Zitat von Morus:Jetzt forcierte sie gestern, dass ich unsere Beziehung erneut beende (O-Ton) "Sag dass es das war, dass es vorbei ist". Jetzt wird sie sich nicht mehr bemühen, sondern vermutlich wollte sie nochmal das Ende bestätigt haben um sich ruhigen Gewissens einem anderen zuzuwenden. Weil klar, es juckt ja.
Also ich sehe da nur schlichtes Taktieren auf Seite der Dame. Eine Trennung und deren Folgen und auch eine möglicherweise erneute Annäherung werden ja nicht am Küchentisch besprochen, sondernw erden gelebt. Klar, man kann sagen "wir sind zusammen" und sowas offiziell im Umfeld verkünden, aber die Grundöage, um diese Aussage treffen zu können, ist ja im Endeffekt eine gelebte Sache.
Ich will damit sagen, dass Wörter und Bekundungen einen direkten Bezug zu den gelebten Umständen haben
können, aber eben nicht
müssen.
Ein Beispiel:
Frau und Mann lieben sich, beide sind an sich bereit Kinder zu bekommen, Mann kommt aber aus unterschiedlichen Gründen nicht die Kurve, Frau trennt sich unter vielen Tränen vom Mann, die endgültige Trennung wird
ausgesprochen, Mann sitzt mitunter mehrere Wochen beim Kumpel und wird durch die Emotionen der Trennung "weichgeklopft", Emotionen sind aber sehr wohl bei Mann und Frau noch da, Frau lässt ganz bewusst den Faden nicht abreißen und nach 8 Wochen gibt es die hochemotionale Wiedervereinigung (mitunter schon ohne Verhütung) und man verkündet im Umfeld
in Worten, dass man wieder zusammen ist.
Beachtlich dabei ist, dass die Trennung (in diesem Beispiel, es gibt viele andere Beispiele) sehr wohl schlimme Emotionen beim Mann hervorgerufen haben, also das Wort Trennung für echte Emotionen (Angst) gesorgt haben, aber in diesem Beispiel die Emotionen, die die Voraussetzung einer Partnerschaft waren, nie weg waren.
Und in solchen Situationen sind die Frauen den Männern um Welten voraus. Spielst Du als Mann ein ähnliches Spiel, dann wirst Du da plattgewalzt. Alleine meist schon für die Anmaßung, Dich beim Heimspiel auf weiblichem Hoheitsgebiet mit den Meistern messen zu wollen. Aber, Männer müssen das Spiel in solchen Fällen gar nicht lernen. Die müssen ne ganz andere Lektion lernen, nämlich die, wie man trotz Emotionen gute und kluge Entscheidungen trifft - mitunter
gegen die Gefühle.
Die Dame hält immer noch einen Zwischenstand (so richtig getrennt sind wir nicht) hoch, bringt Morus aber in die Situation, den Cut zu machen (der eh nur temporär sein wird, bin ich mir fast sicher), und kann so im Umfeld noch verkünden "
ich habe mehrmals um eine Chance gebeten, ich wollte sogar zum Psychologen, aber er nimmt seinen Kindern die Mutter".