Zitat von Taleja:Man kann ja das Erlebte bewerten, aber bitte wirklich nur das , was man selbst erlebt hat und nicht von den eigenen Erfahrungen auf alle anderen schliessen.
Das ist das worum es mir geht!
Das ehrt Dich ja auch. Versuche es mal so zu betrachten: Wenn ein Mensch nichts anderes kennengelernt hat, kann er oder sie nur verallgemeinern. Mag ja sein, dass Du und andere Menschen dieses so nicht erlebt haben oder nicht in der entsprechenden Intensität. Vielleicht hast Du es besser weggesteckt, besser verkraftet. Vielleicht hast Du Freunde und Freundinnen, die Dich auffangen, die genau dann da sind, wenn man oder Du sie brauchst.
Was aber ist mit denen, die solche Menschen nicht haben? Die eben wirklich nur die dunkle Kehrseite kennengelernt haben?
Weißt Du, dieses Jahr ist Corona in aller Munde. Mich hats gesundheitlich dieses Jahr auch ganz derbe erwischt. Nicht mit Corona - dafür sind manche Organe schwer angeschlagen, ich hatte ne schwere Bronchitis, meine Stimmenbänder waren entzündet, ich konnte mehrere Wochen nur jiepsen. Auch Monate später komme ich nicht richtig auf die Beine, muss noch immer Medis nehmen, habe zeitweilig starke Schmerzen und freue mich nur über jeden Morgen, wo ich nicht mit Schmerzen aufwache. Ich sage mir schon die ganze Zeit: Was ein mistblödes Jahr. Ich werde älter, schwächer und auch langsam müde. In vielen Bereichen klappt es nicht so, wie ich es mir wünschen würde und was Beziehungen betrifft - da mache ich einen riesen Bogen. Das Vertrauen in einen oder mehrere Menschen - es ist weg. Mal heißt es: Riskier was. Joah, habe ich getan und wurde umso mehr enttäuscht. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich werde auch nahezu unsichtbar. Bzw. ich ziele darauf ab, weil der Schmerz einfach zu groß ist. Es ist keine Angst, es ist der Schmerz, der mich lähmt, der mich zurückziehen lässt, der mir Vertrauen nimmt. In mich und die Welt.
Frauen, die 50 und/oder älter sind, sie könn(t)en eine Bereicherung sein. Aber das Hauptproblem (meine Meinung) ist, dass sie sich Ziele setzen, die sie nicht erreichen können, dass sie wie mit 20 meinen, einen perfekten Körper zu besitzen, was garantiert nicht der Fall ist, ebenso bei Männern. Nur wenn ein Mann mit einem Bauch eine Frau anspricht, kriegt der Probleme und einen Korb. Macht das eine Frau, heißt es schnell: Der war nicht richtig, hat keine Ahnung etc. Nun, da hat der Mann auch nach dem Auswahlverfahren entschieden und dann eben gegen jene Frau. Leider machen dann einige viele den Fehler, bei ihren Standpunkten, Ansprüchen etc zu verharren und wundern sich, dass sie unsichtbar bleiben. Wäre da, natürlich beidseitig, nicht mal ein Entgegenkommen besser? Ich weiß es nicht, aber ich glaube, darin liegt der Schlüssel. Nicht im Pseudoselbstbewusstsein oder so. Davon habe ich mehr als genug - geholfen hat es mir aber nicht in den letzten vielen Jahren. Wohl aber die Erkenntnis, ich bin nicht mehr so gut wie vor 20-30 Jahren, ich habe halt körperliche Defizite, ich bin nicht mehr so fit, so vermögend, so und so. Aber ich bin ein Mensch, der sich über ein passendes Gegenstück freuen würde, dieses aber nicht (mehr) fand. Darum werde ich wohl alleine und unsichtbar bleiben. Ähnliche wie die TE, aber aus völlig anderen Gründen.