HerrZ
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Du hast schon einigen wertvollen Input bekommen. Ich mag noch meine Sichtweise dazu legen.
So prinzipiell - so Freundschaften gibt es, kann es geben. Gerade da die beiden das Intime hinter sich haben.
Dennoch würde ich beim gemeinsamen Schlafen in einem Bett auch Fragezeichen auf der Stirn haben. Und mein Kopfkino (ja, meines, muss nicht deren Realität entsprechen) würde mir und der Beziehung nicht gut tun.
Das andere ist die (nicht körperliche) Intimität. Wo bist Du als Partner? Wo ist ihr Wunsch, ihr Bestreben Dich in ihr Leben zu integrieren, zu priorisieren? Wo ist denn da Platz für Dich? So neben oder gar nach ihm?
Ich hatte mal so ne Freundschaft zu/mit ner Frau. Mit viel gemeinsam verbrachter Zeit. Aber ich hab auf der Couch gepennt. Und sie bei mir im Gästezimmer. Es war nie ausgesprochen, aber klar, dass neuer Partner immer sticht. Unsere freundschaftliche Zeit hintenanstehen würde. Das seh ich bei Dir, ihr, Euch nicht. Nicht in dem Maße in dem ich das haben wollen und brauchen würde.
Und das? Wäre für mich der Punkt wo ich mein Bauchgefühl, meine Grenzen, meine Vorstellung von Beziehung doch recht hart setzen würde. Aber ich bin nicht Du, meine Grenzen mögen weiter, enger, härter oder weicher sein. Anders sein. Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. Aber es muss auch gedüngt werden - und nicht hauptsächlich das Gras auf der Wiese nebenan. Auch wenn man weiß, dass die Wiese nebenan existiert.