Zitat von Schwedus:
Dein Anwalt ist ehrlich, er kennt das JA , er kennt das Gericht und dessen Entscheidungen.
Mit einiger Sicherheit dürfte das exakt zutreffend sein.
Sich von Emotionen, bzw. heftigen Emotionen, leiten zu lassen und in der Gemengenlage selbst, oder
sich dazu drängen lassen, wichtige Entscheidungen zu treffen, halte ich für alles andere als sinnvoll. Es
ist niemanden gedient, auch den Kindern nicht, alles eskalieren zu lassen. Insofern ist die Strategie des
JA richtig. Es ist allemal, nicht nur aus Kostengründen, richtig möglichst eine einvernehmliche - ohne
Gericht - Lösungen zu erreichen. Vorbedingungen zu stellen und daran stur festzuhalten sind da kontra-
produktiv.
Ganz, ganz wichtig ist der Eindruck der MA des Jugendamtes vom TE und seiner EF. Das heißt, ein be-
sonnenes, konstruktives, ehrlich und zuvorkommendes wirkendes Verhalten und sich für sein Kind ein-
setzen (50/50 Lösung) kommt ganz sicher gut an und kann positiv wirken. Für das JA steht das Kindes-
wohl über allem und ob das gefährdet ist, oder nicht. Daneben kann das JA beratend (juristisch nur all-
gemein) auch vermittelnd wirken und wor Gericht spielt das JA eine mit entscheidende Rolle bei der
Urteilsfindung.
Kluges, abgeklärtes und weitsichtiges handeln sollte immer das handeln bestimmen. Auch wenn sie
mit dem jetzigen, nur für wenige Tage geltenden Kompromiß, scheinbar ihren Willen überwiegend er-
reicht hat, so ist das lediglich temporär um das nicht eskalieren zu lassen.
Ihr Gesprächsangebot erfolgte ganz sicher nicht, weil sie sich ihrer Sache sicher war/ist. Natürlich
darf das JA keine Auskunft geben, ob sie dort bereits bekannt ist. Wegen ihrer eigenen Kinder von
zwei verschiedenen Vätern, kann davon jedoch ausgegangen werden.
Alles was jetzt aus dem Bauch heraus und emotional, anstatt rational und klug, gemacht wird sollte
jetzt - ohne Empfehlung/Unterstützung von seinem RA oder JA - unterbleiben. Der TE könnte seiner
Sache sonst momentan einen Bärendienst erweisen. Klar ist, die richtigen Schritte - RA und JA -
muß er jetzt konsequent gehen, nicht mehr einknicken und abweichend handeln, aber eben den-
noch klug und besonnen.