Zitat von Angi2:Ich verstehe genau was du meinst....
Du beugst einem erneuten Verlust vor, WEIL dieser Mensch dir besonders wichtig ist. Du bist lieber ein Leben lang mit ihr befreundet, als sie an Unstimmigkeiten im täglichen Leben zu verlieren.
Ich hoffe für dich, dass du ihr nicht so wichtig bist, dass sie mit einer Freundschaft irgendwann nicht mehr zufrieden ist. (Du merkst schon, dass sie entsprechende Fragen stellt,und auch, dass sie mit dir über einen Mann spricht, den sie kennengelernt hat, könnte darauf hinweisen, dass sie dich daran erinnern will, dass sie nicht immer wartet)
Du solltest mit ihr vllt. mal darüber reden - aber vllt. auch nicht, denn das könnte sie auf die Idee bringen, dir zu beweisen, dass du keine Angst haben musst, sie zu verlieren. Damit würden die Auseinandersetzungen dann schon losgehen.
Ja Angi, das hast du gut zusammengefasst. Die Vorgänge bzw. die Komplexität der Vorgänge ist mir durchaus bewusst, umso schwerer ist es dagegen an zu steuern. Grundsätzlich möchte ich mich der Liebe bzw. dem Leben zu zweit auch nicht verweigern und wünsche mir das auch irgendwie. Dennoch steht z.Z. Unabhängigkeit und mein eigenes Ding machen noch weiter oben auf meiner Liste. Auch auf die Gefahr hin, dass die Jahre ins Land gehen und man irgendwann wirklich alt und alleine ist...
Zitat von Zugaste:Ich würde dir gerne meine Gedanken zu deinen Verlusten da lassen.
Sehr nahe Angehörige zu verlieren ist ganz, ganz schlimm. Und wenn du sie gepflegt hast, dann kostet das auch sehr viel Kraft.
Allerdings ist ihr Gehen keine bewusste Entscheidung gewesen wie bei einer Trennung in der Partnerschaft, bei der mindestens eine beteiligte Person entscheidet, dass zu beenden, sprich abrupte, massive Distanz, sondern ihr Gehen geht einher mit Liebe, Hilfe, emotionaler Nähe, gerade wenn du gepflegt hast.
Ich hoffe, es wird verständlich was ich meine.
Zu der Frau: du möchtest sie lieber als Freundin, als sie eventuell später als Partnerin zu verlieren. Weil letzteres deiner Meinung nach weh tut, wenn ich dich richtig verstanden habe.
Aber was fühlst du denn jetzt, wenn sie von ihrem Freund erzählt? Auch wenn sie deswegen traurig ist. Tut das deiner Meinung nach weniger weh? Oder wenn ihr wochenlang nix voneinander hört und seht?
Was macht sie so besonders? Warum wäre ihr Verlust so schmerzhaft? Wer sagt, dass sie irgendwann nicht mehr möchte, wenn ihr in einer Beziehung wärd?
Kann es sein, dass du Liebe mit massiven Verlust und Schmerzen assoziierst?
Gerne beantworte ich deine Fragen.
Wenn sie von ihrem Freund erzählt ist mir das Wichtigste, dass sie glücklich ist bzw. sich angekommen fühlt. Egal ob bei ihm oder mir. Ich möchte, dass SIE glücklich ist, auf welchem Weg auch immer. Das weiß sie auch, dass das so ist.
Mir tut nur weh, wenn es ihr nicht gut geht. Eben weil ich möchte, dass es ihr gut geht. Es tut mir nicht weh, dass sie jemanden hat, sondern nur, dass es ihr damit nicht immer gut geht.
Und ja, es tut mir weh, wenn wir wochenlang nichts voneinander hören. Das geht dann immer von 100 auf 0 und wieder zurück von 0 auf 100. Und ich weiß nicht warum. Zack, ist sie plötzlich weg und genauso ZACK wieder da!
Sie war von Anfang an besonders. Wir hatten recht schnell einen Draht zueinander. Und die Besonderheit besteht darin, dass sie eher der Typ 'freier Vogel' und kommt und geht sie wie lustig ist. Sie ist total schlecht im Kontakthalten und einfach extrem verplant und vergesslich. Sie hat nur einen recht kleinen Freundeskreis, weil viele mit ihrer Komm-ich-heut-komm-ich-morgen-Einstellung Probleme haben. Ich weiß aber, wie es wirklich in ihr aussieht, zumindest was dieses Thema angeht. Und sie wird nicht müde zu betonen, wie sehr sie es zu schätzen weiß, dass ich ihre ganzen Marotten hinnehme und sie jederzeit vorbehaltlos bei Allem unterstütze. Das hat zusammen geschweißt, ebenso wie ihre Hilfe damals als ich in der Familie mit dem Tod zu tun hatte
Und ja: leider muss ich sagen, dass ich Liebe mit Verlust und Schmerzen assoziiere, zumindest auf der partnerschaftlichen Ebene.
Vielen Dank für deine Gedanken zum Thema Tod. Es ist verständlich was du meinst und ich bin da inhaltlich auch bei dir. Dieses Verlustding betrifft tatsächlich hauptsächlich sie, bei anderen Freunden die ich teilweise länger kenne hab ich das nicht so stark.
Zitat von Arjuni:Was möchtest Du denn jetzt von uns wissen?
Wie Du zu unverbindlichen Dates bei jungen Frauen kommst?
Der Thread hat tatsächlich eine interessante Eigendynamik entwickelt, die ich so nicht absehen konnte.
Ja, ursprünglich ging es darum, dass es trotz anfänglich guten Kontakts nicht weiter zu Dates kommt, aber das hat sich mittlerweile aufgehellt. So richtig will ich das nicht, daher forciere ich das auch nicht. Aber dennoch macht der Kontakt zu den Damen ja Spaß.
Zitat von Hansl:Als ich so in Deinem Alter war, da konnte ich auch meine Verlustängste, Bindungsängste usw alles perfekt mit meinem Leben erklären, gar philosophisch literarisch erklären, beschreiben und leben. Man verkauft sein Leben dsbzgl als "die" Ideologie schlechthin.
Jop, so ist es. Ich lebe gerade ein gutes Leben. Guter Job, Haus, 5 Autos (3 davon in Restauration, Hobby + Beruf gleichermaßen), gesund, fit, fast immer der Strahlemann, lebensbejahend und reisefreudig. Motto derzeit: was kostet die Welt.
Aber gleichzeitig auch gerne mal melancholisch, philosopisch, nachdenklich, kritisch und hinterfragend.
Ich diskutiere mit einem Freund oft über das Thema 'offene Beziehung' weil das ja der perfekte Weg wäre sich Leid zu ersparen etc.
Also auch hier von mir: ich weiß, was du mir sagen willst!
Zitat von Sohnemann:Mit der Einstellung würdest du sie mit 99,9 prozentiger Sicherheit wegen allgemeiner Spannungslosigkeit verlieren.
Also, war das ja wohl die richtige Entscheidung mit der Freundschaft.
Aber dass du dich Dadurch bei anderen Frauen dann auch so blockierst ist natürlich Mist.
Die Buddhisten würden sagen, du leidest unter allzu großer Anhaftung ^^
Das mit der "großen Anhaftung" muss ich erstmal googlen
