Guten Abend!
Freut mich, Ikarus, dass dein Treffen gut verlaufen ist, trotz der ein oder anderen Gedanken.
@all
Ich sende eine Entschuldigung schon mal voraus an alle Forumsteilnehmer, wie AmEnde, Peppina und alle anderen, die vielleicht gerne eine Antwort von mir auch zu ihren Problemen haben würden.
Heute bin ich aber zu nichts richtig in der Lage. Ich kann keinen Elan fassen, zu antworten, des Weiteren kämen kaum helfende oder unterstützende Posts zu Stande.
Mein Tag begann heute schlecht und das zieht sich bis jetzt hin. Habe einen Traum gehabt, der mir sehr nahe ging und natürlich wieder einmal von einer Versöhnung mit meiner Ex handelte. Diesen Traum werde ich im Träume-Thread noch genauer schildern, wer Interesse hat.
Jedenfalls bin ich heute erstmal eine Stunde zu früh aufgestanden, weil leider mein Wecker noch falsch ging. Wieder hingelegt, natürlich nicht eingeschlafen, sondern über den dusseligen Traum nachgedacht. Dann hatte ich langweilige und anstrengende Vorlesungen bis 17 Uhr. Dann habe ich auch noch den Bus verpasst und musste eine Stunde warten.
Dadurch kam ich heute fast zu spät nach Hause, um Schwimmen zu gehen, bin noch losgehetzt, da hatten die heute früher geschlossen. Toll, kein Sport, unpünktlich, schwere Gedanken an die Ex wegen des Traums und dann auch noch Currywurst+Pommes gegessen und 2 Schokoladen und Nudeln... Ach, alles zuviel. Für das wichtigste Projekt in meinem Studium habe ich auch nichts tun können, weil mir der Antrieb fehlt. Jetzt sitze ich hier, mit annähernd 3000 verspeisten kcal und habe keinen Sport gemacht.
Fühle mich fett und unsportlich und es fehlt die Anwesenheit eines geliebten Partners. Ja, ich muss es zugeben, meine Ex fehlt mir. Sie war für mich diejenige, welche. Es war einfach toll mit ihr... Sie hat sich verändert und es würde wohl jetzt auch nicht mehr mit uns funktionieren, dass weiß ich, aber meine Gefühle wollen es nicht akzeptieren. Ich bin wütend über mich selbst, andererseits weiß ich daher, dass ich sehr, sehr geliebt habe und das ist eine tolle Eigenschaft. Aber was nützt sie mir jetzt, was hat sie mir genützt? Einen Sch...dreck.
Warum zieht mich das jetzt so herunter? Die Trennung ist 3 Monate her und jetzt, wo diese Dunkelheit einen umfängt, geht das los? Was soll das denn? So etwas hat mich mein ganzes Leben lang noch nicht runtergezogen! Ist doch nur ein bisschen Herbst, herrgott noch mal! Ich finde es nicht schön, dass eine Trennung einen Menschen zu so einem Jammerlappen, auf Deutsch gesagt, machen kann. Ist es nur, damit ich lerne? Für die nächste Beziehung weniger Gefühl einzubringen? Worin soll da der Sinn bestehen? Hat die Natur noch nicht geschnallt, dass ohne Gefühl kein Nachwuchs möglich ist? Ja, schon, jetzt kommen die Naturwissenschaftler unter euch (bin ich selbst) und sagen, geht wohl, aber das weiß ich auch.
Trotzdem, ich möchte keine Beziehung ohne Gefühl. Das war schon immer mein Prinzip, mein guter Ton, meine Regel, mein Ich. Ich bin stolz darauf, dass ich das auch geschafft habe. Ich war der Meinung, meinen Gegenpart gefunden zu haben. Und das war falsch. Klasse.
Ihr denkt jetzt, warum redet der so'n gequirlten Sermon? Weil mir gerade danach ist und ich mir nicht anders zu helfen weiß, als es hier niederzuschreiben. Ich verstehe mich selbst nicht so richtig, denn ich bin eigentlich schon auf meinem Weg weit vorangekommen und plötzlich: bämm..., bin ich geknickt! Liebeskummer macht keinen Spaß und ist Arbeit, dennoch: es kann doch mal bitte, bitte zu Ende sein

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Euer melancholischer Phoenix
PS: Verzeih mir bitte, Peppina, ich hätte dir auch gerne geantwortet, denn du scheinst in ähnlicher Verfassung wie ich zu sein. Vielleicht ergänzen wir uns so aber auch ganz gut: 2 Trauerklöße ergeben zusammen einen großen Trauerkloß. Das klingt doch rein mathematisch besser
