Ichgeheim
Gast
Zitat von Gast2000:Der TE reagiert damit auf das was ihm zum Wechselmodell bei den Kindern nun sich mehrfach
wiederholend geschrieben wurde. Und ja, das Wechselmodell ist umstritten und genau das spiegelt
sich, immer auf den Einzelfall bezogen, bei Gerichtsentscheidungen.
Die erfahrenen Familienanwälte wissen wie bei dem zuständigen Gericht in sehr ähnlichen Fällen
und Voraussetzungen in der Regel entschieden wird. Ich denke, hier im Forum können nur aus
Erfahrungen heraus und juristischem Grundwissen für den TE wichtige Empfehlungen gegeben
werden. In Rechtsfragen und für die Beratung ist sein RA zuständig und alles wichtige in Abstim-
mung sollte mit ihm erfolgen.
Für mich ist die entscheidene Frage: Möchte ich für mein Kind, was ja mit einer Trennung mit
betroffen ist, als Vater gleichermaßen zumindest zu 50/50 da sein, es aufwachsen sehen und
eine enge, liebevolle Bindung haben, oder nicht.
Es ist doch klar, dass damit eine Verantwortung verbunden ist (beide Elternteile) und andere Dinge
damit erschwert werden können (z.B. neuer LP, Patchwork usw.).
Ich finde und hoffe, der TE stellt sein Kind an 1. Stelle und tut alles damit es ihm gut geht und, auch
unter den dann dennoch nicht optimalen Bedingungen, wohlbehalten aufwachsen kann. Darüber
hinaus wäre es wünschenswert, dass er seine Tür für ihre eigenen Kinder offen hält und auch für
sie da ist und Halt gibt. Jedoch nur in der Verantwortung, wenn sie bei ihm sind.
Genau deshalb kam ja nochmal meine Frist für mich um zu überlegen.
Ist es für meine Tochter sinnvoll, das wechselmodell durchzuziehen, sie müsste bei mir mittags in eine Betreuung, die Mutter ist mittags meist zuhause. Ist es sinnvoll sie wochenweise von ihren Brüdern zu trennen? Das sind eben ein paar Punkte die da aufkommen, die es doch in ruhe zu überlegen gilt. Ohne Emotionen, ohne an meine ex zu denken, sondern nur an meine Tochter. Es muss ja auch für die Zukunft passen, langfristig planen.
Für die anderen beiden ist meine Tür natürlich offen, hier stellt sich für mich aber auch die Frage wieviel Verantwortung ich für die beiden noch übernehmen will und soll. Nicht um meiner ex nen gefallen zu machen, sondern ihm wohl der kinder.
Es geht ja auch nicht einfach darum mein Kind aufwachsen zu sehen, sondern vor allem darum es dabei fördern zu können. Ich muss mich ja auch in die Lage meiner Tochter versetzen und nicht nur meine Sicht sehen.
Ich finde die Entscheidung nicht einfach und habe mir deshalb mit meinem Anwalt den Zeitraum nach den Ferien gesetzt.
Er ist da zuversichtlich, meint die Gerichte tendieren immer mehr zum wechselmodell.
