Ich schließe mich denjenigen hier an, die annehmen, dass dein Freund nicht genug Gefühle für dich hat und zu feige ist, sich dieser Tatsache zu stellen.
Du wiederum merkst, dass du eigentlich nicht gut aufgehoben bist in der Beziehung, willst das aber nicht zulassen und versuchst manipulativ deinem Freund Zuneigung und Fürsorge zu entlocken. Das geht aber erfahrungsgemäß nach hinten los.
Eure Beziehung ist in einem totalen Ungleichgewicht und ihr habt beide ungesunde Verhaltensweisen, die zu diesem Ungleichgewicht beitragen. Du klammerst und unterwirfst dich, sobald er sich nicht mehr klammern lässt. Er entzieht sich brutal mit Rückzug, Schmollen, Mauern. Das sind beides auf ihre jeweilige Art krasse Machtspielchen, wobei du in der emotional wesentlich schwächeren Position bist und er sich seit darauf ganz schön ausruht. Vom erzieherischen Aspekt seines Verhaltens haben hier ja schon einige sehr deutlich geschrieben, dem schließe ich mich vollumfänglich an.
Zitat von med-mel:Aber nach drei Jahren ist das doch keine Art.
Doch, siehst du doch. Ist seine Art.
Zitat von med-mel:Und wenn man sich versöhnen will muss ja einer den ersten Schritt machen.
Davon hast du ja nun schon reichlich getan, erste, zweite, dritte, vierte, fünfte Schritte auf ihn zu. Wieviele willst du noch machen? Deine Würde hast du ihm in seinem Schmollspiel mehrfach zu Füßen gelegt.
Weißt du, Liebe hat auch sehr viel mit gegenseitigem Respekt zu tun. Wenn dich jemand schlecht behandelt, und du dem das durchgehen lässt und sogar noch hinterher stiefelst um des lieben Friedens willen, und sich sowas wiederholt, verliert er den Respekt vor dir. Weil er ja sieht, dass du dich selbst nicht respektierst, indem du dich schlecht behandeln lässt. Sowas lädt dann geradezu dazu ein, den anderen weiterhin schlecht zu behandeln, noch mehr den Respekt und damit auch die guten Gefühle zu verlieren. Das ist eine Abwärtsspirale, an der du durchaus beteiligt bist, wenn du dich derartig seiner Laune unterwirfst.
Zitat von med-mel:Und ehrlich gesagt ist es das einzig negative was ich an ihm finden kann. Der Rest ist eigentlich perfekt.
Da lügst du dir aber ziemlich was in die Tasche, vor allem falls es sich bei deinem ersten Thema auch um den selben Mann handeln sollte. Das ist verständlich, denn Verlustangst macht manchmal genauso blind wie frische Verliebtheit. Aber hilfreicher wäre es für dich, nun mal eine realistische Bestandsaufnahme zu machen.
Und selbst wenn es ungeschönt so wäre, bist du ja mit der Gesamtperson zusammen und nicht nur mit dem perfekten Rest. Ist wie eine Torte, bei der nur die Buttercreme ranzig ist, der Rest "eigentlich" perfekt.
Wäre ich an deiner Stelle, würde ich nur noch Kontakt aufnehmen oder zulassen, um die an diesem Punkt
von mir entschiedene Trennung abzuwickeln. Komm in deine Handlungsfähigkeit!