Leviatan
Gast
Zitat von Jane_1:
Mein erster Gedanke: Ich höre nur Mimimimi.
Zweiter Gedanke: Dem geht es richtig schlecht.
Lieber Leviatan, ich meine mich zu erinnern, dass du geschrieben hast, dass du seit Jahren nichts unternommen hast und kürzlich von einem jüngeren Kollegen mal mitgenommen worden bist. Und kürzlich also zum zweiten Mal seit Jahren wieder mal unter Leuten warst. Und da hast du eine Dame angesprochen, bist auf Ablehnung gestoßen und nun ist die ganze Welt schlecht. Ja, ich weiß, ich übertreibe.
Das ist aber so, als würdest du nach einem Unfall wieder laufen lernen und dann nach dem ersten Mißerfolg alles hinschmeißen.
Von dem was ich gelesen habe, waren deine letzten Jahre sehr schwer. Trennung, schwere Erkrankungen, Insolvenz, Schichtdienst. Das ist hart. Ich kann gut verstehen, dass du gerne jemanden an deiner Seite hättest, denn alleine ist das doch schwer zu tragen.
Mir scheint aber, dein Fokus sollte nicht auf der Partnersuche liegen, sondern auf dir selber.
DU bist dein Team, DICH darfst du niemals hängen lassen. DICH musst du gut und liebevoll behandeln.
Das Sixpack wird dich nicht heilen und dein Kreuz brauchst du noch.
Wie wäre es die holde Damenwelt erstmal sein zu lassen und zu schauen, wie du dein Leben schöner machen kannst?
z.B. alte Freundschaften wieder aufleben lassen? Der Mensch ist für´s Allein sein nicht geschaffen, das stimmt. Es muss aber nicht immer ein Partner sein.
Liebe @Jane_1 !
Danke für Deinen Beitrag.
Ich will hier das Thema nicht crashen, habe eigene.
Nur soviel:
Ich finde das Wort mimimi total unschön und ungerechtfertigt. Ich habe wirklich, wirklich verdammt viel Wahnsinn und Mist hinter mir, dafür reichen ein Thema und tausend Beiträge nicht aus. Andere Menschen haben das auch, aber Du sagst ja selbst (wie andere auch) : Kümmere Dich um Dich! Mach ich auch.
Die letzten Jahre seit der Trennung, eigentlich schon davor, waren schlicht die Hölle. Hab´ in meinem Leben schon viele Kämpfe ausgefochten, aber diese Jahre zuletzt waren Raubbau an Seele, Herz und allem, was mir lieb ist. Zweimal bin ich Gevatter Tod von der Schippe gesprungen. Vor allem das hat meinem Leben ein Umdenken ermöglicht. Nach dem Ende der Ehe vor 6 Jahren war ich am Ende. Tot wäre ich am liebsten gewesen. Es folgten Jahre der Dunkelheit. In jenen Jahren habe ich aber immer wieder, auf allen möglichen Wegen, versucht, Kontakte zu knüpfen. Das beinhaltet Freunde wie eine neue Liebe. Erstere hatte ich ein paar gefunden, letzteres nicht.
Mir gibt eine Liebe unheimlich viel Kraft, gerade dann, wenn ich mal schwach bin und ich weiß, wozu ich dann fähig bin. Dafür liebe ich noch heute meine Exfrau, obwohl sie mir wirklich nicht schön mitgespielt hat. Aber das habe ich abgeschlossen, das Thema.
Ich möchte nun endlich wieder ein "normales" Leben haben, mit einer Partnerin an meiner Seite. Und egal, was ich versuche, ich scheitere. Ablehnung ist das schlimmst mögliche, was mir ein Mensch antun kann. Ich wurde schon mit Messern angegriffen, mit Schusswaffen, ein Ex-Schwiegervater meiner versuchte mich vor einem gerichtlichen Verhandlungstag zu überfahren. Ich war in Schlägereien involviert, um andere zu schützen, habe Kinder aus Familien geholt, wo Missbrauch und Schläge an der Tagesordnung waren und und und. In meinem Leben habe ich auch schon zig Tote leibhaftig gesehen: Dro., Alk., Opfer von Gewalt, Missbrauch, Verge....gung, Mord, die ganze Palette.
Nichts davon hat mich gebrochen. Die Ablehnung meiner Ex war der erste wirklich heftige Genickbruch. Den habe ich mittlerweile gekittet.
Aber jetzt geht der Schitt von neuem los. Als ob kein Ende in Sicht wäre.
Ich kann keine Liebe einfordern, aber wenigstens einen fairen Umgang mit Respekt. Was da vorgestern ablief, war absolut respektlos. Vielleicht, wohl er sehr wahrscheinlich, sehe nur ich das so. Immer im Leben habe ich es geschafft, auf Frauen einzugehen, sie liebevoll und gefühlvoll zu behandeln, sie weder physisch noch psychisch zu attackieren - im Gegenteil, ich habe derartige Angriffe abgewehrt. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben
Mein Therapeut meinte: Was ich erlebt habe, reicht für dreimal Hölle und Wahnsinn ohne Rückfahrkarte.
Ich habe das alles überstanden und stelle mich meinen Ängsten und meinen Gegnern. So viel Mist wie ich erlebt habe - Angst kenne ich nicht, aber Enttäuschung aus Ablehnung schon.
Ich möchte den Thread hier nicht mehr kapern, bitte schreibt mir in einem meiner Themen, dazu nehmen ich dann Stellung.
Möchte mich entschuldigen, dieses Thema dafür genutzt zu haben. Es passte nur gerade gut, aber es ufert aus.
Liebe Grüße

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