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Frau hatte eine Affäre, kann ich ihr wieder vertrauen?

Wurstmopped

Wurstmopped


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....auf Worte kannst Du eh nicht zählen! achte nur auf Taten....und da ist Sie gefragt!
Lass Dir nicht einen Bären aufbinden, wenn sie Dich will, dann muss ihr Handeln das aussagen!
Jedoch kann ich mir vorstellen, dass sie noch dabei ist die Affäre "auszuschleichen", dass kannst Du beschleunigen wenn Du sie fühlen lässt, gehr raus, hab Spaß, treffe dich ruhig mit anderen Frauen! ...wirkt Wunder!

20.12.2018 11:54 • #61


unbel Leberwurs.


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Zitat von machtlos:
Natürlich sollte man den betrügenden Teil eine Zeit lang links liegen lassen. Der/die Betrügende muss realisieren, dass der betrogene Partner einen Wert hat. Dass die bisherige Sicherheit in der Beziehung aufgrund der getätigten Handlungen akut gefährdet ist und der eigentliche Partner nicht selbstverständlich in der Beziehung verharrt. Respekt vor dem Anderen muss wieder hergestellt werden. Und das kann nur dann gelingen, wenn man begreift, was man verlieren kann....


Man kann hier aber nicht alle Betrüger über einen Kamm scheren.
Die Frau des TE hat ja zB völlig anders reagiert als die Frau von @adorno...

Hier habe ich den Eindruck, dass es bei der Frau im Moment des Aufdeckens "Klick" gemacht hat und sie ganz jäh auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist.
Ihre Worte und Taten sprechen jedenfalls dafür.

Wozu dann ein links-liegen-lassen um des links-liegen-lassens-Willen?
Wenn der TE aber sagt, ER braucht den Abstand für SICH, dann hat er dazu alles Recht der Welt.

20.12.2018 11:56 • #62


xdiver


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Zitat von Morus:
Das wird womöglich der schwerste Part. Sie muss, absolut. Ich muss mich daran gewöhnen um wieder vertrauen zu lernen und für sie ist es natürlich auch wichtig. Sie will aber im Moment nicht.


Ich habe aus unserer Krise eines gelernt. Vorab sei gesagt, es handelte sich um ihren Chef und sie arbeiten noch heute zusammen. Ob meine Frau Gefühle für einen anderen entwickelt, sich verliebt oder mit jemanden in´s Bett steigt hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun wo sie arbeitet, was sie tut und ob sie weggeht oder nicht und ob sie ihn oder einen anderen sieht. Der andere, so blöd es klingt, war bei Dir wie bei mir einfach, aus seiner Sicht, zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es liegt ganz allein an uns als Paar, und da bin ich eben zu 50% beteiligt, ob hierfür Gefahr besteht oder nicht. Meine Frau war damals mega erleichtert, als ich ihr das genauso gesagt habe. Ich denke Du @Morus und Deine Frau ihr müsst irgendwann unterscheiden zwischen allem was vorher war und was jetzt ist.

20.12.2018 11:58 • x 1 #63


Ex-Mitglied


Hallo Morus!

Erst einmal möchte ich Dir mitteilen, dass Du und die Kids mir leid tun, was Deine Frau Dir bzw. Euch angetan hat.

Fremdgehen, etc. sind schon sehr schlimme Vertrauensbrüche und zumeist nur die Spitze vom Eisberg. Ich habe diesbezüglich auch so meine Erfahrungen machen "dürfen" und bin von meiner Exfrau, wo ich immer noch nicht gänzlich von weg bin, weil es so unfassbar für mich ist, was sie tat., megaenttäuscht. Ich muss auch leider sagen, dass es mir so vorkommt, dass sehr häufig Ehen und Partnerschaften in die Brüche gehen und, sorry vorab an die Damen, dass besonders das weibliche Geschlecht sich aufgrund geänderter gesellschaftlicher Richtlinien und Verhaltensmuster diese negativen Ereignisse verstärkt betreiben.

Hier im Forum sind ja ein paar User unterwegs, die z.B. immer auf die eigene Anziehungskraft auf das weibliche Geschlecht abzielen usw. Nun, ich habe da einen anderen Denkansatz:

Du bist mit 31 noch recht jung, ich gehe davon aus, Deine Frau ist in etwa im gleichem Alter. Das Problem der heutigen Zeit (gegenüber vor z.B. ca. 30 - 50 Jahren) ist, dass uns überall suggeriert wird, mehr aus seinem Leben zu machen. Mehr hier und mehr da. Plötzlich ist der bisher geliebte Job nicht gut genug. Plötzlich ist der Partner nicht mehr gut genug. Plötzlich sind gerade in die Welt gesetzte Kinder oder das zuvor jahrelang tolle Familienleben nicht gut genug. Ego und Gier nach mehr, nach Neuem, nach Besserem, rückt in den Vordergrund. Vielleicht etwas spitz dargestellt, aber eben in vielen Fällen realistisch.

Nun seh es mal aber praktisch und faktisch:

Wer Betrug begeht, macht das wissentlich und bewusst. Was Deine Frau da rausposaunt, es wäre so dazwischengekommen - sorry, ganz schwach und verlogen.

Sie hat mit einem anderen ..., während sie schwanger mit einem Kind von Dir (hoffentlich) war. Wer weiß, ob der andere nicht daran beteiligt ist.

Sie hat Dich bewusst hintergangen, ihre Freundin vorgeschoben, um sich mit dem anderen zu treffen.

Egal, was sie jetzt noch tut und versucht, diese Frau hat "ausgespielt". Du kannst ihr nicht mehr vertrauen und wirst es auch wohl nie mehr können, weil sie Dich in einem, wie ich finde, höchst sensiblen Punkt betrogen hat: Als sie schwanger war. Vermutlich von Dir, wissen kannst Du es erst sicher, wenn Du die DNA hast, wenn das Kind geboren ist. So besteht stets ein Unsicherheitsfaktor.

Egal, was sie jetzt noch tut und macht und Dich "umgarnt", der Drops ist gelutscht. Wenn Madame Langeweile hat und nicht nur Mami sein will, wieso sucht sie sich nicht ein ausfüllendes Hobby, lernt neue platonische Freundschaften kennen oder bildet sich z.B. selbst weiter? Es gibt genug Möglichkeiten in der heutigen Zeit, wenn man mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, sich entsprechend zu verändern. Aber deshalb meinen Partner betrügen?

Es gibt doch diese Kampagne, wo, wenn Frauen "Nein" sagen, dieses von Männern zu respektieren sei. Nun, ich denke in Zeiten der Emanzipation, ist mehr als nur gerecht, wenn eine wankelmütige Frau "Nein" zu einem potentiellen Affärenpartner sagt, schon aus Liebe zu ihrem Lebenspartner. Aber, mit Verlaub, was sich manche Frauen heutzutage erlauben (sie orientieren sich da wohl auch zumeist an Männer, die auch so etwas tun), ist unterste Schublade.

Ich würde dieser Frau nie wieder vertrauen können und sie aus dem Haus werfen. Eine Affäre wird oft als Chance tituliert. Nein, absolut falsch. Die Chance besteht solange, bevor man einen Betrug begeht. Danach ist alles über Bord geworfen. Vertrauen futsch, Ehe futsch.

Wenn Du ihr noch eine Chance gibst, kannst Du böse auf die Nase fallen. Mir ist das so leider auch widerfahren, vielen anderen hier auch in dem Forum. Gibt sowohl auf männlicher wie auch weiblicher Seite genug Beispiele, wo ein Betrug fast immer zum Ende der Beziehung führte, was für mich letztendlich auch logisch ist. Ausnahmen mag es geben, aber es sind sehr begrenzte Ausnahmen.

Ich würde die Reissleine ziehen. Es ist letztlich Deine Entscheidung, aber sehe es vielleicht mal so: Wenn die Dich in jungen Jahren jetzt schon betrügt, damit ihre Unreife in Sachen Treue und Exklusivität bewiesen hat, so würde ich stets davor Angst haben, wenn sie mal wieder der Rammel packt. Du bist noch jung, finde lieber ein ehrliches, aufrichtiges und treues
weibliches Geschöpf. Da habe ich auch meine Hoffnung, auch wenn es zugegebenermaßen, verdammt schwer ist, eine vernünftige, gute, treue und ehrliche sowie begehrenswerte Frau zu finden. Du hast mit gegenüber aber einen Vorteil, bist 14 Jahre jünger. Da ist in dem Alterssegment noch genug "freies Material" verfügbar. Aber 40 aufwärts wird es verdammt schwer, eine nicht vorbelastete, vor Ego strotzende und nur auf Eigenbespaßung bedachte Frau zu finden. Die Toleranzen werden mit zunehmenden Alter immer geringer. Das erklärt vielleicht auch warum sich manche ältere Männer jüngere Liebhaberinnen nehmen. Die sind in dieser Hinsicht unkomplizierter und werden erst mit dem Alter unsympathisch. Diejenigen Herren, zu denen ich nicht gehöre, tauschen dann einfach die Frau gegen eine andere Frau aus.

Zurück bleibt dann irgendwann eine ganze Generation von vorbelasteten Menschen, die nicht mehr vertrauen, enorme Ansprüche haben und keine Partnerschaft mehr haben bzw. anstreben.

Ich hoffe für Dich, Du findest eine Lösung für Dich. Denn jede Familie, die "stirbt", ist eine verlorene Familie.


Viel Glück.

20.12.2018 12:03 • #64


unbel Leberwurs.


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Zitat von Morus:
Richtiges Hobby ist im Prinzip nur der Sport. Aber auch da geht sie gerade nicht hin. Momentan sitzt sie wirklich nur zu Hause, außer eben einkaufen usw. entweder sie vertraut sich selbst nicht oder sie will nicht, dass ich mir Gedanken mache.


Dann schick sie mal wieder zum Sport. Das wird ihr guttun. Und Dir vielleicht der Abstand.
Früher oder später musst Du ihr sowieso einen Vertrauensvorschuss geben, sie kann ja nicht ewig zu Hause hocken.

Zitat von Morus:

Das ist für mich eine Kernfrage. Ihre Antwort darauf ist klar: sie ist kuriert. Was soll sie mir aber auch anderes sagen? Das kann womöglich auch der Schockzustand sein.


Da gebe ich Dir recht. Sie kann da eigentlich nichts anderes sagen, wenn sie Dich halten will.
Was mich aber positiv stimmt ist, dass ihre Worte zu ihren Taten passen.

20.12.2018 12:07 • #65


willan


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Zitat von xdiver:
Es liegt ganz allein an uns als Paar, und da bin ich eben zu 50% beteiligt, ob hierfür Gefahr besteht oder nicht.


Kann ich nicht so sehen, also auf den Betrug bezogen. Weder aus der einen noch aus der anderen Sicht.

Als Betrüger zu sagen, mein Partner hat das Hälfte Schuld dran, dass ich ihn betrogen habe, dann könnte ich nicht mehr in Spiegel gucken. Als Betrogener die Hälfte Anteil daran zu nehmen, auch niemals. An einer Beziehung sind zwei beteiligt ja, aber zu besch.ißen ist ganz allein Sache desjenigen der es tut.

20.12.2018 12:09 • x 2 #66


Ex-Mitglied


Zitat von xdiver:
Aber eine Frage hatte ich mir gestellt. Soll ich denn 10 Jahre und zwei Kinder, die in der Familie sehr glücklich sind wegwerfen wegen ein paar unbedachter Momente? Ein paar Momente die in dem Augenblick schlichtweg eine Dummheit waren? Oder soll ich die Chance das wieder zu richten nicht wahrnehmen. Gehen kann ich immer noch, wenn ich es nicht schaffe Vertrauen wieder aufzubauen. Ich wählte die zweite Option und es wurde alles wieder gut.


Falsch. Wieso muss sich diese Frage immer der stellen, der betrogen wurde?

Diese Frage muss sich der Betrüger stellen. Und sorry, es ist keine Dummheit wie bei einem Kind, das auf die heiße Herdplatte greift. Es ist eine bewusste Entscheidung, einen betrügerischen tatbestand zu begehen und damit alles bewusst zu gefährden. Das hat überhaupt nichts mit Unbedachtheit zu tun, denn es ist ja so: Auch in einer Affäre entwickelt sich etwas über einen gewissen Zeitraum, bevor es in die Kiste geht mit dem AP. Bis dato sollte doch genügend Zeit bleiben, über dieses unleutere Verhalten nachzudenken oder etwa nicht?

Und wer jetzt behauptet, Betroffene nehmen das nicht wahr: Sorry, dann kann ich auch knallhart sagen, dass man sie befristet für eine Zeit lang für geschäftsunfähig erklären lassen sollte. Die wird u.a. gerichtlich ja auch dann ausgesprochen, wenn erwiesenermaßen keine durchdachten Handlungen und mit einhergehender Gefährdung wichtiger Strukturen im Leben und/oder für sich und andere Menschen bestehen. Der Vergleich mag hart sein, ist aber nicht abwegig, im Gegenteil. Wenn alles immer nur aus sog. Unwissenheit, Dummheit und Undachtheit passieren würde, dann wäre die Menschheit ja ein sehr dummes Völkchen, oder? Das versuche mal Experten zu erklären. Da würde jeder widersprechen.

Betrug ist eine wissentlich beabsichtigte Tat eines Menschen mit dem Ziel, seine unlauteren Bedürfnisse zu befriedigen. Auch, wenn damit bestehendes Recht, abgelegte Treueschwüre und vertragliche Vereinbarungen bewusst und wissentlich gebrochen werden. So wurde es schon oft definiert, so ist es defacto auch. Ohne wenn und aber.

Zitat von willan:

Kann ich nicht so sehen, also auf den Betrug bezogen. Weder aus der einen noch aus der anderen Sicht.

Als Betrüger zu sagen, mein Partner hat das Hälfte Schuld dran, dass ich ihn betrogen habe, dann könnte ich nicht mehr in Spiegel gucken. Als Betrogener die Hälfte Anteil daran zu nehmen, auch niemals. An einer Beziehung sind zwei beteiligt ja, aber zu besch.ißen ist ganz allein Sache desjenigen der es tut.


Sehe ich auch so, ohne wenn und aber!

20.12.2018 12:12 • x 1 #67


xdiver


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@Schlaubi009 Zunächst einmal tut es mir leid, was Dir passiert ist. Das sollte keinem passieren. Ich weiß nicht ob Du schon vor der Aktion Deiner Frau so verhärtet in Deinem Denken und Ansichten warst. Sollte es das aus Dir gemacht haben. Umso schlimmer. Das tut mir echt leid und ist in keinster Weise ironisch oder arrogant Dir gegenüber gemeint.

Deine Aussagen wann und in welcher Situation sie 6 mit dem AM hatte sind so was unnötig. Mannmannmann. Muss man denn da nach treten? Denkst Du nicht diese Gedanken kreisen nicht eh im Kopf vom TE? Damit ist ihm NULL geholfen.

Und bitte versuch nicht nur das zu lesen was ich schreibe, sondern zu verstehen was ich meine. Zum einen habe ich nun mehrfach geschrieben, dass es mir hierbei darum geht wie es bis zu dem Zeitpunkt des Betrugs kommen konnte und welche Aktie ich daran habe. An dem Betrug selber trägt der Betrogene absolut keine Schuld. Und wenn ich mir die Frage stelle warum es dazu kam, dann schließt das doch in keinster Weise aus, dass der Betrüger das ebenfalls tun muss. Nur den Finger auf den anderen zu richten bringt einen doch nicht weiter. Und hier geht´s nicht um bagatellisieren, verzeihen oder nicht....

20.12.2018 12:12 • x 4 #68


Ex-Mitglied


Zitat von xdiver:
Sorry @willan Meine 50% bestehen darin, ob die Gefahr entsteht. So wie ich es geschrieben habe. Ich bin der Meinung, dass ich eben zu 50% daran beteiligt bin, dass es mir und meiner Partnerin in der Beziehung gut geht. Das bedeutet nicht, und das kam vielleicht nicht so rüber, dass ich auch an dem Betrug an sich Schuld habe. Denn die trägt nur der, der betrügt.


Nein, auch sorry, falsch.

Lieber Xdiver, wenn eine Betrügerin zielgerichtet eine Affäre begeht, dann kann sie auch zielgerichtet vorher dazu aktiv beitragen, dass es erst gar nicht zu einer Affäre kommt. Immer dieses der Betrogene hat zu 50% Mitschuld ist nichts weiter als das Geben von Alibis. Hört damit auf! Bitte. Es stimmt nicht. Ich sehe es eher so, dass eine Person, die es auf Betrug anlegt, es selbst versäumt hat, etwaiges Unbehagen in einer bestehenden Partnerschaft rechtzeitig zu signalisieren und dieses ggf. zu verbessern und zu beheben. Es ist immer so leicht zu sagen, da wurde vorher von beidem etwas falsch gemacht. Nein. In erster Linie von dem Betrüger. Und wenn dieser die Situation auswegslos sieht, hat er oder sie immer noch die Option, sich anständig zu trennen.

Durch einen Betrug wird doch nur folgendes signalisiert: Ich gehe auch einen hinterhältigen Weg, um zu meinem Ziel zu gelangen. Auch wenn das heißt, die Partnerschaft, die Familie und alles zu gefährden. Wer das betreibt, tut es willentlich und bewusst und muss sich nicht wundern, wenn das ganz böse bestraft wird irgendwann. Sich davon Besserung in der bestehenden Beziehung zu erhoffen, ist ebenso undenkbar: Weil die Lösung ja durch eine 3.Person erfolgt, nicht aber ausschließlich durch die Protagonisten. Und da ist der wunde Punkt.

Zitat von xdiver:
@Schlaubi009 Zunächst einmal tut es mir leid, was Dir passiert ist. Das sollte keinem passieren. Ich weiß nicht ob Du schon vor der Aktion Deiner Frau so verhärtet in Deinem Denken und Ansichten warst. Sollte es das aus Dir gemacht haben. Umso schlimmer. Das tut mir echt leid und ist in keinster Weise ironisch oder arrogant Dir gegenüber gemeint.

Deine Aussagen wann und in welcher Situation sie 6 mit dem AM hatte sind so was unnötig. Mannmannmann. Muss man denn da nach treten? Denkst Du nicht diese Gedanken kreisen nicht eh im Kopf vom TE? Damit ist ihm NULL geholfen.

Und bitte versuch nicht nur das zu lesen was ich schreibe, sondern zu verstehen was ich meine. Zum einen habe ich nun mehrfach geschrieben, dass es mir hierbei darum geht wie es bis zu dem Zeitpunkt des Betrugs kommen konnte und welche Aktie ich daran habe. An dem Betrug selber trägt der Betrogene absolut keine Schuld. Und wenn ich mir die Frage stelle warum es dazu kam, dann schließt das doch in keinster Weise aus, dass der Betrüger das ebenfalls tun muss. Nur den Finger auf den anderen zu richten bringt einen doch nicht weiter. Und hier geht´s nicht um bagatellisieren, verzeihen oder nicht....


Ich bin nicht verhärtet, Affären haben für mich einen aufgrund eigener Erlebnisse bitteren Geschmack. Der Punkt hier in diesem Fall ist doch der: Die Frau des TE behauptet, "kuriert zu sein". Das kann der TE niemals wissen, denn er wurde ja schon zu einem Zeitpunkt betrogen, wo ein normaldenkender Mensch nie damit gerechnet hätte, oder? Also, sorry. Die Pleitegarnitur hat die Betrügerin an und nein, da sollte man auch kein Pardon haben. Das muss sich die Betrügerin verdienen. Denn sie war es ja auch, die alles auf Null gestellt hat. Wenn der Betrogene so großzügig ist und ihr verzeiht, muss aber trotzdem (vor allem bei dem Mädel) am Kopf gearbeitet werden und an der Beziehung. Das hatte ich einst versucht und bin dann noch eine ganze Weile weiter veräppelt worden. Daher, und da gebe ich Dir recht, kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen, habe ich entsprechende Sichtweisen.

Aber auch da hast Du recht, der TE muss selbst entscheiden, wie es weitergeht. Jede/r von uns wird da wohl anders denken und vorgehen, mit dem Betrug als schlechteste Massnahme der Ehefrau sind wir uns, denke ich, alle einig. Aber wie man aus dieser Geschichte heile und gestärkt herauskommt- sorry, keine Ahnung. Ich kenne, neben meinem eigenen Fall, diesbezüglich leider nur Negativbeispiele. Noch nie ist mir in meinem Umfeld eine Geschichte bekannt geworden, aus der nach einem Betrug eine Partnerschaft gerettet wurde. Bestenfalls hielten die noch eine gewisse, zumeist kurze Zeit. Aber letztlich gingen sie alle auseinander ...... Und das mal wieder kurz vor Weihnachten. SUPER.

20.12.2018 12:20 • x 1 #69


Sohnemann

Sohnemann


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Ich habe hier nicht gelesen.
Ich beziehe mich mal nur auf die Frage.

Es gibt ja einen riesen unterschied zwischen rationalem und emotionalem Vertrauen.

Was bringt es wenn man ihr logisch glaubt es aber nicht so empfindet?

Man sollte sich nicht auf andere verlassen um sich sicher zu fühlen.
Dieses Gefühl kann man auch aus sich heraus erzeugen.
Fast egal, was andere tun

20.12.2018 12:25 • #70


Morus


Zitat von Sohnemann:
Man sollte sich nicht auf andere verlassen um sich sicher zu fühlen.
Dieses Gefühl kann man auch aus sich heraus erzeugen.
Fast egal, was andere tun


Wie meinst du das?

20.12.2018 12:28 • #71


xdiver


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@Schlaubi009 Deinem zweiten Absatz stimme ich uneingeschränkt zu. Da bin ich ganz bei Dir. Nur wie denkst Du in folgender Situation.

Mann oder Frau, völlig egal wer von beiden, vernachlässigt seinen Partner total. Kaum Gespräche. Respektloses Verhalten. Kaum noch 6. Der andere wird einfach ignoriert und nicht mehr wertgeschätzt. Und lernt der andere aus irgendeiner Situation heraus jemand anderes kennen. Er, oder sie, ist zugänglich und empfänglich für Komplimente und Flirterei. Es ist noch nix passiert. Kein Kuss, kein 6, gar nichts. Ist es wirklich so, und das versuchte ich darzustellen, dass nur derjenige, der nun zugänglich ist die Schuld dafür trägt? Denkst Du nicht, dass der andere auch seinen Anteil daran hat? Wie gesagt, es kam noch nicht zu irgendwelchen Zärtlichkeiten. Das ist die Situation die ich meine. Nicht der Betrug als solcher. Das ist dann eine ganz andere Ebene.

20.12.2018 12:29 • x 1 #72


Ex-Mitglied


Zitat von Sohnemann:
Ich habe hier nicht gelesen.
Ich beziehe mich mal nur auf die Frage.

Es gibt ja einen riesen unterschied zwischen rationalem und emotionalem Vertrauen.

Was bringt es wenn man ihr logisch glaubt es aber nicht so empfindet?

Man sollte sich nicht auf andere verlassen um sich sicher zu fühlen.
Dieses Gefühl kann man auch aus sich heraus erzeugen.
Fast egal, was andere tun


So gesehen auch richtig. Letztlich ist ja jeder Mensch ein Individuum mit eigener Denk- und Herangehensweise.


Zitat von xdiver:
@Schlaubi009 Deinem zweiten Absatz stimme ich uneingeschränkt zu. Da bin ich ganz bei Dir. Nur wie denkst Du in folgender Situation.

Mann oder Frau, völlig egal wer von beiden, vernachlässigt seinen Partner total. Kaum Gespräche. Respektloses Verhalten. Kaum noch 6. Der andere wird einfach ignoriert und nicht mehr wertgeschätzt. Und lernt der andere aus irgendeiner Situation heraus jemand anderes kennen. Er, oder sie, ist zugänglich und empfänglich für Komplimente und Flirterei. Es ist noch nix passiert. Kein Kuss, kein 6, gar nichts. Ist es wirklich so, und das versuchte ich darzustellen, dass nur derjenige, der nun zugänglich ist die Schuld dafür trägt?


Bingo, gutes Beispiel, woran man aufzeigen kann, dass die Schuld auch dann einseitig ist. Wenn ich mich, egal ob als Mann oder Frau, auf Avancen und Flirtereien einer dritten Person einlasse, dieses bewusst in Kenntnis, dass es in der eigenen Partnerschaft gerade mal eine gewisse Zeit nicht gut läuft, dann habe erst einmal ich alleine die Schuld daran, die Möglichkeit einer Affäre zu betreiben bzw. zu forcieren.

Der richtige Schritt wäre doch jener, man arbeitet an der Beziehung (gemeinsam, ggf. mit Dritten, was aber zumeist nicht für nötig befunden wird oder weil man meint, man schafft das schon oder weil man meint, man will anderen Personen nichts von den eigenen Unzulänglichkeiten in der Beziehung erzählen - witzigerweise erfährt dieses aber zumeist ein potentieller Affärenpartner) oder man erwägt eine (un-)befristete Trennung, weil es unerträglich ist. Alles immer noch besser, als einen Betrug zu begehen, wie ich finde. Oder wie siehst Du es?

20.12.2018 12:31 • x 1 #73


xdiver


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OK, schön zu lesen, dass wir ja alle irgendwie und irgendwo daccord sind. Lasst uns doch bitte wieder zum TE zurückkehren und schauen, ob und wie wir ihm helfen können.

Rationales vs. emotionales Vertrauen @Morus Oha. Du glaubst nicht welch wirre Geschichten ich mir damals zusammen gesponnen habe. Und das tue ich manchmal ungewollt heute noch. Vieles davon hat sich in Luft aufgelöst. Ich habe damals aber einen Tipp bekommen, welcher anfangs schwer umzusetzen war aber mir dann extrem geholfen hat. Du kannst nur mit den Mädels tanzen die im Saal sind. Das bezieht auf die Dinge die Du weißt. Ich musste lernen zwischen wissen und vermuten zu unterscheiden. Nur mit dem was ich weiß kann ich "arbeiten". Alles andere macht Dich kirre im Kopf. Dafür ist es notwendig Deiner Frau einen Vertrauensvorschuss zu geben. Gelingt Dir das nicht und Du setzt sie unter das Brennglas der Beobachtung, dann geht das in die Binsen.

Ich glaube aber das ist echt noch viel zu früh für Euch. Etwas emotionaler Abstand wird da helfen. Und wenn dann für Dich feststeht, dass Du an der Beziehung festhalten und ihr verzeihen willst, dann tu das. Sieh Eure Beziehung dann wie ein weißes Blatt Papier. Aber Du bist es, der die Regeln darauf schreibt.

20.12.2018 12:39 • x 2 #74


unbel Leberwurs.


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Zitat von Schlaubi009:
Immer dieses der Betrogene hat zu 50% Mitschuld ist nichts weiter als das Geben von Alibis. Hört damit auf! Bitte. Es stimmt nicht.:


Ich denke jetzt vielleicht einmal zuviel um die Ecke:

Irgendwo hat mal ein Betrogener geschrieben (welcher die Beziehung fortführen wollte), dass er fast zwanghaft nach Fehlern bei sich gesucht hat, damit man etwas hat, was man in Zukunft verbessern kann.
Denn wenn man sich "gut" verhalten hat und das eventuell sogar noch vom Betrüger bestätigt bekommt, dann fühlt man sich "machtlos", weil man ja selber nichts gross ändern kann.
Das wiederum bedeutet, dass die Gefahr einer Wiederholung nicht von seiner Seite aus reduziert werden kann.

Ähm, war das so weit verständlich?

20.12.2018 12:42 • x 2 #75




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