Frodoline
Gast
ich habe seit einem halben Jahr eine Freundschaft mit einer Person (wir sind beide weiblich) aufgebaut. Von Anfang an merkten wir, dass wir ähnliche Themen haben (beide mit Kindern aber getrennt, beide einsam, beide Depressionen).
Es entwickelte sich ziemlich schnell eine "Whatsapp-Freundschaft". Wir schicken uns täglich Sprachnachrichten und erzählen uns von unserem Tag, teilen auch viel über unsere Vergangenheit und unsere Ängste, Hoffnungen, einfach alles.
Es fühlt sich eigentlich voll gut an und ich habe mir schon immer so eine Freundin gewünscht (leider bin ich aufgrund meiner Lebensumstände etwas vereinsamt, ich bin 38).
Hier kommt der Haken: sie hat nie Zeit für persönliche Treffen.
Anfangs störte es mich noch nicht so sehr und ich dachte, dass ich es eben nicht erwarten kann.
Mittlerweile macht es mich traurig und ich kann es nicht so gut miteinander vereinen, dass sie sagt sie hat mich lieb und ist so froh mich zu kennen, aber dann nimmt sie sich keine Zeit für ein Treffen.
Sie hat auch kinderfreie Tage, aber ihre Prioritäten liegen anders.
Ich möchte es aber auch nicht ansprechen, um keinen Druck aufzubauen. Ich habe aber schon oft erwähnt, dass ich sie gerne mal treffen würde. Sie sagt dann immer, dass es nicht machbar ist / dass sie verplant ist.
Nun meine Frage: Habt ihr soetwas schonmal erlebt? Wie würdet ihr damit umgehen?
Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, meine Erwartungen da dauerhaft runterzuschrauben, weil eben eine gewisse tiefe, intime Ebene da ist und ich mich ihr gegenüber sehr öffne. Das tut sie andersrum aber auch.