Warum wurde dieses Thema eröffnet?
Was ist die Motivation ein solches Thema zu diskutieren?
Kann kontrovers diskutiert werden?
Oder geht es hier tatsächlich nur um eine Sammlung von zustimmenden Kommentaren?
Zitat von thegirlnextdoor: Was ich dir gerne sagen würde: lass dich von den anderen Meinungen nicht so ärgern.
Es gibt genügend Menschen, die es so sehen und so empfinden wie du.
Deine Meinung/Sichtweise ist genausowenig falsch wie die der anderen, die sich für oder gegen eine Ehe 2.0 entschieden haben... es ist klar, dass jeder aus seiner Perspektive die Dinge anders sieht und bewertet.
@thegirlnextdoor
Deine Kommentare sind für mich i.d.R. gut nachvollziehbar formuliert.
Selbst wenn ich möglicherweise anderer Meinung bin, kann ich deine Erläuterungen verstehen.
Aber, deine tröstenden Worte gegenüber des TE verstehe ich nicht.
Zuerst ein solches Thema zu starten und dann aber nicht bereit zu sein, um ernsthafte, andere Meinungen zu diskutieren bzw. sich sogar davon ärgern zu lassen, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Zudem das Thema, so pauschal und irgendwie auch oberflächlich formuliert, viel Zündstoff birgt.
Selbst hier gibt es viele sehr individuelle Erfahrungen mit sehr unterschiedlichen Protagonisten, die es sehr unterschiedlich bewerten - mal wissenschaftlich und mal auf gemachten Erfahrungen basierend.
Ja und?
Warum nicht?
Zitat von Martin123: Trotzdem - nochmal - ich weiß, dass diese Argumentation (es ist passiert, ich wollte das nicht) eben die gängige Ausrede der Betrüger ist und genau das, was die Betrogenen so gerne hören wollen, wenn sie die Ehe 2.0 starten wollen. Für mich ist es eine Lüge (der Betrüger) und ein Selbstbetrug (der Betrogenen).
@Martin123
Ist das o.g. nicht viel mehr der Grund dieses Themas?
Bist du nicht einfach nur super verunsichert, ob und wie eine Neugestaltung deiner Ehe funktionieren kann?
Das verstehe ich sogar.
Nur pauschalisierte Bewertungen der Intention anderer, werden dir nicht helfen.
Denn, das, was du annimmst, mag eventuell und vielleicht teilweise stimmen - muss es aber nicht!
„Gängig“ ist es ganz sicher nicht!
Es gibt unzählige Motive.
Deine Annahme, dass der ehemals Betrogene nur in dieser Ehe bleiben konnte, weil er seinen ehemals betrügenden Partner von dessen Schuld im Nachhinein freispricht - getreu diesem hier genannten Motto: „es kann jedem passieren“ ist viel zu kurz gesprungen und vereinfacht deutlich komplexere Zusammenhänge. Zudem stimmt es auch einfach ganz oft nicht.
Zitat von KPeter: Denn ich habe in den letzten 20 Jahren viele Ratsuchende durch die Anfangszeit der Ehe 2.0 begleitet. Und deren Erfahrungen waren ebenso unterschiedlich wie die Charaktere der Betroffenen.
@Martin123
Das ist somit tatsächlich nicht nur meine Einzel-Erfahrung.
Vielleicht liest du dir trotzdem diesen Kommentar einfach mal durch.
Ich spreche hier als ehemalige Betrogene, deren Ehe 2.0 jetzt mittlerweile fast 2-stellig funktioniert - und nach wie vor erfolgreich ist.
Dabei hatte und habe ich niemals die Affäre meines Mannes relativiert.
Selbstverständlich hätte er damals „NEIN“ sagen müssen.
Selbstverständlich war er für seine damalige Entscheidung voll verantwortlich.
Und selbstverständlich hatte er mich damals sehr verletzt - etwas, das ich ganz sicher nicht verdient hatte.
Aber, ihn als Mensch macht eben sehr viel mehr aus.
Letztendlich hatten WIR uns zu einer neuen Beziehung entschlossen, die bis heute sehr gut funktioniert.
Sorry @Martin123
auch wenn ich deine Misere sehe und deinen Kummer verstehen kann, empfinde
ich deine o.g. Äußerungen anmaßend.
Zitat von KPeter: Meine wichtigste Erkenntnis dazu ist, dass niemand, der betrogen wurde, diesen Neuanfang wirklich „dem anderen zu Liebe“ macht. Man tut das, weil man es selber für sich will. Man tut es, weil man sonst den Menschen aus seinem Leben streichen müsste, der bis gestern noch mein wichtigster und geliebter Partner/in war.
@KPeter
Ja, genauso ist es!
Es ist letztendlich eine Entscheidung, deren Motive, Auswirkungen…. viel komplexer ist, als dies hier pauschal und mit einfachen Worten zu begründen.