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Gefühle weg nach 12 Jahren? Wars das wirklich?

ElGatoRojo
Zitat von Hansl:
Die Frau befindet sich auf dem Niveau eines pubertierenden Kindes, welches aus dem Ruder läuft.

Bischen hart formuliert. Aber der geschilderte Eindruck kommt dem schon nahe. Ein nicht optimale Kindheit entschuldigt ja nun auch nicht alles.

x 3 #151


Maximus111
Naja, was ich hier so lese ist teilweise schon hart. Meine Noch-Frau als dumm zu bezeichnen gefällt mir nicht. Ich würde auch nie sagen, dass sie das ist oder irgendetwas anderes abwertendes in diese Richtung. Sie ist eher naiv, hat wenig oder gar keine Erfahrung in vielen wichtigen Themen, wenig Engagement und Initiative und eben sehr viel fehlenden Elan. Natürlich hat sie dafür sehr viele positive Seiten, aber um ehrlich zu sein ist es auch gerade schwer, das alles aufzuzählen - so mitten im Schmerz. Um ehrlich zu sein erkenne ich meine Noch-Frau gar nicht mehr wieder. Ich weiß gar nicht mehr, wer sie ist und möglicherweise sie selbst auch nicht.

Ich habe vor allem in den letzten Tagen sehr deutlich verstanden, dass die ursprüngliche Fragestellung in diesem Thread - nämlich ob es das wirklich war - beantwortet ist: Ja, das wars.

Vor dem Wochenende erhielt ich ein neuerliches Anwaltsschreiben mit harten Formulierungen und Forderungen, die schwer zu verdauen sind. Wie hier ein Rosenkrieg verhindert werden soll, den meine Frau ja angeblich nicht will, ist schwer zu beantworten. Aber das Schreiben hat mir weitere Klarheit und Gewissheit gegeben, dass sie emotional weg ist und da auch nichts mehr zurückkommen wird - der Patient Liebe ist tot. Auch ist da immer mehr die Klarheit in mir, dass sie mich vermutlich gar nicht verdient hat.

Ich hatte wirklich meine Fehler, habe ordentlich dazu beigetragen, dass unsere Ehe eingeschlafen ist. Habe mich emotional zu wenig um meine Frau gekümmert. Daraus lerne ich. Und doch habe ich das nicht verdient, dass sie sich immer mehr von mir entfernt hat ohne je nur ein einziges Mal wirklich mit mir darüber gesprochen zu haben. Und mich jetzt so zu behandeln, dass ich mich ernsthaft frage, was ich ihr angetan haben muss, habe ich zweimal nicht verdient.

Was die Zukunft für mich bringen wird, weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass ich noch einige Monate mit meiner Noch-Frau unter einem Dach leben muss, bis sie irgendwann auszieht. Die Kinder werden mit ihr gehen und ich hoffe, dass ich die Bindung zu ihnen nie verlieren werde. Momentan ist es schwierig. Ich weiß nicht, ob ich mir das nur einbilde, aber es fühlt sich aktuell schon so für mich an, als würden meine Noch-Frau, ihre Schwester und deren Mann die Kinder "ködern", dass sie möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen anstatt mit mir. Ich muss mir die Zeit förmlich erkämpfen, was mir schwer fällt, weil ich meine Kinder nicht anbetteln möchte. Ich bin zwar stark gemessen an meiner Situation, aber es kostet alles extrem viel Kraft und erschöpft mich. Und alles weitere muss man halt schauen, aber die Beziehung zu meiner Frau ist definitiv beendet.

In einem Punkt möchte ich ehrlich sein. Wir alle sind in diesem Forum um uns auszutauschen. Andere Meinungen zu lesen, andere Perspektiven zu sehen. Stand heute, im Juni 2026, noch mitten im Auge dieses schmerzhaften Sturms, fällt es mir schwer, meiner Noch-Frau für ihre Zukunft etwas Gutes zu wünschen. Ich würde mir wünschen, dass sie auf die Nase fällt und irgendwann zumindest erkennt, dass es nicht nur meine Schuld war, dass unsere Ehe gescheitert ist. Ich wünsche mir eine Form der Gerechtigkeit. Erkenntnis, Einsicht, vielleicht auch etwas Reue. Ob ich die bekommen werde? Wahrscheinlich nicht. Sie sieht extrem gut aus, die Typen werden reihenweise bei ihr Schlange stehen, da wird sich für sie schon was finden um diesen eigenen Prozess auf Pause zu stellen. Und meistens ist es im Leben doch eben auch so, dass es keine Gerechtigkeit gibt. Solche Menschen landen immer wieder auf den Beinen. Und Menschen wie ich, die vermutlich viel zu gut waren, wirklich Fehler erkennen, zugeben und an sich arbeiten, nie jemanden etwas Böses getan haben, dürfen sich dann über die Runden schlagen. Ja, vielleicht spricht da gerade viel Selbstmitleid, aber ich fühle mich vom Leben schon sehr verraten.

Ich werde irgendwann wieder berichten, wie es weitergegangen ist. Finde es immer schade, wenn man interessante Forenbeiträge liest, die Geschichte dann aber endet und man nicht weiß, wie es sich weiter entwickelt hat. Vielleicht hilft es auch dem ein oder anderen für seine eigene Situation.

Ein Satz, der mir aber immer Mut macht: "Vertraue dem Prozess". Ich hoffe nur, der Prozess weiß, dass ich ihm vertraue.

x 4 #152


A


Gefühle weg nach 12 Jahren? Wars das wirklich?

x 3


Worrior
Zitat von Maximus111:
Und Menschen wie ich, die vermutlich viel zu gut waren, wirklich Fehler erkennen, zugeben und an sich arbeiten, nie jemanden etwas Böses getan haben, dürfen sich dann über die Runden schlagen.

Diese Zeit wird kommen aber was Du daraus machst liegt an Dir.
Forme Dich im Schmerz oder breche.
Welcher Mann willst Du sein?

#153


Blind-Meg
Zitat von Maximus111:
Meine Noch-Frau als dumm zu bezeichnen gefällt mir nicht.

Nun, das ist das Bild, das du hier von ihr gezeichnet hast.

Zitat von Maximus111:
Die Kinder werden mit ihr gehen und ich hoffe, dass ich die Bindung zu ihnen nie verlieren werde.

Das musst du nicht hoffen, sonderl du kannst es gestalten.

Zitat von Maximus111:
Ich muss mir die Zeit förmlich erkämpfen

Wie kommt es, dass deine Kinder nicht freiwillig zu dir flitzen? Deine naive Frau, die von nichts nen Plan hat, wird es kaum geschafft haben, innerhalb von einer Woche mehrere Jahre Vater-Kind-Bindung zerstört zu haben. Dazu ist sie doch wohl zu einfältig.

x 2 #154


hotte
@Maximus111


Zitat von Maximus111:
In einem Punkt möchte ich ehrlich sein. Wir alle sind in diesem Forum um uns auszutauschen. Andere Meinungen zu lesen, andere Perspektiven zu sehen. Stand heute, im Juni 2026, noch mitten im Auge dieses schmerzhaften Sturms, fällt es mir schwer, meiner Noch-Frau für ihre Zukunft etwas Gutes zu wünschen. Ich würde mir wünschen, dass sie auf die Nase fällt und irgendwann zumindest erkennt, dass es nicht nur meine Schuld war, dass unsere Ehe gescheitert ist. Ich wünsche mir eine Form der Gerechtigkeit. Erkenntnis, Einsicht, vielleicht auch etwas Reue. Ob ich die bekommen werde? Wahrscheinlich nicht. Sie sieht extrem gut aus, die Typen werden reihenweise bei ihr Schlange stehen, da wird sich für sie schon was finden um diesen eigenen Prozess auf Pause zu stellen. Und meistens ist es im Leben doch eben auch so, dass es keine Gerechtigkeit gibt. Solche Menschen landen immer wieder auf den Beinen. Und Menschen wie ich, die vermutlich viel zu gut waren, wirklich Fehler erkennen, zugeben und an sich arbeiten, nie jemanden etwas Böses getan haben, dürfen sich dann über die Runden schlagen. Ja, vielleicht spricht da gerade viel Selbstmitleid, aber ich fühle mich vom Leben schon sehr verraten.


Aus meiner Sicht ist das normal und ich darf dir leider sagen das es vermutlich noch schlimmer wird!

Die Zeit nach der Trennung bis zum Auszug meiner Ex war die Hölle. Es war kein "zu Hause" mehr und ich wollte so oft wie möglich woanders sein um ihr nicht über den Weg zu laufen. Das Haus ist groß und wir konnten uns gut aus dem Weg gehen aber das Bewusstsein das sie da ist aber eben nicht wie früher und das es ansonsten vermutlich wieder streit über irgendwas geben würde, war echt übel. Dementsprechend war ich glücklich als sie ausgezogen ist. Für ziemlich genau eine Woche. Dann bin ich emotional zusammengebrochen.

Da kam die ganze Einsamkeit und der Schmerz etc... war nicht schön.

ich hatte und habe teilweise ähnliche Gedanken wie du. Ich fühle mich ausgenutzt und zu unrecht behandelt, ich habe ihr die Pest an den Hals gewünscht und auch was Kerle etc. angeht mich immer wieder aufgeregt das sie damit "durch" kommt. Aber ich habe mittlerweile auch etwas gelernt..... es darf mir egal sein. Wir sind nicht mehr zusammen und das was sie mit mir gemacht hat war echt mies aber wie du schon gesagt hast hatten auch wir beide unsere Anteile am Ende der Ehe. Das sie sich weiterhin als das "Opfer" darstellt das ja angeblich verlassen wurde ist nur ihre Masche um Verantwortung abzulehnen. Mittlerweile weiß ich auch das sie zum Großteil der "Freunde" die sie "Mitgenommen" hat auch den Kontakt abgebrochen hat weil ihr da irgendwas nicht gepasst hat.

Ich denke mir mittlweile das ich weiß was sie verloren hat und auch was ich verloren habe. Leicht großkotzig sage ich mir das ihr Verlust größer war als meiner weil ich niemanden abwerten muss um mich selbst besser zu fühlen. Soll sie in ein Leben führen wie sie es sich wünscht, mit so vielen Kerlen wie sie unterkriegt und mit der ganzen Kohle die sie von mir bekommen. Ich werde mit der Scheidung meinen Abschluss finden und mich darauf konzentrieren mein eigenes Leben wieder aufzubauen und ich habe sooooo viel über mich gelernt das ich nur noch mehr stolz entwickele.

Also, schäm dich nicht für diese Gedanken, wenn sie dir auf den Sack gehen, schreib sie in ein Gefühlstagebuch. Einfach schreiben.. Rechtscheibung... egal.... schönschrift...egal... einfach raus damit. Das ding nimmst du dir immer wenn du einen Gedanken nicht loswirst und schreibst ihn auf. Mir hat das extrem gut geholfen. Wenn das teil voll ist, verbrennst du es und nimmst das nächste....

Und noch ein Gedanke der mir geholen hat.....

Du bist nicht der erste dem sowas passiert, du bist gerade nicht der einzige der sowas durchmacht und du wirst mit sicherheit nicht der letzte sein. Das ist mittlerweile eine relativ normale situation.

x 4 #155


Liv225
@Maximus

Ich wünsch Dir alles Gute.
-Dass das mit den Kindern klappt. Wenn ihr nicht weit auseinander wohnt, dann ist das nicht soo ein Problem, was zusammen zu machen, wenn ihr das wollt.
-Dass es nicht im Rosenkrieg endet.
Du hast doch auch einen Anwalt?
Vielleicht klappt es doch, die Punkte in einer Scheidungsfogevereinbarung festzuhalten so halten.
-Dass ihr nur noch absehbar unter einen Dach seid ( fand ich damals schrecklichst)

Noch bist Du im Schmerz, in der Wut, im Dich wieder zu organisieren…. Dauert.
Noch kannst Du ihr nichts Gutes wünschen ( konnte ich auch nicht, iwann ist es einem egal oder es geht wieder)

Aber wird wieder besser … und dann auch gut.

#156


GreenTara
@Maximus111
Ich glaube nicht, dass deine Frau dumm ist. Eher, dass sie dir großzügig die Macherposition überlassen hat. Dafür war sie die Schöne Naive, die dich in der Bringpflicht gehalten hat. Und genau das weiterführen möchte. Sonst sinkt ja der Lebensstandard. Wohl mag es andere Männer geben, sie in die Bresche springen, aber erst einmal wird versucht, abzukassieren. Von der Naivität ist nicht viel übrig geblieben, wenn es um die Sicherung der Ressourcen geht. Ich würde das sorgfältig vom eigenen Anwalt prüfen lassen. Den Rosenkrieg kannst du ohnehin nur verhindern, wenn du ihre Forderungen erfüllst. Du bist Erpresser durch die Kinder. Der Macher erfährt jetzt, wer wirklich den Ton angibt.
Ich glaube nicht, dass dieses Lebensmodell eine Strategie für das ganze Leben ist. Ohne eigene Lebensplanung. Hoffentlich bekommt sie noch die Einsicht, im Sinne der Kinder zu handeln. Für dich gilt jetzt erst einmal durchzuhalten. Natürlich hast du das nicht verdient, und ihre einseitige Schuldzuweisung ist unfair. Aber was kann man erwarten von jemandem, der nie Eigenverantwortung gelernt hat?

x 2 #157


Ouabain
Zitat von Maximus111:
Wie hier ein Rosenkrieg verhindert werden soll, den meine Frau ja angeblich nicht will, ist schwer zu beantworten.

Die Anwälte formulieren immer so. Ich habe damals meine eigene Anwältin gebremst und mir alles vor dem Versand vorlegen lassen. Hat sie natürlich gemacht, aber meinte, ich sei da wohl die absolute Ausnahme. Die meisten wollen nicht hinschauen 🫤

Hast Du denn schon was unternommen, um einen Rosenkrieg zu verhindern? Hast Du Deiner Frau den Besuch bei einem rechtlichen Mediator vorgeschlagen? Hast Du überhaupt schon mal danach geschaut?

Wenn sonst nichts mehr zählt, kannst Du sie vielleicht mit dem finanziellen Argument überzeugen, es so zu lösen
Je mehr Rechtsstreit, desto mehr Kosten, desto weniger bleibt für sie übrig. Und - ganz wichtig. Da ihr beide Eltern bleibt, wäre es gut, wenn ihr Euch nach der Scheidung irgendwann wieder in die Augen sehen könnt.

Auch - Wenn Du eine friedliche Einigung willst, teile Deinem Rechtsanwalt das mit. Der kann die Kommunikation entsprechend gestalten und z.B. eigene "böse" Briefe fürs erste auf das rechtlich notwendige beschränken

x 4 #158


A
Ich frage mich, warum für dich schon fest steht, dass eure Kinder mit deiner NF gegen werden.
Was spricht aus deiner Sicht gegen ein Wechselmodell?

Wenn du das Gefühl hast, dass dir die Zeit mit deinen Kindern gerade geklaut wird, dann schiebe dem einen Riegel vor. Du bist der Vater und kein Bittsteller. Kommuniziere klar und deutlich an welchen Tagen du Zeit mit den Kindern haben willst. Das denkst du in deinem Job, so denke ich, ziemlich gut. Jetzt kommunizierst so mit deiner NF.

Wenn es mündlich nicht geht, dann via Mail oder WhatsApp.
Scheue dich auch nicht, deinem Anwalt die Problematik zu schildern, zum Jugendamt zu gehen oder zur Familienhilfe.

Es sind deine Kinder, du bist ihr Vater und nicht die Schwester deiner NF oder deren Ehemann

x 3 #159


E
@Maximus111
ich habe genau das gleiche wie du.
Nur das ich 22 Jahre mit ihr zusammen war und sie nicht zum Anwalt rennt.
Ansonsten alles gleich.
Zur meiner Schande muss ich gestehen, dass ich keinen eigenen Thread habe.

Was ich dir raten würde, bleib nach möglichkeit in deinem Haus und sie soll ausziehen.

x 1 #160


Maximus111
Hallo ihr Lieben,

wie versprochen sende ich nach etwa sechs Wochen ein kleines Update.

Emotional habe ich mich vor allem in diesen sechs Wochen immer mehr von meiner Noch-Ehefrau gelöst. Mir wurde klarer, dass diese Ehe vorbei ist und es für sie kein Comeback gibt. Mir wurde aber auch klarer, dass ich das gar nicht möchte. Nach und nach kommen immer mehr Erinnerungen an die vielen Jahre zuvor zurück, ich denen ich selbst unglücklich und unzufrieden mit ihr war. In denen ich zweifelte, ob sie wirklich die richtige Frau an meiner Seite ist. Es ist erstaunlich, wie sehr ich gerade das in dieser psychischen Ausnahmesituation direkt nach der Trennung vergessen hatte und plötzlich etwas idealisierte, was ich oft zuvor kritisiert oder bemängelt habe.

Auch das Verhalten meiner Noch-Ehefrau mir gegenüber hat dazu beigetragen, sie immer mehr emotional loszulassen zu können. Während ich weiter respektvoll und freundlich bin und teilweise immer noch fürsorglich war, ist sie phasenweise kalt, sehr ignorant und teilweise auch frech und respektlos zu mir.

Begünstigt wurde dieser Prozess für mich auch, als ich neulich über einen handgeschriebenen Zettel stolperte, auf dem sie sich Notizen über ein Gespräch gemacht hatte. Was dort stand, schockte mich, denn über ein, aus meiner Sicht völlig normales und ruhiges Gespräch, in dem ich ihr eigentlich Kooperation signalisierte, schrieb sie sich auf, dass ich sie manipulieren, ihr ein schlechtes Gewissen machen und indirekt drohen würde. Auch noch weitere Dinge schrieb sie auf, die sie völlig verdreht und aus dem Kontext gerissen notiert hatte. Ich war so fassungslos, dass ich an meinen eigenen Aussagen zweifelte und tagelang rätselte, wie sie auf solche Notizen kommt. Ich konfrontierte sie nicht damit, teilte dies aber meiner Anwältin mit und mache mir seither auch jeden Tag Notizen über Vorkommisse (auch wenn es keine gab), was und wie wir kommunizieren und wie die Betreuung der Kinder geregelt ist.

Vor kurzem hatten wir dann einen gemeinsamen Termin mit unseren Anwälten. Ich war total erstaunt, wie ausgewechselt sie dort saß, völlig arrogant, überheblich und auch frech und provokant - voll aufgehend in einer Opferrolle. Einen Auszug aus dem gemeinsamen Haus lehnte sie ab - ich sei der sozial stärkere und solle ausziehen - und auch ein künftiges Wechselmodell schließe sie aus, ohne dies zu begründen. Eine wirkliche Lösung konnten die Anwälte nicht erarbeiten, da auch ich einen Auszug aus dem Haus ausgeschlossen hatte. Viel mehr soll die Trennung im gemeinsamen Haus nun deutlicher erfolgen und ich soll sogar Kindesunterhalt bezahlen, obwohl wir noch gemeinsam die Kinder betreuen. Selbst meine Anwältin sieht das als unvermeidlich, aber vorrübergehend an. Wirklich nachvollziehen kann ich die Logik hinter diesem Schritt noch nicht, fair ist das für mich auch nicht - eben weil wir die Kinder noch gemeinsam betreuuen und ich ohnehin bereits für alle Kosten der Kinder aufkomme, aber ich muss noch warten, bis meine Anwältin mir das genau erklärt. Aber es schürrt eine gewisse Ohnmacht, Machtlosigkeit und Verzweiflung über Ungerechtigkeit in mir. Und auch Wut, wie man als Frau in einer Scheidung offenbar viel Vorteile auf seiner Seite hat.

Sie kauft seit dem Termin nur noch für sich und die Kinder ein und klebte überall ihren Namen auf ihre Wasserflaschen und Sachen im Kühlschrank. Sie kocht auch nur noch für sich und die Kinder. Ich stehe dann daneben, muss warten bis Herd und Backofen frei sind, mir mein eigenes Zeugs kochen und darf dann allein essen. Das ist ehrlich gesagt das demütigendste, was mir in meinem ganzen Leben erfahren ist. Aber ich kommentiere es ihr gegenüber nicht. Ich kann selbst kochen und mir meine eigene Sachen kaufen, aber andersherum hätte ich mich nie so ihr gegenüber verhalten. Die Notwendigkeit hierfür hätte ich nie gesehen. Ich empfinde es als würdelos und ich habe so ein Verhalten einfach nicht verdient, ich habe ihr nie etwas getan. Nie.

Was das Wechselmodell betrifft, werde ich dafür einstehen und kämpfen. Wir betreuen die Kinder heute bereits nahezu in gleichem Maße mit einer leichten Mehrbetreuung durch sie, die bei mir beruflich bedingt ist (60/40). Ob mir das gelingen wird, bezweifle ich. Die Voraussetzung wären alle gegeben, selbst beruflich. Aber sie wird es blockieren wie es nur möglich ist, wobei ich mir sicher bin, dass dies rein finanzieller Natur ist, weil sie dann weniger Unterhalt bekommen würde.

Ich rechne auch damit, dass die Provokationen meiner Noch-Ehefrau weitergehen. Sie führt inzwischen auch täglich eine Art Protokoll, was ihr anwaltlich geraten wurde. Vermutlich wird man mich irgendwann versuchen, aus dem Haus entfernen zu lassen. Ich mache mir auch Sorgen, dass sie irgendwann Dinge behaupten wird, die nie passiert sind, die dann aber zum Nachteil für mich wären. Sich dagegen zu wehren ist wahrscheinlich kaum möglich.

Das alles macht etwas mit mir. Es tut weh, so etwas zu erleben, aber es hilft mir mich von ihr zu lösen. Ich bin schon an dem Punkt, an dem ich sie nicht mehr zurückhaben wollte. Speziell die letzten zwei Monate hat sie sich so viele Dinge erlaubt, die ich ihr nie verzeihen würde. Lieber alleine, als mit so einer Frau zusammen sein zu müssen. Nur zugetraut hätte ich ihr so ein Verhalten nie im Leben.

Während sie mit 33 Jahren angefangen hat, Zig. zu rauchen und B. zu trinken, sie sich momentan ein Tattoo nach dem anderen machen lässt (sie hatte vorher keine), arbeite ich weiter an meinem Leben, meinem Mindset und meinem Körper. Ich gewinne sehr viel dadurch, aber das tägliche Leben auf einem Pulverfass erschöpft mich brutal und kostet mich wahnsinnig viel Energie. In drei Wochen fliege ich mit meinen Kindern alleine für eine Woche in den Urlaub. Ein Wunder, dass sie hier keinen Stress gemacht hat und das auch vor den Anwälten bestätigt wurde. Aber doch bleibt auch die Sorge, dass die Kinder mich plötzlich bei der Abreise stehen lassen könnten und doch lieber bei Mama bleiben wollen.

Dieser Weg ist noch lange. Klar ist für mich nur, dass es von meiner Seite aus keinen Weg zurück in diese Ehe geben wird. Ich will nicht mehr. Ich habe etwas besseres verdient. Ich hoffe nur, dass mich das psychisch nicht brechen wird, wenn das noch ewig so weitergeht. Und es wird wohl leider noch viele Monate so weitergehen.

x 7 #161


alleswirdbesser
Zitat von Maximus111:
Aber ich kommentiere es ihr gegenüber nicht. Ich kann selbst kochen und mir meine eigene Sachen kaufen, aber andersherum hätte ich mich nie so ihr gegenüber verhalten

Nur ganz kurz dazu - wenn das Trennungsjahr vollzogen werden soll, gehört das getrennte Kochen, Waschen, Schlafen, einkaufen usw. dazu, das geht nicht gegen dich persönlich, das muss man tun, damit die Trennung in den gemeinsamen vier Wänden überhaupt anerkannt wird.

Hol dir ein paar Geräte wie Multikocher oder Air Freyer und koche für dich im Zimmer, wenn möglich. Dazu brauchst du kein Herd. Von Ninja gibt es interessante Alleskönner, die gerade für eine Person interessant sind. Und wenn du die Kinder betreust, gehört die Küche euch und sie darf schauen was sie macht.

x 3 #162


Maximus111
Zitat von alleswirdbesser:
Nur ganz kurz dazu - wenn das Trennungsjahr vollzogen werden soll, gehört das getrennte Kochen, Waschen, Schlafen, einkaufen usw. dazu, das geht nicht gegen dich persönlich, das muss man tun, damit die Trennung in den gemeinsamen vier Wänden überhaupt anerkannt wird. Hol dir ein paar Geräte wie Multikocher oder ...

Wir sind uns bezüglich des Trennungsjahres bei den Anwälten absolut einig.

Für die Kinder wäre zumindest gemeinsames Essen daher angemessen und besser, denn seit wir getrennt kochen und essen funktioniert das Essen der Kinder gar nicht mehr. Sie wollen dann lieber bei mir mitessen (ich koche dann entweder zu viel oder zu wenig), oder gar nicht. Seither ist die Esskultur bei ihnen problematisch geworden.

#163


alleswirdbesser
@Maximus111 so sind die Vorgaben, sie wurde sicher beraten.

#164


HierDerNameNEU
Mach dir mal keine Sorgen wegen Dingen die sie notiert um dir nachher Anwälte oder Ämter bzgl. Der Kinder auf den Hals zu hetzen.

So einfach ist das nicht und es sind erstmal nur Behauptungen. Könnte sie diese am Ende belegen, beweisen, sähe das sicher anders aus.

Mit dem Haus wird es eine Lösung geben, das dauert jetzt. Nichts wird so heiß gekocht wie gegessen wenn es um Anwälte geht. Normal das man erstmal etwas unruhig wird, sich auch mal aufregt über ein Schreiben und an den Haaren herbeigezogener Lügen. Alles halb so wild, mach dir nicht so viel Stress.

Freue dich auf den Urlaub mit den Kindern und bleib stark.

x 1 #165


A


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