Zitat von Plentysweet:mit dem sich jemand einen Vorteil verschafft und der zu Lasten des Manipulierten geht.
Dem muss ich entschieden widersprechen. Manipulation muss nicht zwingend etwas zum Nachteil des anderen sein. Es kann sogar einen Vorteil bringen, ohne dass ich selbst etwas davon habe.
Beispiele:
Eine Arbeitskollegin von mir wagte sich nicht, den Cheffe um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Hätte ich sie offen dazu gedrängt, hätte sie dicht gemacht, mein kleines Krustentier. Stattdessen habe ich ihr wochenlang vorgeschwärmt, wie lustig es damals war, als ich mir ein höheres Gehalt "erpokert" hatte. Ha, ein Kinderspiel.
...Erstunken und erlogen. Was hatte ich kämpfen müssen. Am Ende der Diskussion hatte ich vor allen Dingen eins bereut: keine geladene Schusswaffe mit zu den Verhandlungen genommen zu haben.
Gleichzeitig habe ich dem Cheffe immer wieder gezielt mit der Nase auf die Arbeiten dieser Kollegin gestoßen, die er sonst ja nicht wahr genommen hätte. Eindeutig Manipulation. Geschadet hat es keinem von beidem. Ok, meine Kollegin war schweißnass gewesen, als sie aus dem Büro kam, weil es doch nicht sooo ein Kinderspiel gewesen war. Da sie aber nun einmal die Verhandlungen begonnen hatte, traute sie sich nicht, mittendrin abzuhauen und hatte sich lieber bis zum Ende durchgebissen. Und Cheffe hatte danach eine zufriedene Mitarbeiterin mehr. ...Haben sie es mir gedankt? Nein! Ich wurde von beiden Seiten angepampt! Undankbares Pack!
Herr Manson ist ein wirkliches zähes und durchsetzungsfreudiges Kerlchen. Dummerweise ist er Ire bekommt schon mal Besuch von dem großen, schwarzen Köter. Sprich: er neigt in den diesen Phasen zu dunkeldüsteren Gedanken. Da er aber ein zähes Biest ist, kann man ihm nicht einfach gut zureden, dann kommt er sich klein und schwach vor. ...Was ihn dazu veranlasst, in seinen Schmollwinkel abzuhauen.
Wut hat dagegen einen heilenden Effekt. Entweder ich bringe ihn gezielt auf die Palme (nachdem ich vorsorglich den Katastrophenschutz informiert habe) oder ich gebe mich mitfühlend. Dann mache ich ihn drauf aufmerksam, dass er ja nun in ein Alter kommt, da nimmt das Testosteron ab und der Mann wird nun mal deutlich ruhiger.
...Solltet Ihr mal sehen, wie schnell der vom Sofa hoch ist und in blinden Aktionismus verfällt. Dizzy Devil von den Tiny Toons ist dagegen ein ausgeglichenes Kerlchen. ..Ist nicht so leicht, depressiv zu sein, wenn man gerade die Welt aus den Angeln hebt. Ok, das ist eine Win/Win-Situation. Herr Manson neigt dazu, in jeder Lebenslage Saft und Kraft zu beweisen.
Und Stichwort Marketing. Da hämmer ich Dir auch durchs Hintertürchen die Vorzüge eines Produkts durch die Hirnrinde, bis Du glaubst, nicht mehr ohne sein zu wollen. Gehen wir mal davon aus, ich habe Dir ein Produkt aufgeschwatzt, was Dir tatsächlich einen Vorteil bringt. ...Wo ist den da die gemeine Manipulation? Hinterhältig, ja. Aber ganz gewiss nicht böse.
Zu guter Letzt Selfmarketing. Ob Mann oder Job, ich bin nicht so blöd, mich mit meinen Nachteilen aufzuhalten. Diese Themen umgehe ich grundsätzlich mit einem rasanten Themenwechsel. Oder ich verkaufe meine Schwäche als Stärke.
"Ich gebe niemals auf!"
bedeutet eigentlich soviel wie: ich kann einfach nicht aufhören, und wenn ich die Welt damit in den Abgrund reiße.
Mein letzter Cheffe hat geweint, als ich ging und Herr Manson ist ja auch nicht sooo unglücklich.
Psychologen manipulieren auch wie die Weltmeister, um einen Patienten davon zu überzeugen, dass er eigentlich ein super Typ ist. Das würden sie sogar Goofy einreden!
Also, Manipulation ist nicht per se etwas Schlechtes. ...Auf gut deutsch: was kann ich dafür, wenn ich gerissener bin, als Du?