könnte dich auf ewig weiter lieben. Ich wünschte ich könnte dir wieder so unendlich nah sein, dich einfach berühren und anschauen, in deinem Arm liegen.
Kein Mann dieser Welt kann das Gefühl in mir hervorbringen was du in mir hervorbringst. Aber genug von diesem geschleime, das bringt mir dich nicht zurück.
Heute war ich beim Arzt, ich hab mit ihr über alles gesprochen und weil ich etwas zum schlafen brauchte. Dabei kam ich zu dem Entschluss, zu einem Psychologen zu gehen um meiner Unzufriedenheit auf den Grund zu gehen.
Du fragst dich vielleicht warum ich dir das sage. Das hätte ich viel eher machen müssen, dann wäre das alles wohl gar nicht passiert.
Ich wünsche mir, dass wir für A. und A. weiterhin gute Eltern sein können, auch wenn ich das mit uns durchtrieben habe. Danke, dass du bist wie du bist!