Zitat:Aber die Sache, dass sie zuvor noch total heile Welt spielt, eine andere.
Das "Urvertrauen" ist erschüttert. Wie soll er sich denn wieder zu 100% auf jemanden einlassen, ohne fürchten zu müssen, im nächsten Moment ein Messer in den Rücken zu bekommen.
Damit hat sie ihm einen Bärendienst erwiesen
Und sich selber evtl. auch. Wenn sie sich doch noch für die Beziehung entscheidet, dann stellt sich doch die Frage, ob der TE sie dann auch wirklich ohne wenn und aber zurücknimmt, bzw., wenn er es tut, ob es dann noch einmal so werden kann wie vorher. Vermutlich wohl eher nicht, denn er muss ja ständig Angst haben, dass es in ihr wieder hoch kommt (die Angst etwas zu verpassen). Das wird sich ja auch auf seine Gefühle und Unbeschwertheit, usw. auswirken und somit auf die Beziehung,
Ich würde auch nicht versuchen sie aufzuhalten, jeder Mensch tickt halt anders. In meinem Freundeskreis gibt es ein Pärchen, die sind mit 14 und 16 in ihrer Schulzeit zusammengekommen, für beide ihre erste Beziehung. Sie sind immer noch glücklich verheiratet (nach über 30 Jahren), haben mehrere Kinder und sehen es als etwas besonderes, mit dem jeweils ersten Partner noch zusammen zu sein.
Ich kenne aber auch einige, die Angst hatten etwas zu verpassen und sich z.T. auch getrennt haben. Eine Arbeitskollegin bereut es noch heute, über 10 Jahre später, weil eben nichts besseres folgte. Eine andere Bekannte hat sich für die Beziehung entschieden und hat seit Jahren die Gedanken, ob das richtig war, sie hätte evtl. wen tolleres kennengelernt,... Sie wird zunehmend unzufriedener.
Ein schwieriges Feld. Aber ich beneide solche Leute wie die Freundin (?) des TE nicht, wenn man zufrieden ist (wenn es denn stimmt) und sich solche Gedanken macht - wie soll man denn überhaupt glücklich werden. Dann müsste die nächste Beziehung ja wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl sein, sonst geht das Spiel ja wieder von vorne los.
marina1974