Nordseeliebe
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Mit Selbstdiagnosen wäre ich aber ganz vorsichtig. Ich habe in diesem Bereich (leider) sehr viel persönliche, eigene Erfahrung.
Wenn ein Mensch in seiner Natur eher "untypisch" ist, kann das viele unterschiedliche Gründe haben. Traumata, ADHS, Borderline, Depressionen, Panikerkrankungen, oder einfach nur aufgrund schlechter Erfahrungen.
Das Spektrum ist da tatsächlich sehr groß und viele Erkrankungen überschneiden sich in den Symptomen auch. Ich z.b. hatte jahrelang (30 Jahre) die Diagnose Panikstörung und Depressionen. Erst mit 41 Jahren fand ich heraus, dass ich ADHS habe. Innerhalb auch offiziell diagnostiziert. Das macht einen großen Unterschied.
Aber bitte zwinge sie nicht zu einer Therapie. Das bringt in den meisten Fällen nichts, oder sogar das Gegenteil. 😔 Rede vielleicht mit ihr darüber, hilf ihr, wenn sie möchte, bei der Therapeutensuche und unterstütze sie.
Auch wird man durch keine Therapie und durch keine Medikation sofort wieder vollkommen gesund. Solche Krankheiten bleiben tief verwurzelt. Man kann schon vieles ändern und auch verbessern, aber einige "Charaktermerkmale" bleiben (was nicht zwingend nur negativ sein muss, meine ADHS hat z.b. auch viele positive Seiten 💖). Als Angehöriger ist das wichtig zu wissen, um sich darauf einzustellen.