Zitat von Offspring78:So wie ich es verstanden habe, hat der TE dem Jungen gesagt, er wäre sein leiblicher Vater. Konnte aber in all den Jahren nie in diese Rolle hineinwachsen und blieb innerlich auf Distanz. Väterliche Beziehung wurde nur zur Tochter aufgebaut und die Kinder durch diesen tä...
Hier sollte man sich schon im Klaren sein, dass Bindungen zu Kindern mit solche einem Background IMMER schwierig sind.Auch für leibliche Eltern. Selbst die haben Schwierigkeiten, zu ihren eigenen schwierigen Kindern eine Bindung aufzubauen. Ich weiß wovon ich rede, ganz sicher. Zu diesem Thema gibt es auch recht viel Lesestoff.
Deswegen wird ja immer auf Therapie gedrängt. Nicht nur, um den betroffenen Kindern zu helfen, für die Eltern ist es ebenfalls eine Art Therapie. Denn auch und gerade die betroffenen Eltern benötigen professionellen Beistand im Umgang mit solchen Kindern. Das wird einem nicht in die Wiege gelegt und das ist ganz sicher nichts, was man dem TE nun vorwerfen kann.
Das einzige, was mir dahingehend einfällt, mag vielleicht die Tatsache sein, dass er sich all zu schnell hat einwickeln lassen, die Vaterrolle für ein fremdes Kind zu übernehmen, doch bin ich mir sicher, dass er das mit dem besten Gewissen getan hat.
Sehr viele Kinder wachsen mit dem Gedanken auf, dass die Leute um sie herum ihre leiblichen Eltern sind. Ob das nun gut oder schlecht ist und wann der passende Moment ist, dem Kind die Wahrheit zu sagen, vermag ich sicher nicht zu beurteilen.
Was ich sehe: Der TE hat sich zwei fremden Kindern angenommen, denen ein zu Hause gegeben, jahrelang für sie gesorgt und sich um sie gekümmert. Genau wie zu seinem leiblichen Kind. Ich denke nicht, dass er sich dahingehend irgend etwas vorzuwerfen hat.