Und hier mal wieder einer aus der Kiste: Frauen sind so und Männer auch.
@molzer, nur weil Du ne Lady am Start hast, die Deines (!) Erachtens nach Deine Vorstellung von Streitkultur nicht teilt, ist der Rückschluß, daß alle Ladies so wären, schon ein bissl weit hergeholt.
Mal ein bißchen nach den Hintergründen gefragt, wie kommste denn jetzt auf die Verallgemeinerung?
Bei wie vielen Mädels, ist Dir das denn schon passiert? Von wie vielen die Du insgesamt kennst? Und beziehen sich die gemachten Erfahrungen alle auf die gleiche Altersgruppe oder bezieht sich die von die gemachte Wahrnehmung auch auf unterschiedliche?
Sind die Ladies alle aus dem gleichen Kulturkreis oder ist die nicht vorhandene Streitkultur auch bei Damen anderer Länder oder Kontinente anzutreffen?
Fragen über Fragen. So ein bißchen mehr Datenmaterial wäre vielleicht nicht schlecht.
Aber da wir hier ja über (noch nicht ganz fundiert dargelegte) Wahrnehmungen reden, hier ist eine auch nicht besonders fundierte meinerseits:
Ein Mann, der den mangelhaften Austausch von Sachargumenten in der von ihm geführten Beziehung, dadurch zu kritisieren sucht, daß er recht haltlose Verallgemeinerungen über die Männer und die Frauen aufwirft, scheint dann doch deutlich zu demonstrieren, daß die eigene Fähigkeit zur Abstraktion vielleicht auch nicht ganz so gegeben ist, wie in der Eigenwahrnehmung vorhanden.
Find ich ja wirklich hübsch, daß Du der Meinung bist, Deine Lady hätte es nicht so mit Sachargumenten.
Stichwort Glashaus und Steine.
So, wir können natürlich ganz gern mal darüber reden, was bei Dir und Deinem Herzblatt in der Kommunikation nicht so besonders gut läuft und woran das vielleicht liegt.
Hier sind drei Grundregeln:
1. So unglaublich nachvollziehbar es ist, zu glauben, daß Deine Auffassung von, was eine faire Auseinandersetzung und/oder fairer Mittelweg sei, allgemeingültig ist, diese Auffassung muß nicht automatisch geteilt werden. Fair, im Sinne von gerecht, ist ein Füllwort, was von ganz vielen Menschen mit sehr unterschiedlichen Ideen gefüllt wird.
Den meisten gemein, ist allerdings der Glaube, daß, wenn man selbst etwas als fair eingeteilt hat, dies automatisch (!) von allen anderen auch so gesehen wird oder jedenfalls so gesehen werden sollte Dem ist aber nicht so.
2. Wenn Auseinandersetzungen von zumindest einem Partner als überwiegend nicht funktionierend wahrgenommen werden, ist selten immer nur der andere zu 100% schuld.
3. Wenn Du andere Ergebnisse der Auseinandersetzung haben möchtest, mußt Du am eigenen Verhalten und/oder der eigenen Überzeugung etwas ändern. Es gilt immer, man kann den anderen nicht ändern, man kann nur die eigenen Anteile verändern.
Schließlich und endlich, mal angenommen, Du hättest jetzt hier zu hören bekommen, @molzer, Du hast so Recht, meine macht das genauso. Was genau hättest Du eigentlich davon? Was würde das ändern?
