Zitat von Laetitia2024:@rudi333 Ich würde dir raten, ihm zu sagen, was dich alles an ihm stört. Kann sein, dass eure Freundschaft dann erstmal auf Eis liegt, vielleicht sogar völlig zerbricht, aber die Wahrheit muss ans Licht. Du fühlst dich nicht mehr wohl mit ihm, deshalb sprich die Kritikpunkte an und gib ihm noch eine Chance, sich ...
An dem Punkt waren wir da schonmal.
Da ging es um Termine, da uns geschäftlich einige Dinge verbunden hatten. Ich war ja von Anfang an skeptisch und hab mich ja auch nur vorsichtig auf die Freundschaft eingelassen, weil ich mit Kunden/Geschäftspartnern keine Freundschaften pflegen möchte. Wenn man zu nett ist, dann wird man zu den unmöglichsten Zeiten mit Mails oder Nachrichten bombardiert, das mag ich nicht.
Da war ich eigentlich schonmal an dem Punkt, das Ganze im Sande verlaufen zu lassen. Dann kam aber seine Trennung und der Kampf um die Kinder, offenbar hat mein Helfersyndrom da zugeschlagen.
Er erzählte mal von Depressionen, ich kann aber leider mit dem Thema nicht viel anfangen. Im Alltag und auch in seinem Nebengewerbe verkauft er sich mit Wort und Text wie ein gestandener Mann. Obwohl er eigentlich 2 linke Hände hat.
Im Soregerechtsstreit hatte er offenbar eine Aufgabe, ich merkte dann aber immer mehr, dass seine Mutter im Hintergrund wohl die Fäden zog.
Dann funktionierten eine Zeitlang Verabredungen besser, dann kamen wieder Probleme im Hauptjob.
Er stellte sich immer so dar, als wenn nur er Probleme hätte und das sprach ich natürlich auch an.
Ich bin niemand, der sofort mit allen kleinen Sorgen hausieren geht, er offenbar ganz stark.
Gestern kam dann in einem ganz anderen (traurigen) Ton eine Sprachnachricht, in der er sich entschuldigte. Gleichzeitig aber darin betonte, wir hätten wohl beide (!) einen schlechten Tag gehabt.
Ich hab nur kurz geantwortet, dass ich bis zu seinem Anruf einen schönen Tag hatte und seine Reaktion auf den Arztbesuch überhaupt nicht verstehen kann. Mit 45 Jahren muss man doch auch mal verstehen, dass man nicht der einzigste Patient ist und die auf Einen warten. (Den letzten Satz habe ich ihm natürlich nicht geschrieben).
Geschäftlich ist derzeit eher nichts Gemeinsames nötig, ich werde daher den Abstand erstmal vergrößeren.