Zitat von sonnenplatz:]
Guten Morgen,
oh hast Du jetzt gar keinen Kater mehr, hab Deine Geschichte in den letzten Jahren verfolgt... Vielleicht solltest Dir wieder einen zulegen, ich bin immer froh, wenn der Hund daheim auf mich wartet.
Macht natürlich auch einiges schwieriger
, Arbeit, Urlaub etc, aber ich seh am Umgang mit dem Hund, wie Menschen ticken.
Übrigens sagt man über Männer mit Katzenaffinität Sensibilität und Einfühlungsvermögen nach...ideale partnerschaftliche Voraussetzungen
Ich habe Tiere schon immer gemocht. Hunde und Katzen haben mich immer ein Stück weit im Leben begleitet, ganz umfangreich war das, wo ich im Tierschutz und mit damaligen Veterinärämtern zusammenarbeitete, als ich noch auf dem Land lebte.
Als ich umzog vor wenigen Jahren, hatte ich noch zwei Kater aus der damaligen Vergangenheit mit meiner Ex: Meinen Willi, den ich seinerzeit aufnahm und der mir ans Herz gewachsen war und Moritz, der eigentliche Kater meiner Ex, den wir mal auf einer Landstraße fanden, neben seiner überfahrenen Schwester (vermutlich). Wir hatten ja so eine Art Gnadenhof und es dauerte nie lange, da hatten wir neue Katzen und Hunde. Natürlich kann man nicht alle behalten, die wurden aufgepäppelt, versorgt, zu Ärzten gebracht usw. Sehr zeit- und kostenintensiv, aber seinerzeit war das kein Problem. Nach dem krachenden Ende der Ehe war das Geschichte.
Willi verstarb leider schon letztes Jahr, damit war zu rechnen, denn er wurde über die Jahre immer schwächer und hatte auch eine Krankheit, die ihn letztlich niederstreckte. Aber er war doch deutlich länger bei mir, als die Ärzte dachten. Moritz´ Tod kam sehr überraschend, eine sehr schwere kurze Erkrankung und dann war er auch nicht mehr da. Er starb kurz vor der Corona-Pandemie. Das war ein mächtig derber Schlag, das letzte Lebewesen außer mir, dass in der derzeitigen Wohnung neben mir lebte.
Ich werde mir keine Katze und keinen Hund mehr holen. Meine gesundheitliche Situation (Nieren, Blase, diverse Organverbindungen) sind dazu zu instabil, teilweise noch immer in Rekonvaleszenz. Ich hatte mehrere OPs dieses Jahr und muss zeitweilig noch Schmerzmittel einnehmen, weil ich sehr starke Entzündungen und Einrisse in manchen Organen hatte. Die Ärzte können mir leider nicht sagen, woher das rührt. Theorien gibt´s zuhauf, bringen aber nichts. Sollte ich jedoch wieder ins Krankenhaus müssen - wer könnte dann ein Haustier versorgen? Das möchte ich keinem Tier antun, war zuletzt mit Moritz schon nicht leicht, da hatte ich Glück, dass ich, bevor er selbst krank wurde, immer irgendwie durchkam. Aber man sollte das nicht überstrapazieren.
Ein Hund wäre auch keine Option wegen meiner beruflichen Tätigkeit. Ich könnte den dahin nicht mitnehmen (keine Tiere erlaubt) und die wechselnden Schichtdienste wären tödlich, schon banale Sachen wie Gassigehen wären ein Problem. In der derzeitigen Situation ist ein Haustier für mich ein No Go. Ich habe lediglich einen Nano Cube mit Schnecken und Garnelen und das auch nur deshalb, weil ich da kaum was machen muss - im Gegensatz zu Hund und Katze. Sonst wäre das auch nicht hier.
Wie gesagt, Tiere mag ich sehr gerne, aber sie sind derzeit keine Option. Die Bedingungen sind in vielerlei Hinsicht ungünstig und ein Tier sollte sich immer wohlfühlen, das liegt mir am Herzen, denn er oder sie sind Teil des Lebens und der Familie.
So, wie ich derzeit lebe/leben muss, ist es leider nicht möglich. That´s life.