Zitat von ichselbst:gibt ob Leute ihre Meinungen gesagt haben und dann mit Zurückweisung konfrontiert wurden
Normale Unterhaltungen waren für ihn Diskussionen, Diskussionen prinzipiell Streit und "richtiger" Streit Kriegserklärung - und im Krieg ist ja bekanntlich alles erlaubt...
Kritik war nie möglich, er war sofort angegriffen, beleidigt und ich von eben noch Traumfrau mal eben der Todfeind.
Und die Kontaktsperre war für ihn die absolute Kriegserklärung, er hatte quasi rote Augen und Schaum vorm Mund. Dass ich mich ihm da einfach so entziehe, das ging ja mal gar nicht. Und er hatte Mittel und Wege durch meine Katzen die Kontaktsperre zu durchbrechen.
Er spuckte Gift und Galle, als ich mein Klavier durch Freunde abholen ließ und selbst nicht mit dabei war.
Zurückweisung ist quasi Majestätsbeleidigung...
das hat aber mit Dir eigentlich gar nichts zu tun!Zitat von unfassbar:hab die Schuld immer bei mir gesucht und das auch gut einreden lassen
Schuldumkehr war bei uns an der Tagesordnung, nur habe ich es nie bemerkt, was da eigentlich abgeht.
Ein vereinfachtes Beispiel: er sollte einkaufen, bringt was Falsches oder etwas gar nicht mit. Ich weise ihn darauf hin, dass ich ohne die eigentliche Zutat nicht kochen kann. Ergebnis: ich bin "eine ewige Nörglerin, dann fährt er eben nochmal los und holt "das Richtige" (entsprechend betont)", knallt die Tür und haut ab.
Ich stehe da und weiß mal wieder nicht, was da gerade eigentlich passiert ist. Stelle fest, dass ich in der Tat bei fast jedem Einkauf was zu meckern habe... Schuldumkehr wirkt fantastisch! (Dass ich ihm immer einen Zettel geschrieben habe, den er aber auch oft nicht mitgenommen hat oder Sachen trotzdem vergessen hat..... na, davon reden wir jetzt einfach mal nicht)
Natürlich gibt es zu diesen Menschen immer das passende Gegenstück. Und da ich keine Familie und nur wenige gute Freunde habe, fehlte es mir schlicht und ergreifend an Zuspruch, dass ich die Dinge sehr wohl richtig sehe und da etwas ganz und gar falsch läuft. Auch mit seinen Eltern. Intrige und Drama an der Tagesordnung.
Ja, ich habe es zugelassen. Ja, ich hätte die Wahl gehabt es zu ändern. Aber wie gesagt, man muß es erlebt haben, um es nachvollziehen zu können (und diese Erfahrung wünsche ich wirklich niemandem!)
Zum Thema persönlich nehmen... tja, ich kann nur von meinem BL sprechen, sein eigentlicher Hass richtete sich eigentlich gegen ihn selbst. Von sich selbst ablenken, die anderen für alles was im Leben schief läuft verantwortlich machen, dann muß man auch selbst nicht reflektieren.
Zitat:Manchmal beschäftigt man sich mit solchen Fragen nach einer Beziehung weil man glaubt man könnte (nur) abschließen, wenn man diese Fragen beantwortet bekommt
Man muß hier wirklich klar unterscheiden zwischen einer normalen Beziehung und einer toxischen. Da ist ein himmelweiter Unterschied.
Und nachdem ich anfing zu begreifen, was da eigentlich ablief, konnte ich abschließen. Denn das heimtückische bei diesen toxischen Geschichten ist ja die Konditionierung, die da erfolgt. Und dass aus dem On-Off, was bei dieser Konstellation ja auch Usus ist, eine Abhängigkeit resultiert.
Ich bin im wahrsten Sinne durch einen kalten Entzug gegangen und war froh in dieser Zeit eine Therapeutin an meiner Seite zu haben (übrigens "nur" eine von der Caritas, dort bekommt man sehr kurzfristig Hilfe), die mir auch viel über Cluster B erklärt hat und mir Mut gemacht hat, das alles durchzustehen.