BlueApple
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Warum ich den Thread doch erstelle?! Um vielleicht anderen Frauen, die in einer solchen Situation sind zu zeigen, dass sie nicht allein sein?! Oder auch für mich selber. Um das, was auf mich zukommt, besser verarbeiten zu können. Abtreibungen sind ein Tabu Thema, das ist mir bewusst. Und vorab möchte ich sagen, dass mein Partner und ich diese Entscheidung nicht in einer Werbepause gefällt haben.
Ich habe am letzten Freitag einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen gehalten. Bis dahin habe ich mit der Pille verhütet. Diese habe ich seit 6 Monaten regelmäßig eingenommen. Jedoch lag ich paar Tage mit einer Lebensmittelvergiftung flach. Und hier kommt mein größter Fehler: ich habe nicht daran gedacht, dass ich die Pille wahrscheinlich mindestens 2-3 Mal erbrochen habe. Ja und das mit Mitte 30. Ich schäme mich dafür, dass es mir passiert ist. Ändern kann ich es aber leider nicht mehr.
Als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt, habe ich sofort meinen Freund angerufen, der zuerst schockiert war. Ich habe bereits ein Kind aus meiner Ex-Ehe, mein jetziger (jüngerer) Partner ist kinderlos und wollte nie Kinder. Er leidet unter einer (nicht schlimmen) Erbkrankheit, die er nicht weitergeben möchte. Für mich war seit frühstem Kindesalter immer klar, dass ich nur ein Kind möchte. Somit stand der Entschluss -eigentlich- schnell fest, jedoch haben wir uns bewusst das Wochenende Zeit genommen um in Ruhe zu 2. darüber nachzudenken.
Auch nach dem Wochenende stand fest, dass wir uns für einen Abbruch entscheiden. Das Gespräch bei ProFamila fand am Dienstag statt. Ich hatte etwas Angst davor, bzw davor, dass ich verurteilt werden würde. Dem war aber nicht so. Der Berater nahm sich Zeit uns klärte mich über die Abbruchmethoden auf. Mit dem Beratungsschein in der Hand fuhr ich nach Hause und vereinbarte einen Termin bei meinem Frauenarzt, der nun am Montag stattfindet. Es wird die Woche meiner Schwangerschaft benötigt.
Tja, wie fühlt man sich. Zum einen schuldig, dann wütend auf einen selber, traurig, emotional. Es sind viele Gefühle die auf einen einprasseln. Hinzu kommen die körperlichen Beschwerden und Angst.
Ich erwarte von Niemandem Mitleid, denn das habe ich nicht verdient. Und wenn es nicht gewünscht ist über das Thema zu reden so bitte ich jetzt schon einen Moderator dieses Thema zu schließen.
Allerdings hilft es mir bis hier hin meine Erfahrung mitzuteilen, da es sich um ein Ereignis in meinem Leben handelt, welches ich so nicht kenne und nie gedacht hätte, dass ich es mal kennen lernen werde.
Danke für eure Aufmerksamkeit
, denn der Weg , für den du dich entschieden hast , ist kein leichter Weg .