Zitat von Pinkstar:ich denke, dass es gut wäre, wenn du sogar auch dann eine psychosomatische Reha, nach der ambulanten Therapie, in Anspruch nimmst.
Momentan mache ich die Akuttherapie, das sind 12 Sitzungen, also ca. 3 Monate.
Danach kann ich eine psychosomatische Reha beantragen? Oder muss man da eine Langzeittherapie oder so gemacht haben?
Wie lange dauert es, bis so eine Reha genehmigt wird?
Wie zeitnah muss/kann ich mit einem Arbeitsausfall rechnen... Ich bin ja auf Jobsuche, weil ich mit meinem jetzigen ziemlich unzufrieden bin (vielleicht war dieser auch der Grund, warum die Beziehung (aufgrund meiner starken Unzufriedenheit) beendet wurde), zum anderen weil die Gehälter nicht regelmäßig kommen. Wenn ich nun aber einen neuen Job beginne und dann erstmal (in der Probezeit) zur Reha möchte, bin ich den neuen Job gleich wieder los.
Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Das Gespräch lief nicht so gut, und ich denke, wenn die mich nehmen, dann müssen die schon sehr verzweifelt sein. Abgesehen davon,
seit dem Gespräch geht es mir aber gut! Ich denke seitdem weniger an den Ex und habe kaum (oder gar nicht? - ich habe nicht mal darauf geachtet) geweint. Vielleicht liegt es an dem schnuckeligen Gesprächspartner, einfach das Sehen "Ah es gibt noch andere Männer", denn vor einigen Wochen sah ich schon mal einen Mann der mir optisch gefiel und der sogar Single ist, auch da ging es mir für ein paar Tage gut, vielleicht liegt es aber auch an der Hoffnung, die ich allein durch die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten habe - die Zukunft ist vielleicht doch nicht so schwarz...
Ja, jedenfalls macht man sich dann ja Gedanken, was ist, wenn die nun anrufen, ich könne die Stelle bekommen (auch wenn ich wie gesagt nicht damit rechne, aber vielleicht sind sie wirklich so verzweifelt, man weiß es ja nicht, immerhin haben die mich ja auch eingeladen).
Zum einen würde ich gerne, da ich bei meiner jetzigen Arbeit keine Zukunft sehe, das Gehalt unregelmäßig kommt (immerhin hatte ich heute das Gehalt für Februar auf dem Konto) und ich schon ein regelmäßiges Einkommen benötige, jetzt wo ich allein bin. Und die Leute dort wirkten nett, ja schon so, als wenn ich mich dort wohlfühlen könnte. Zudem bieten sie mir ein besseres Startgehalt als anderswo (aber immer noch weit unter meinem jetzigen Gehalt - was aber ja erst sehr spät kommt).
Nun, was mir zu denken gibt, sind die Arbeitszeiten. Jeden Tag, auch freitags, bis 17:30 Uhr. Das kenne ich nicht, habe lange bis 16 Uhr gearbeitet und es wurde irgendwann zur Qual für mich, ich hielt es kaum aus so lange. Daher arbeite ich jetzt nur noch Teilzeit, bis 13 Uhr, das halte ich gut aus. Wenn 16 Uhr schon Qual war, wird 17:30 Uhr nicht noch mehr Qual? Nimmt mir noch mehr Lebensqualität? Halte ich es durch, dauerhaft so lange zu arbeiten, ohne Verschlechterung der Gesundheit, Psyche? Wann koche ich, ernähre ich mich gar nur noch von ungesunden Fertiggerichten? usw. Und all dies für weniger Geld als derzeit in Teilzeit.... puh. Schwere Überlegung.
Dann stellte ich mir noch die Frage, kann ich die Arbeit überhaupt noch? Habe zwar eine Ausbildung, aber 20 Jahre nicht mehr in dem Beruf gearbeitet.... Komme ich da zurecht? Aber wie gesagt, die wirkten nett, sicher können sie mich da gut einarbeiten.
Und, dann kam der Geistesblitz: Sollte ich nicht vielleicht doch erstmal meine Psyche heilen? Mit viel Freizeit (egal ob durch die derzeitige Teilzeitarbeit oder die daraus drohende Arbeitslosigkeit), Zeit für mich, Zeit für Therapie, ggf. die von Pinkstar vorgeschlagene psychosomatische Reha (die ja keinesfalls schaden kann)... würde ich mich dann nicht viel besser in einem neuen Job zurecht finden? Nicht nur im Job, auch im Leben und in einer neuen Partnerschaft....
Dann wieder das große Aber, ich würde da schon gerne arbeiten, mir die Chance nicht entgehen lassen, wenn sie mir angeboten würde. Irgendwie hoffe ich leider gar etwas, dass die mir Absagen, damit ich die Entscheidung gar nicht treffen muss...
Über Meinungen, Gedanken, etc. freue ich mich
