Liebe Miscka, diese Momente sind schlimm. Ich erinnere mich an eine ähnliche Situation nach einer schlimmen Trennung. Ich stand auf der Rolltreppe in einem Kaufhaus im Weihnachtstrubel und brach plötzlich in Tränen aus, weil ich in diesem Moment die Tragweite des Verlustes mit voller Wucht realisiert habe.
Zu erkennen, dass nichts mehr so sein wird wie früher und dass unsere Träume nicht mehr sind oder nicht mehr dieselben sind, das trifft uns existentiell.
Ich stimme mit Freddie überein, dass deine Lage ungleich schwerer ist, als die deines NM. Du musstest dich vom ersten Tag darum bemühen, deinen Status Quo überhaupt aufrechtzuerhalten, waehrend dein NM sich finanziell entlastet hat und jetzt entspannt darauf warten kann, dass du ihn irgendwann auszahlte. Auch wenn es verständlich ist, dass er sein Geld haben möchte, so hat er sich doch ohne Verwarnung aus euren gemeinsam gefassten Plänen geschlichen und dich vor die Wahl gestellt, diese Pläne ebenfalls aufzugeben, oder aber die Last, die für zwei kalkuliert war, alleine zu tragen.
Damit ist er jetzt durchaus freier sein neues Leben zu geniessen, während du die taegiichen Herausforderungen allein und ohne die Energie, die eine Liebe gibt, bewältigen musst. Er sammelt bereits neue und schöne Erlebnisse, während er dir ein Leben beschert hat, dass dir kaum finanziellen und zeitlichen Spielraum lässt, um aufzutanken, Schoenes zu erleben und dein neuesHandy leben ebenfalls zu genießen.
Da darf man weinen und wuetend sein., finde ich.Deine Schwiegerfamilie könnte mich an deiner Stelle ebenfalls im Mondschein besuchen. Wer in schwierigen Situationen fehlt, der braucht nicht wiederzukommen. Ganz gleich wie er oder sie das später entschuldigen möchten.
Geh deinen Weg weiter. Investiere keine Energie in jene, die sich bedeckt halten und dir noch weitere schwere Gedanken schaffen. Du wirst es hinkriegen
