Ricky
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Zitat von MiraTalia:das sind Dinge die ich nachvollziehen kann. Auch das Wegtragen der Frau oder aufs Bett schmeißen. Whatever. Alles was nicht in Gewalt, und dazu zählt eine Ohrfeige schon, denn sie ist über die Maßen demütigend, ausartet. Ich sagte auch nicht, dass man zuschauen soll und sich von der Frau alles gefallen lassen soll. Wir sind zuweilen auch fiese kleine,manipulierende und zicke Geschöpfe. Körperlich aber immer noch unterlegen. Und wenn ich mich in den Weg stelle, hab ich am Ende auch kein Problem damit beiseite geschoben zu werden. Ich bin ja über seine Grenzen gegangen. Aber ne Ohrfeige? Nur dann berechtigt, wenn ich zugeschlagen habe.
Das ist ein Standpunkt, den ich durchaus nachvollziehen kann. Mir ging es dabei auch mehr um eine Analyse: Was führt dazu, dass er zugeschlagen hat. Meist gibt's ja Gründe, auch wenn die nicht zwangsläufig in Ordnung sind.
Zitat:Nein es ist nicht in Ordnung dass Frauen bedrängen. Ich möchte auch nicht so behandelt werden.
aber das hier mein Lieber :
ist absoluter Schwachsinn. Ich bin nicht feministisch, weil ich ne schwache Person bin. Ich stehe für meine Rechte ein. Z.B.: Meine Rechte als Frau und Mutter Studieren zu dürfen, meine Rechte als Frau genauso viel zu verdienen wie ein Mann, meine Rechte als Frau politisch sowie auch menschlich ernst genommen zu werden. Meine Rechte als Mutter nicht zum Hausmütterchen zu mutieren, nur weil die Gesellschaft es von mir verlangt. Feminismus hat nichts aber auch garnichts damit zu tun, dass ich als Frau sagen darf: "ich bin schwächer-also darf ich das." Ganz im Gegenteil: "Ich bin stark also seht mich". Ich muss meine Vag.ina nicht dazu einsetzen um Gehör zu bekommen.Ich möchte als vollwertiger Mensch wahrgenommen werden So wie ihr Männer auch. Das ist Feminismus.
Oh, doch, "meine Liebe", das ist kein Schwachsinn. Feminismus, wie er in den 70ern ausgelebt wurde, ist lange nicht mehr der, der er heutzutage ist. Und wenn Du Dir die Einsilbigkeit desselben nämlich direkt ansiehst, es in diversen Debatten verfolgst, geht es immer nur noch auf denselben Ursprung zurück. Wählen durften Frauen ja schon lange vor den 70s. Wenn mich nicht alles täuscht um 1919 herum. Es geht dabei auch gar nicht darum, dass der Frau alle Rechte abgesprochen werden und wurden und die Neuerung Vergwaltigung in der Ehe als Straftat anzusehen, ist ein richtiger Schritt. Feminismus hat sich aber in eine Form mutiert, die nur noch darauf ausgelegt ist das eine Geschlecht als gut, das Andere als Böse anzusehen. Und der Hardliner-Blödsinn, der dahinter steht, ist halt ekelhaft. Und der radikale Feminismus, der seine Ursprünge ja auch schon irgendwo in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte, hatte viel zu viel Einfluss auf den gemäßigten. Allein dass das Sprachrohr in Deutschland Alice Schwarzer war/ist, spricht da eben Bände. Eine gleichgeschlechtlich Frau, deren Männerhass so offenkunding immer wieder bekundet wurde, v.a. in öffentlichen Debatten (Stichwort Kachelmann oder Gina-Lisa) als Verkünderin der "neuen Weisen" zu sehen, ist und war eine Zumutung sondergleichen. Und irgendwann - gerade Mitte/ende der 90er - hattest Du eine Medienlandschaft geprägt durch Hans Meiser und wie der ganze andere Quark noch hieß, die Dir einredete, man müsse sich schämen ein Mann zu sein. Du wirst das nicht so empfinden, weil Du kein Mann bist. Da habe ich an der Universität in den Gendering Debatten Beweise "noch und nöcher" gegeben. Grauenhaft. Da hat sich selbst meine Professorin drüber amüsiert.
Zitat:Ja, ich versteh darunter: Einen kleinen schwachen Menschen, der sich von einer kleenen Person den Weg versperren lässt, einfach zu schwach ist, stark zu sein. Also klatschen wa der nervigen Ollen eine.
Wie gesagt. Das ist eine Sichtweise auf die Sache. Aber eben nur eine.
