@Urmel_
Nein... zack zack zack - das geht leider nicht. Das sieht auch "Psychologie und Philosophie" nicht unbedingt vor, wenn Gefühle, Emotionen, Wut, Arger, "Herz und Bauch" die momentane Szenerie beherrschen. Wenn dem so wäre....der gesamten Menschheit bliebe viel Leid erspart. Und deine
Rationalität schildert rational, was Psychologie und Philosophie für dich ausmachen? Auch in Zeiten,
wo alles über einem zusammenbricht - wie beim TE, wie bei der EF? Rationalität? NIEMALS.
Und ja....die EF hatte die 2. Chance, die ICH aber nicht als 2. Chance sehen will, weil das Desaster des Aufdeckens der Affäre das viel dominantere Ereignis war. Die "2. Chance"....die kommt meiner Meinung erst noch....wenn der TE seiner EF diese einräumt...sonst nicht. Kann es nicht sein, dass die EF aus einem Aktionismus heraus das Gespräch mit ihrem Lover gesucht hat, ohne wirklich zu wissen, worum es tatsächlich geht? Meinst du wirklich, die EF hätte die volle Tragweite ihrer Affäre schon begriffen? Meinst du wirklich, der TE habe das volle Ausmaß als Betrogener bereits "intus"?
Und nein...niemand wird den TE ändern können, niemand wird die EF ändern können - das ist auch gut so. Wenn beide das jeweils selbst WOLLEN - sich verändern - dann wird das was....ob gemeinsam oder getrennt. Und da nutzen auch keine Muster oder wissenschaftlichen Erkenntnisse etwas....und du weißt selbst, dass Statistiken und Studien keinerlei Relevanz haben - auch wenn da Freud und Jung ihre Wissen eingebracht haben.
Und nein....dieses Frau-/Mann-"Gedöns" - es gibt Evolution, es gibt Sozialisation, es gibt Emanzipation...und immer wieder dieses in irgendeiner Form bemühen zu wollen, hilft weder dem TE noch seiner EF, noch der Familie noch den Kindern.
Dass die Argumentationsweise Affären betreffend bei Frau und Mann (sehr) unterschiedlich sein kann....auch das ist nix wirklich neues....und das eine Geschlecht, wie das andere liefert da zum Teil abstruse "Geschichten"...das will aber doch niemand wissen. HIER geht es um die TE und dessen EF - um sonst niemanden.
Vertrauen fassen - der TE für sich, die EF für sich? Ist das nach dem Desaster so abwegig? Beide werden nicht vor Vertrauen/Selbstvertrauen strotzen. Meinst du, der TE oder seine EF hätten irgendeine Form von Urvertrauen in sich selbst - JETZT, so kurz nach dem Desaster "Affäre"?
"Manifestation erkennbar in ihren Taten"....was soll denn "manifestiert" sein nach so einem Debakel?
manifestieren....sich klar zu erkennen geben! Meinst du tatsächlich, TE und EF seien dazu in der Lage - JETZT ...nach dem Debakel? Was erwartest du von Menschen, denen das Leben gerade um die Ohren geflogen ist? Wie lange das zurückliegt, spielt nicht mal eine Rolle....jeder braucht die Zeit, die er halt braucht.
Und nein....mehr als das Handeln der EF im Aktionismus war nicht zu lesen. Spekulativ kann in den Aktionismus natürlich reininterpretiert werden - ändert aber nichts an der Tatsache, dass ihr Handeln eher aktionistisch, denn wohl überlegt war.
Zitat Holylake:
Zitat:Wenn ich die Ausgangsfrage und die vielen Beiträge des TE richtig verstehe, geht es ihm nicht um Umerziehung oder Analyse seiner EF, sondern darum, SICH SELBST zu sortieren. Morus befindet sich in der emotional katastrophalsten Situation, in der sich ein junger Vater und Ehemann befinden kann: seine geliebte Frau hat ihn betrogen und danach eine von ihm gesetzte Grenze verletzt, die er gezogen hat, um den Schmerz auszuhalten, mit dem Ziel, runterzukommen und dann gemeinsam neu durchzustarten. Oder?
Das trifft er den Kern der Sache....
@
AUCH Männer sind keine Maschinen, die gefühlskalt und emotionslos über alles hinwegrauschen, was sich ihnen in den Weg stellt. Nein... Männer haben NICHT zu funktionieren, nur weil sie Männer sind. Es gibt keine Keule und keinen Lendenschutz mehr...und das ist auch gut so. Männer haben das RECHT, menschlich sein zu können. "Gleichberechtigung"....so heißt das wohl - steht im GG!
Sachlich kritisch zu sein....das muss erlaubt sein.

Und keiner kann das Recht für sich in Anspruch nehmen, "zwingend richtig" zu liegen.